previous arrow
next arrow
Slider

Six Sigma

Six Sigma Ausbildung – ein Zertifikat für Ihre Karriere

Six Sigma ist ein umfassendes und flexibles System, mit dem man gezielt Unternehmenserfolg erreichen, erhalten und maximieren kann. Der 6s Prozess strebt danach, dies durch ein sorgfältiges Verständnis der Kundenbedürfnisse, der Nutzung von Fakten durch Datensammlung und statistische Analyse zu erreichen. Durch Management, Verbesserung und Re-Engineering der Produktion sowie der Geschäftsprozesse versucht man außerdem die Kundenzufriedenheit und Business Excellence zu erhöhen. Unter Business Excellence versteht man Kostenreduzierung, Produktivitätsverbesserung, ein Wachstum des Marktanteils, Kundenbindungszyklus, Zeitreduzierung, Defektreduzierung und die Veränderung der Qualitätskultur bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen.

Six Sigma Prozessoptimierungszyklus DMAIC

Im Mittelpunkt der Six Sigma Methoden steht der Prozessoptimierungszyklus DMAIC. Dieser besteht aus den Phasen Definieren, Messen, Analysieren, Verbessern und Steuern, mit denen man schrittweise den Unternehmenserfolg erreichen kann.

Zertifizierung

Mit einer Zertifizierung als Green Belt oder Black Belt kann man nicht nur Ordnung in sein Unternehmen bringen, sondern steigert auch seine Aufstiegschancen im Beruf.

1970er Jahre

In den späten 1970er-Jahren begann Motorola mit der Problemlösung durch statistische Analysen zu experimentieren. In den 1980er-Jahren setzte das Unternehmen den Six Sigma Ansatz ein, um eines der obersten Unternehmensziele – die Verbesserung der Qualität – zu erreichen. Dem Ingenieur Bill Smith, wird als Vater von Six Sigma (6s) bezeichnet wird. Er erkannte, dass bei komplexen Produkten die Produktvariabilität strenger kontrolliert werden muss, und zwar bis zu höheren Grenzwerten, als sie bisher. Mit Dr. Mikel Harry, der für die Entwicklung der 6s Implementierungsstrategie und -Einsatzrichtlinien verantwortlich war, wurde Six Sigma bei Motorola eingeführt.

1980er Jahre

1987 war die offizielle Geburtsstunde der Six Sigma Methoden für den Kommunikationsbereich bei Motorola. Im selben Jahr verwendete er diese  Methoden, um die Leistung des Unternehmens zu analysieren, mit den Kundenanforderungen zu vergleichen und das ehrgeizige Ziel der nahezu perfekten Six Sigma Qualität in den produzierten Produkten zu erreichen. Das bedeutet, dass die Fehlerrate bei der Produktion jeder Komponente nicht mehr als 3,4 Teile pro Million betragen soll. Der 6s Prozess, also der systematische Ansatz zur Prozessverbesserung, um die 6s Qualität zu erreichen, wurde später auf das gesamte Unternehmen, mit starker Unterstützung des damaligen Vorsitzenden Robert Galvin, ausgeweitet.

Erfolge

In den späten 1980er-Jahren verhalfen die Methoden dem Unternehmen zu enormen Qualitätsverbesserungen, z. B. eine Verzehnfachung alle zwei Jahre und ein Verhundertfachen alle vier Jahre. Zwei Jahre, nachdem sie ihre 6s Reise beendet hatten, erhielten sie 1988 die prestigeträchtige nationale Auszeichnung, den Malcolm Baldrige Award for Business Excellence. In den zehn Jahren zwischen 1987 und 1997 verfünffachte das Unternehmen seinen Umsatz, sparte 14 Milliarden durch 6s Projekte.

Der Six Sigma DMAIC-Prozessverbesserungszyklus:

Definieren, Messen, Analysieren, Verbessern und Kontrollieren

Der DMAIC-Prozessverbesserungszyklus steht für die fünfstufige Vorgehensweise zur Problemlösung: Define, measure, analyze, improve, control, abgekürzt als DMAIC. Diese Fünf-Schritte-Methode wird empfohlen, für Organisationen, die eine 6s Organisation werden wollen. Erst müssen im Unternehmen mögliche Projekte identifiziert werden. Sobald ein bestimmtes Projekt ausgewählt ist, beginnt der DMAIC-Prozess für dieses spezielle Projekt.

Die Define Phase

In der ersten Phase, der Definitionsphase, ist der Projektleiter, meist ein sogenannter Black Belt, dafür verantwortlich, die Erwartungen des Zielkunden zu erfassen. Das Ziel dieses Schrittes ist es, Standards für die produzierten Produkte und die erbrachten Dienstleistungen festzulegen, die auf den Eingaben des Kunden basieren. So kann die Prozessleistung beurteilt und dessen Kapazitäten vorhergesagt werden.

