SIx Sigma Methode

Die Six Sigma Methode

Qualitätssteigerung im Unternehmen für mehr Kundenzufriedenheit

Die Six Sigma Methode steht für eine Methode zur Qualitätssteigerung in Unternehmen. Die Methode dient der Messung, Analyse und Optimierung von Produktionsprozesse oder von Dienstleistungsprozesse. Das größte Optimierungspotenzial haben Prozesse, die im Unternehmen sehr häufig wiederholt werden. Aufgrund dieses statistischen Optimierungsansatzes wird das Wort Sigma, welches die Standardabweichung von der Gaußschen Normalverteilung bezeichnet, in der Methodenbezeichnung verwendet.
Durch diese Optimierung entstehen weniger Fehler, die zeitaufwendig korrigiert werden müssen und die Kundenzufriedenheit negativ beeinflussen. Darüber hinaus kommt es zu Arbeitszeit- und Ressourceneinsparungen. Der Begriff „Six Sigma“ wurde durch Jack Welch geprägt, welcher in den 1990er Jahren mit dieser Methode einen grundlegenden Wandel bei General Electric herbeiführte.

Methode der statistische Prozessanalyse

Die Six Sigma Methode stellt, durch  eine intensive und statistische Prozessanalyse sicher, dass keine Fehler entstehen. Die Produkte haben dadurch eine höhere Qualität und dies steigert die Kundenzufriedenheit. Die Vorgehensweise und Prozesse der Mitarbeitenden werden systematisch analysiert und standardisiert. Diesen übergeordneten Prozess nennt man DMAIC (Define, Measure, Analyze, Improve und Control).

Der Six Sigma DMAIC-Prozessverbesserungszyklus

Die statistische Methode Six Sigma arbeitet mit dem strukturierten DMAIC Prozess. Er besteht aus den Phasen Define, Measure, Analyze, Improve und Control.

Die Define Phase

In der ersten Phase, der Definitionsphase, ist der Projektleiter, meist ein sogenannter Black Belt, dafür verantwortlich, die Erwartungen des Zielkunden zu erfassen. Das Ziel dieses Schrittes ist es, Standards für die produzierten Produkte und die erbrachten Dienstleistungen festzulegen, die auf den Eingaben des Kunden basieren. So kann die Prozessleistung beurteilt und dessen Kapazitäten vorhergesagt werden. Die zu bearbeitende Aufgabenstellung wird genau betrachtet, die Aus- gangsstellung beschrieben, und die Ziele werden fixiert. Die Projektorganisation inklusive der Terminplanung erfolgt in dieser ersten Phase.

Die Measure Phase

Nachdem die qualitätskritischen Parameter in der Definitionsphase identifiziert und definiert wurden, müssen sie gemessen werden. Ferner möchte man die Basisprozessleistung überprüfen und die erstellten Produkte und Dienstleistungen im Vergleich zu den Bedürfnissen des Kunden setzen und bewerten. Am Ende dieses Schritts möchte man in der Lage sein, eine Basisbewertung der Prozessleistung und der Fähigkeiten der Beteiligten im 6 Sigma Prozess vorzunehmen, die dann in einer sehr quantifizierbaren Weise vorliegt. Darüberhinaus muss das Projektteam die Produktionsprozesse so detailliert wie möglich verstehen, indem es eine detaillierte Prozessübersicht erstellt. Diese muss sorgfältig überprüft werden, um alle Inputs in den Prozess zu identifizieren, die für die Qualität kritischen Parameter beeinflussen. Des Weiteren wird für diese Parameter ein Datenerfassungsplan entwickelt und implementiert. Generell sollte eine statistische Messsystemanalyse durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass die erfassten Daten korrekt sind.

Die Analyse Phase

Im Analyseschritt analysiert das Projektteam die Daten für die wichtigsten Prozessparameter und identifiziert und misst diejenigen, die wahrscheinlich die qualitätskritischen Ausgangsparameter beeinflussen. In der Analysephase ist das Ziel, kausale Hypothesen zu entwickeln und die wichtigsten Einflussfaktoren zu ermitteln, um die qualitätskritischen Merkmale zu verbessern, indem die Wirkung dieser Parameter auf den Output bestätigt oder nicht bestätigt wird. Diese Phase kann auch die Entwicklung eines Auswirkungsdiagramms beinhalten, um mögliche Ursachen zu identifizieren. Des Weiteren ist für die nächsten Schritte ein statistisches Grundwissen für Hypothesentests, Korrelation und Regression notwendig.

Die Improve Phase

Die Verbesserungsphase des DMAIC-Zyklus umfasst die Priorisierung innerhalb der Verbesserungsmöglichkeiten. Sie beinhaltet die Validierung der Verbesserungsprojekte. Hier ist das Wissen erforderlich, wie man statistische Experimente entwirft und die Auswirkungen des Inputs auf den Output bewertet. Dies ermöglicht es, die Auswirkungen einer Prozessänderung auf die Produkt- oder Prozessqualität zu bewerten.

Die Control Phase

In der letzten Phase des DMAIC-Prozesses steht die Kontrollphase. Hier wird sichergestellt, dass die erzielten Gewinne langfristig erhalten bleiben. Man verwendet hierfür eine standardisierte Dokumentation, Mitarbeiterschulungen und eine laufende Prozessüberwachung mit Regelkarten. Die statistische Prozesskontrolle und Regelkarten sind die Schlüsselkomponenten für die Kontrollphase.

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