Aktuelles2018-07-13T12:36:16+02:00

Instandhaltung – Strategien 

Instandhaltung – Strategien 

Die Digitalisierung verändert Arbeit in allen Bereichen. Im Instandhaltungsmanagement eröffnet sie Chancen, Ausfälle zu minimieren und Kosten zu reduzieren. Die Aufgabe von Innovationsmanagement ist es, das beste aus alten und neuen Strategien der Instandhaltung zu machen. Damit dies gelingt, muss die Ausbildung auch neueste Entwicklungen einbeziehen. Ergänzend zum klassischen Studium bringt ein Zertifikatskurs Instandhaltungsmanager:innen auf den aktuellen Stand. Etwa zur besonderen Bedeutung der Predictive Maintenance im Rahmen von Industrie 4.0.

 

Was ist Predictive Maintenance?

Predictive Maintenance oder auf Deutsch vorausschauende Instandhaltung bzw. vorausschauende Wartung ist zustandsbasierte Instandhaltung. Hierbei wird der Zustand von Geräten während des Betriebes überwacht. Durch Vernetzung von Maschinen werden mithilfe von Sensoren und entsprechender Software laufend große Datenmengen zum Zustand der Maschinen gewonnen, in digitaler Form übermittelt, zusammengeführt und ausgewertet. So kann ein Sensor etwa Veränderungen beim Betrieb einer Maschine feststellen, zum Beispiel in puncto Geräuschlevel, Druck oder Energieverbrauch. Eine Software kann dann in den veränderten Daten einen Defekt erkennen und mittels eines Vorhersage-Algorithmus die Wahrscheinlichkeit für einen Ausfall der Maschine berechnen. Auf diese Weise kann eine Inspektion oder tatsächliche Wartung erfolgen, bevor es zum Stillstand kommt. Das spart Zeit und Kosten. Andererseits werden Maßnahmen nur dann eingeleitet, wenn tatsächlich Handlungsbedarf besteht. Auch das spart unnötigen Einsatz von Zeit und Geld.

Genau darin liegt der große Vorteil der vorausschauenden Instandhaltung. Der Nachteil: Anschaffung und Einrichtung der nötigen Technik sowie die Auswertung der Daten erfordern vorab ein hohes Investment in Material und qualifiziertes Personal. Im Vergleich zu anderen Instandhaltungsstrategien ist die vorausschauende Instandhaltung also besonders effizient im Betrieb, aber teuer in der Anschaffung.

Predictive Maintenance ist im Deutschen als vorausschauende Instandhaltung oder vorausschauende Wartung bekannt. Preventive Maintenance dagegen steht im Englischen für vorbeugende Instandhaltung oder vorbeugende Wartung, auch präventive Instandhaltung/Wartung. Beiden Instandhaltungsstrategien gemeinsam ist, dass die Wartung erfolgt, bevor ein Ausfall der Maschine eintritt. Doch während die vorausschauende Instandhaltung darauf zielt, nur dann aktiv zu werden, wenn aktuell Handlungsbedarf besteht, setzt die vorbeugende Instandhaltung auf die regelmäßige und durchgehende Pflege der Maschinen. Während vorausschauende Instandhaltung zustandsbasiert ist, basiert vorbeugende Instandhaltung auf routinemäßiger Pflege und Wartung.

 