Kundenbedürfnisse

Es ist wichtig, nicht nur die aktuellen Kundenbedürfnisse zu ermitteln, sondern auch die zu erwartenden Änderungen dieser Anforderungen im Laufe der Zeit zu beobachten. Dann können die qualitätskritischen Parameter, die für das Erreichen der Kundenbedürfnisse kritisch sind, identifiziert und die allgemeinen 6s Projektziele definiert werden. In einem vollständigen Prozessoptimierungsprojekt des 6s Projektteams, würde eine formale Projektcharta erstellt werden, einschließlich der Erstellung eines Projektzeitplans und einer Kostenschätzung. Am Ende der Definitionsphase des Projekts sollte das 6s Team schließlich in der Lage sein, ein grundlegendes Verständnis des Prozessablaufs zu bekommen, grundlegende Pläne der Kernprozesse zu erstellen und zu sehen, welche Daten bereits vorhanden sind. Diese Vorbereitung ist essenziell für den nächsten Schritt der DMAIC Methoden, der Messung.

Die Measure Phase

Nachdem die qualitätskritischen Parameter in der Definitionsphase identifiziert und definiert wurden, müssen sie gemessen werden. Man möchte die Basisprozessleistung überprüfen und die erstellten Produkte und Dienstleistungen im Vergleich zu den Bedürfnissen des Kunden setzen und bewerten. Am Ende dieses Schritts möchte man in der Lage sein, eine Basisbewertung der Prozessleistung und der Fähigkeiten der Beteiligten im 6s Prozess vorzunehmen, die dann in einer sehr quantifizierbaren Weise vorliegt. Das Projektteam muss die Produktionsprozesse so detailliert wie möglich verstehen, indem es eine detaillierte Prozessübersicht erstellt. Diese muss sorgfältig überprüft werden, um alle Inputs in den Prozess zu identifizieren, die vermutlich die für die Qualität kritischen Parameter beeinflussen. Für diese Parameter wird dann ein Datenerfassungsplan entwickelt und implementiert. Generell sollte eine Messsystemanalyse durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass die erfassten Daten korrekt sind. Für die Messung muss ein grundlegendes Verständnis in Statistik vorhanden sein, die für die Analyse von Zufallsvariablen verwendet wird.

Die Analyse Phase

Im Analyseschritt analysiert das Projektteam die Daten für die wichtigsten Prozessparameter und identifiziert und misst diejenigen, die wahrscheinlich die qualitätskritischen Ausgangsparameter beeinflussen. In der Analysephase ist das Ziel, kausale Hypothesen zu entwickeln und die wichtigsten Einflussfaktoren zu ermitteln, um die qualitätskritischen Merkmale zu verbessern, indem die Wirkung dieser Parameter auf den Output bestätigt oder nicht bestätigt wird. Diese Phase kann auch die Entwicklung eines Auswirkungsdiagramms beinhalten, um mögliche Ursachen zu identifizieren. Hier wird ein statistisches Grundwissen für Hypothesentests, Korrelation und Regression benötigt.

Die Improve Phase

In der Verbesserungsphase des DMAIC-Zyklus werden die Prioritäten innerhalb der Verbesserungsmöglichkeiten gesetzt. Die Verbesserungsprojekte bzw. die Design- und Redesign-Projekte werden abgeschlossen und validiert. Hier ist das Wissen erforderlich, wie man statistische Experimente entwirft und die Auswirkungen des Inputs auf den Output bewertet. Dies ermöglicht es, die Auswirkungen einer Prozessänderung auf die Produkt- oder Prozessqualität zu bewerten.

Die Control Phase

In der letzten Phase des DMAIC-Prozesses steht die Kontrollphase. Hier wird sichergestellt, dass die erzielten Gewinne langfristig erhalten bleiben. Man verwendet hierfür eine standardisierte Dokumentation, Mitarbeiterschulungen und eine laufende Prozessüberwachung mit Regelkarten. Die statistische Prozesskontrolle und Regelkarten sind die Schlüsselkomponenten für die Kontrollphase.

Die Six Sigma Ausbildung und ihre Belt Struktur

Die besondere Organisationsstruktur des Six Sigma Systems erfordert eine kontinuierliche und konsequente Zusammenarbeit aller Mitarbeiter in der Organisation. An oberster Stelle der Hauptakteure in einer Six Sigma Organisation stehen die leitenden Angestellten. Sie übernehmen die Verantwortung für den Prozess und entwickeln die Vision und die Ziele. Sie identifizieren Möglichkeiten, weisen wichtige Ressourcen zu und schaffen eine inspirierte Führung.

Projektsponsor

Der Projektsponsor, manchmal auch Champion genannt, ist dann der zuständige Vorgesetzte oder Eigentümer des  Prozesses, der die Projektmöglichkeiten identifiziert und priorisiert. Der Projektsponsor wählt Projekte aus, hilft bei der Bereitstellung von Ressourcen, beteiligt sich an der Projektdurchführung und hilft, Hindernisse zu beseitigen.

Master Black Belt

Die nächste wichtige Rolle hat der Master Black Belt inne. Er arbeitet hauptberuflich an der 6s Implementierung und trägt die Verantwortung für die Planung und technische Unterstützung der gesamten Organisation. Der Master Black Belt bildet andere Six Sigma Black Belts aus, fungiert als Coach und Mentor und hat die allgemeine Führung bei der 6s Implementierung inne.

Black Belt

Black Belts oder Personen, die Experten für Six Sigma Methoden sind, arbeiten Vollzeit an Six Sigma Projekten. Sie schulen die Six Sigma Green Belts, leiten Teams und geben Hilfestellungen mit Six Sigma Werkzeugen, zum Beispiel den verschiedenen Six Sigma Methoden, Diagnosewerkzeugen und statistischen Methoden.

Green und Yellow Belt

Green Belts arbeiten in der Regel in Teilzeit an Projekten mit den Black Belts. Sie integrieren die Six Sigma Methoden in ihre tägliche Arbeit und leiten kleinere Projekte. Six Sigma Yellow Belts sind Mitarbeiter, die in Qualitätsbewusstsein und in den Six Sigma Grundlagen geschult sind und nebenberuflich in einem Team mitarbeiten. Sie können präzises Fachwissen beisteuern. Schließlich spielen Finanzbeauftragte noch eine wichtige Rolle. Sie sind vom Projektteam unabhängig, aber unerlässlich, um die Projektkosten und -einsparungen zu ermitteln und den Nutzen der Six Sigma Methoden auszuweisen.

Nicht nur sind die Six Sigma Methoden äußerst förderlich für die Firma, sondern die Ausbildung zu einem Black Belt oder Green Belt ist sehr lukrativ. Als Black Belt kann man voraussichtlich bis zu 66.800 € verdienen. Man kann mit einem Gehalt von mindestens 52.000 € rechnen. Das Durchschnittsgehalt liegt bei 64.600 €. Auch eine Zertifizierung als Green Belt ist mit einer Gehaltsspanne von 45.000 € bis 64.000 € sehr verlockend.

Unsere Six Sigma Ausbildung

Sie lernen Unternehmensprozesse kontinuierlich zu verbessern, indem Sie an unserem Zertifizierungsprojekt teilnehmen.

Unsere praxis- und anwendungsorientierte Six Sigma Ausbildung befähigt Sie, die Prozesse in Ihrem Unternehmen mit der strukturierten Vorgehensweise nach DMAIC zielgenau zu analysieren und zu verbessern. Anhand von Projekten direkt in Ihrem Unternehmen, werden Sie befähigt, die erlernten Methoden in die Praxis umzusetzen und statt Verbesserung in kleinen Schritten den ganz großen Wurf zu machen. Dies fördert das Verständnis für die Bedürfnisse Ihrer Kunden und hilft Ihnen, die Kundenzufriedenheit sowie die Wertschöpfung zu erhöhen.

Zertifikate zum Yellow und Green Belt

Im Rahmen der Six Sigma Ausbildung erhalten Sie Zertifikate verschiedener Grade, die dem Kampfsport entlehnt als “Yellow-Belts”, “Green-Belts” und “Black-Belts” bezeichnet werden.

 

Unsere preisgekrönte hybride Weiterbildung

Das hybride Weiterbildungskonzept ist ideal, um flexibel und somit gut vereinbar mit der Familie und dem betrieblichen Alltag sich weiterzuentwickeln. Die erlernten Methoden des Qualitätsmanagements praktisch anzuwenden, bleibt dennoch eine wichtige Komponente, um die Kompetenzen zu verstetigen: In unseren Präsenztrainings können Sie daher die angeeignete Methoden und statistischen Theorie im engen Kontakt mit anderen Teilnehmenden und den Dozierenden anhand von Fallbeispielen praktisch anwenden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Six Sigma mit dem Zusatzmodul LEAN

Lean Six Sigma ist eine Methode, die auf einer kooperativen Projektarbeit beruht. Das Ziel von Lean Management ist es das Qualitätsmanagement, die Kundenzufriedenheit und Wertschöpfung des Unternehmens zu verbessern, indem sie systematisch Verschwendung beseitigt und Abweichungen reduziert. Es kombiniert Lean Manufacturing / Lean Enterprise und Six Sigma, um die sieben Arten von Verschwendung zu eliminieren: Überproduktion, Warte- und Liegezeiten, ungenutzte Talente, Fehler und Ausschuss, Transport, Inventar, Bewegung und Extra-Verarbeitung.

Aufbaumodul

Unsere Kombination mit dem Aufbaumodul Lean bieten Ihnen die Möglichkeit, beide Konzepte miteinander zu verbinden. So können Sie gleichzeitig Elemente des Lean Managements in die Verbesserungsprozesse Ihres Unternehmens einfließen zu lassen. Lean Six Sigma reduziert nicht nur Prozessfehler und Verschwendung, sondern bietet auch einen Rahmen für den Wandel zur Qualitätskultur. Mit der Einführung von Lean Six Sigma verändert sich die Denkweise der Mitarbeiter und Führungskräfte, die auf Wachstum und kontinuierliche Verbesserung durch Prozessoptimierung ausgerichtet ist. Dieser Wandel in der Kultur und Denkweise maximiert die Effizienz und erhöht die Rentabilität.