Unterschied zwischen vorausschauender und vorbeugender Instandhaltung

Bei der vorausschauenden Instandhaltung werden Vorhersagen über einen zu erwartenden Ausfall getroffen, aber erst dann Maßnahmen eingeleitet, wenn dieser bevorsteht, jedoch bevor er eintritt. Das spart Zeit und Geld und minimiert den Einsatz von Ersatzteilen, wobei gleichzeitig die Lebensdauer von Anlagen verlängert wird. Die erhobenen Daten und ihre Historie erlauben die Bestimmung von Größen wie Rest- oder Mindest-Abnutzungsvorrat und ermöglichen dadurch eine Bündelung der nötigen Maßnahmen zum optimalen und wirtschaftlichsten Zeitpunkt. Die vorbeugende Instandhaltung erreicht ebenfalls eine längere Lebensdauer der Maschinerie und reduziert Ausfälle. Dadurch, dass Wartung und Pflege routinemäßig und unabhängig vom tatsächlichen Zustand der Geräte vorgenommen werden, kommt es allerdings zu regelmäßigem Einsatz von Material, Personal und Zeit. Das ist ein Nachteil gegenüber der vorausschauenden Instandhaltung. Anders als diese hingegen profitiert zwar auch die vorbeugende Instandhaltung von Digitalisierung, kommt aber ohne aufwändige Systeme, große Datenmengen und auf deren Betrieb bzw. Auswertung spezialisierte Fachkräfte aus. Eine vorbeugende Instandhaltungsstrategie verursacht also weniger Kosten, spart aber auch weniger ein. Es bleibt Aufgabe des:der Instandhaltungsmanagers:Instandhaltungsmanagerin zu entscheiden, welche Form der Instandhaltung oder welcher Mix aus den verschiedenen Methoden die effektivste und gangbarste für das jeweilige Unternehmen ist. Dabei kann er:sie auf einen weiteren Instandhaltungsansatz zurückgreifen.

Auf einen Blick: Vor- und Nachteile vorausschauender und vorbeugender Instandhaltung

  • Vorausschauende Instandhaltung: birgt ein großes Einsparungspotential, ist aber teuer in der Anschaffung.
  • Vorbeugende Instandhaltung: verursacht laufende Kosten, erfordert aber nur keine bis geringe Investitionen vorab.

 

Welche Methoden und Ansätze bei der Instandhaltung gibt es?

Die kurze Antwort ist: einige. Wir erklären hier die drei wichtigsten und umsetzbarsten Instandhaltungsstrategien kurz und prägnant für Sie.

Korrigierende Instandhaltung

Bei der korrigierenden oder auch korrektiven Instandhaltung, Englisch corrective maintenance, wird ein bestehender Defekt korrigiert. Sie ist nichts anderes als eine Reparatur. Erfolgt diese sofort, spricht man von sofortiger korrigierender Instandhaltung. Wird sie aufgeschoben, also nicht sofort nach Auftreten des Problems durchgeführt, spricht man von aufgeschobener korrigierender Instandhaltung. Erstere reagiert auf Fehler, die bei Andauern zu schwerwiegenden Problemen führen würden. Etwa ein Totalausfall der Produktion oder ein Verlust des betroffenen Gerätes. Ist das Problem nicht ganz so drängend, kann die aufgeschobene korrigierende Instandhaltung nach Plan und vorher festgelegten Standards erfolgen, etwa ohne den sonstigen Arbeitsablauf groß zu stören.

Vorteile

Die korrigierende Instandhaltung reagiert auf unvorhergesehene Probleme. In manchen Fällen kommen diese gänzlich unerwartet, in anderen Fällen wird die Anlage bewusst bis zum Ende der Lebensdauer betrieben. Das kann zum Beispiel dort Sinn machen, wo Geräte eine lange Lebensdauer aufweisen, ihr Ausfall zu keinem langen Produktionsstillstand führt und die Reparatur bzw. Neuanschaffung verhältnismäßig günstig ist. Die beiden anderen Instandhaltungsansätze, nämlich vorbeugende und vorausschauende Instandhaltung, zielen hingegen gerade darauf ab, Ausfälle und die Notwendigkeit zu Neuanschaffungen zu minimieren. Doch auch das beste Instandhaltungsmanagement kann unerwartete Schäden nicht völlig ausschließen. So kann ein Unwetter Außenanlagen schädigen oder Bedienungsfehler Maschinenteile in Mitleidenschaft ziehen. In solchen Fällen ist die korrektive Instandhaltung die einzige verbleibende Möglichkeit, den Schaden zu begrenzen und möglichst schnell zu einem ungestörten Betrieb zurückzufinden. Die schnelle Reaktionszeit ist einer der Vorteile der korrigierenden Instandhaltung. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie keine großen Initialkosten verursacht.

 

Vorbeugende Instandhaltung

Die vorbeugende Instandhaltung, auch präventive Instandhaltung oder auf englisch Preventive Maintenance, zielt darauf, Fehler zu vermeiden oder zu beheben, bevor sie Probleme verursachen. Dabei kann entweder eine routinemäßige Wartung zu vorher festgelegten Zeitpunkten erfolgen (zeitorientierte Instandhaltung, Englisch time-based maintenance) oder eine intervallorientierte Überprüfung des Zustandes und eine zustandsorientierte Wartung erfolgen (vorausbestimmte Instandhaltung). In diesem Fall werden Maschinen regelmäßig in vorher festgelegten Intervallen oder auch laufend einer Beurteilung unterzogen und bei Bedarf weitere Maßnahmen ergriffen.

Vorteile

Der Vorteil vorbeugender Instandhaltungsstrategien ist, dass Ausfälle und damit Kosten minimiert werden. Auch die Lebensdauer von Anlagen wird erhöht. Außerdem werden Wartungsmaßnahmen planbar und können so zum besten und wirtschaftlichsten Zeitpunkt vorgenommen werden. Die vorbeugende Instandhaltung kann durch Einsatz digitaler Technologien wertvolle Daten gewinnen, die die Wartung effizienter machen. Darauf angewiesen ist sie aber nicht. Damit ist keine große Investition in Technik und Personal nötig, um vorbeugende Instandhaltungsmaßnahmen durchzuführen. Ein großer Nachteil der vorbeugenden Instandhaltung ist, dass routinemäßig in Zeit, bei der vorausbestimmten Instandhaltung auch in Material investiert wird, sogar unabhängig vom Zustand der Geräte und dem eigentlichen Bedarf.

 

Vorausschauende Instandhaltung

Wie die vorbeugende Instandhaltung setzt auch die vorausschauende Instandhaltung darauf, Probleme zu beheben, bevor sie entstehen oder Folgen zeitigen. Doch anders als die vorbeugende Instandhaltung verlässt sie sich dazu nicht auf eine routinemäßige Pflege oder eine momentane Beurteilung des aktuellen Zustandes von Anlagen. Stattdessen wird mithilfe digitaler Technologien eine große Menge an Daten gesammelt, deren Historie wiederum mithilfe von Algorithmen analysiert wird. So kann abgesehen werden, wann Abnutzung und andere Phänomene zu Problemen führen werden. Der Instandhaltungsmanager wird sozusagen in die Lage versetzt, zu wissen, wann etwas kaputt gehen wird.

Vorteile

Anders als bei der vorbeugenden Instandhaltung werden Wartungsarbeiten nur dann durchgeführt, wenn es akut nötig ist. Anders als aber auch bei der korrigierenden Instandhaltung erfolgen diese Arbeiten, bevor es zum eigentlichen Problem kommt. So können unnötige Aufwendungen an Zeit und Material ebenso vermieden werden wie teure Ausfälle und größere Schäden an Geräten. Auf den Punkt gebracht: Die vorausschauende Instandhaltung tut so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Und das zum bestmöglichen Zeitpunkt. Das ist der große Vorteil der vorausschauenden Instandhaltung. Ihr Nachteil: Die große Datenmenge, auf der die Schlüsse der vorausschauenden Instandhaltung basieren, erfordern eine Vernetzung von Maschinen und Anlagen. Das bedeutet den Einsatz von Sensoren, Software und hochspezialisiertem Personal, das diese betreiben und die Ergebnisse auswerten kann. Dem Einsparungspotential durch Reduktion von Fehlern und Ausfällen durch vorausschauende Wartungsmaßnahmen sowie Minimierung der Kosten für Arbeitszeit und Material bei deren Durchführung stehen hohe Initialkosten gegenüber.

 

Was macht eine gute Instandhaltungsstrategie aus?

Es stehen also drei verschiedene Strategien für die Instandhaltung zur Verfügung. Von diesen ermöglicht keine eine so zielgerichtete Wartung wie die vorausschauende Instandhaltung. Sie ermöglicht eine Wartung zum wirtschaftlichsten Zeitpunkt mit minimalsten Mitteln. Allerdings ist sie in Anschaffung und Betrieb kostenintensiver als die vorbeugende und die korrigierende Instandhaltung. Je nachdem, wie gering der Aufwand für eine regelmäßige Überprüfung und routinemäßige oder bedarfsgerechte Wartung der Maschinen im Rahmen der vorbeugenden Instandhaltung ist, kann diese sich durch die geringeren Initialkosten als die bessere Strategie erweisen. Bei günstigen Anlagen mit langer Lebenserwartung kann es sogar Sinn machen, sie bis zum Ausfall zu nutzen und dann zu reparieren oder gar zu ersetzen. Hinzu kommt, dass auch die beste Strategie nicht vor unerwarteten Schäden schützt. Diese können nur durch die korrigierende Instandhaltung angegangen werden. In der Praxis wird die ideale Instandhaltungsstrategie immer aus einem Mix der möglichen Methoden bestehen. Welcher Methode welcher Anteil an der Gesamtstrategie zukommt, hängt dabei maßgeblich von den Gegebenheiten im jeweiligen Betrieb ab.


Das große Ganze

Eine gute Instandhaltungsstrategie muss aber nicht nur mit Blick auf den Wert der Anlagen profitabel sein. Instandhaltung berührt sekundär viele Bereiche, in denen mit dem richtigen Strategiemix erhebliche Einsparungen erreicht werden können. Die richtige Planung erlaubt eine Reduktion der Aufwendungen für Ersatzteile und Arbeitsaufwand ebenso wie die Durchführung von Wartungsarbeiten zu einem Zeitpunkt, der Arbeitsabläufe und Produktivität möglichst wenig stört. Nicht zuletzt ermöglicht eine störungsfreie Produktion das Einhalten von Terminen und eine Erhöhung der Kapazitäten. Eine gute Instandhaltungsstrategie zieht alle diese Dinge bis hin zu vorhandenen und nötigen Mitarbeiter:innenqualifikationen in Betracht und legt einen Weg fest, mit möglichst wenigen und günstigen Wartungsmaßnahmen möglichst schnell und viel zu produzieren. Wie gut der Mix aus korrigierender, vorbeugender und vorausschauender Instandhaltungsstrategie mit Blick auf das eigene Unternehmen gelungen ist, darüber entscheidet letztendlich der Erfolg. Es ist Aufgabe des Instandhaltungsmanagements, verschiedene Pläne zu entwerfen und Vor- und Nachteile der Instandhaltungsstrategien gegeneinander abzuwägen, bis der optimale Mix gefunden ist. Neben der Ausbildung der Verantwortlichen ist es in Zeiten von Industrie 4.0 vor allem die Digitalisierung, die großes Potential für die Entwicklung der richtigen Strategie birgt.

 

Fazit

Eine gute Instandhaltungsstrategie nutzt die korrektive, vorbeugende und vorausschauende Instandhaltung so, dass der Aufwand für die Instandhaltung dem Wert der Anlage und dem Einsparungspotential angemessen ist. In der Regel wird also die richtige Instandhaltungsstrategie aus einem Mix der drei Methoden bestehen, der auf die Gegebenheiten des jeweiligen Betriebes abgestimmt ist.

Die Komplexität der Aufgabe, diesen Mix zu finden, ist vermutlich eine der größten Hürden auf dem Weg zur passenden Instandhaltungsstrategie. Gefolgt von den Investitionskosten für eine umfangreiche Digitalisierung, die die nötigen Daten für eine fundierte Analyse der Ausgangslage und des Potentials bildet. Ein Studium des komplexen Themas etwa in Form eines Zertifikatskurses bereitet Sie auf diese schwierige Aufgabe vor.

Zum Einsatz kommen diese beispielsweise im Building Information Modeling (BIM). Dabei handelt es sich um eines unserer meistfrequentiertesten Programme, eben weil es so effizient ist. Schauen Sie gerne mal vorbei.

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QZ-Sonderbeilage: Six Sigma-Weiterbildung 2023 in Präsenz, als Hybrid-Kurs oder Web Based Training

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QZ ist die führende Fachzeitschrift für Qualitätsmanagement in Industrie und Dienstleistung. Sie berichtet branchenübergreifend über QM-Systeme und -Methoden, Normen, Produkthaftung, Software (CAQ, MES, BPM), Mess- und Prüftechnik sowie aktuelle Trends und Karrieremöglichkeiten. Mit praxisorientierten Fachbeiträgen, Anwendungsberichten und Produktinformationen hält die QZ ihre Leser auf dem Laufenden. Reportagen, Interviews, Kommentare und Foren sowie regelmäßig veröffentlichte Studien geben Raum für unabhängige Standpunkte und Orientierung im professionellen Umfeld.

Ein ideales Medium, um den Leserinnen und Lesern die neuesten Weiterbildungsangebote zum Thema Six Sigma vorzustellen! Innovative hybride Lernformate und unsere Web Based Trainings erweitern die bisherigen Möglichkeiten individuellen Lernens und reduzieren die Hürden bei der Vereinbarkeit der berufsbegleitenden Weiterbildung mit Beruf, Karriere und Familie. Der Six Sigma-Beileger der Akademie erscheint sowohl in der Print- wie der Online-Ausgabe: https://epaper.qz-online.de/#storefront/7

Erfahren auch Sie mehr über unsere Six Sigma– und Lean Six Sigma-Ausbildungen.

 

Prämierte Weiterbildung, die sich lohnt!

Die Akademie der Ruhr-Universität ist erneut unter den Top-Anbietern für Weiterbildung auf Hochschulniveau

Auch in 2023 gehört die Akademie der Ruhr-Universität Bochum zum wiederholten Male zu den bestbewerteten universitären Weiterbildungsanbietern im FOCUS Business-Ranking. Die Gesamtnote lautet „Exzellent“! Geprüft wurden 200 Präsenzhochschulen mit angeschlossenem Weiterbildungszentrum in insgesamt sieben Kategorien: Reputation, Bekanntheit, Transparenz, Internationalität, Kursangebot und Studierendennähe. „Vor allem die beiden letzten Kriterien – Kursangebot und Studierendennähe – sind neben Praxisbezug unsere besonderen Markenzeichen“, betont der sichtlich stolze Akademiegeschäftsführer Dr. Yves Gensterblum. „Mit unseren neuen Standort im O-Werk, dem ehemalige und denkmalgeschützten Opel-Hauptverwaltungsgebäude in Bochum, bieten wir zudem eine einzigartige und hochmoderne Location. Technik vom Feinsten und großzügig ausgestattete Schulungsräume, die sich flexibel an alle Lernanforderungen anpassen lassen“, führt der Akademieleiter weiter aus. Vierzig Jahre Akademieerfahrung und ein motiviertes, agiles Team aus qualifizierten Programm-Manager:innen ermöglichen exzellente Weiterbildungsangebote, bestätigt durch FOCUS Business. „Die Auszeichnung ist eine Wertschätzung unserer tollen Teamleistung und unserer Partner innerhalb der RUB“ betont Yves Gensterblum.

Die Akademie der Ruhr-Universität besteht nun schon 40 Jahre und bietet offene Seminare für Fach- und Führungskräfte in Unternehmen, der öffentlichen Verwaltung, in Verbänden sowie in Bildungs- und Beratungseinrichtungen. Weiterhin umfangreiche Zertifikatsprogramme auf Hochschulniveau sowie berufsbegleitende Masterstudiengänge für die persönliche Karriereentwicklung in Deutsch und Englisch. Die Besonderheit: Bei Planung, Gestaltung und Durchführung kann die Akademie erfolgreich auf die exzellenten Ressourcen und wissenschaftlichen Institutionen der Ruhr-Universität Bochum bauen. Die Anerkennung und Auszeichnung durch FOCUS Business ist daher auch ein besonderes Verdienst der wissenschaftlichen Leitungen in den vielen unterschiedlichen Kursprogrammen. Diese vertreten durch Hochschulpersönlichkeiten, wie Frau Prof. Dr. Dipl.-Psych. Anette Kluge zum berufsbegleitenden Master Human Resource Management (HRM), Prof. Dr. Jörg Bogumil für den neuen Master zur digitalen Transformation in der öffentlichen Verwaltung, Prof. Dr. Matthias Sellmann für den Master Crossmediale Glaubenskommunikation sowie Prof. Dr.-Ing. Markus König beim Zertifikatslehrgang Building Information Modeling (BIM), Prof. Dr. Manfred Wannöffel für die Veränderungen in der betrieblichen Mitbestimmung (New Work und Digitale Transformation) oder als weiteres Beispiele Dr. Marc Solga beim Business Coaching. Dr. rer. oec. Luis Barrantes zeichnet für die Vertriebsingenieur:innen-Weiterbildung, Prof. Dr. Stefan Winter zum Selbstmanagement, Prof. Dr. Mathias Weiß beim Chief Innovation Manager (CIM) oder Prof. Dr.-Ing. Detlef Gerhard mit Augmented Reality (VR/AR) und Künstlicher Intelligenz (KI) für verbesserte Arbeitsprozesse. Außerdem wird unter der Marke „RUB Teachers Academy“ in Kooperationen mit der Professional School of Education der RUB mit Prof. Björn Rothstein und Dr. Henning Feldmann eine Plattform für den einfachen Wissenstransfer in die Schulen angeboten. Die Akademie kann auf das Team um Sebastian Jeworutzki im fakultätsübergreifende „Methodenzentrum der RUB“ bauen. Und nicht zuletzt gibt es die erfolgreiche Weiterbildungsplattform „Academy for Humanitarian Action“ mit Frau Dr. Kathrin Radtke, Robin Pass und Prof. Dr. Pierre Thielbörger vom Institute for International Law of Peace and Armed Conflict (IFHV).

Viele Angebote der Akademie der Ruhr-Universität können online oder – mediendidaktisch besonders interessant – als Hybrid-Schulungen besucht werden. Der Einsatz digitaler Möglichkeiten wird immer wichtiger, denn die berufsbegleitende Weiterbildung steht zunehmend im Spannungsfeld einer beruflichen und familiären Vereinbarkeit, immer kürzeren Weiterbildungszyklen, der Vermittlung von immer komplexerem Wissen sowie steigenden Anforderungen an die Lerneffizienz und damit auch Lerndauer. Die Akademie ist dazu aktuell Konsortialpartner in verschiedenen Verbundforschungsvorhaben und an drei EU-Projekten beteiligt. Zu den wichtigsten Partnern in diesen Forschungsprojekten zählen Frau Prof. Nikol Rummel aus der Pädagogischen Psychologie und Bildungstechnologie, Prof. Katharina Uffmann zum Arbeitsrecht, des Weiteren Prof. Julian Roelle aus der pädagogischen Psychologie, Prof. Joachim Wirth zur Lehr-Lernforschung und Prof. Kuhlenkötter vom Lehrstuhl für Produktionssysteme. So entsteht ein marktorientiertes und gleichzeitig akademisch begleitetes Programmportfolio, das regelmäßig den aktuellen Entwicklungen des Arbeitsmarktes angepasst wird. Bei erfolgreichen Bestehen ihrer individuellen Weiterbildung, erhalten die Teilnehmenden anerkannte Abschlüsse oder ein karrierewirksames Zertifikat einer universitären Einrichtung.

Die Akademie der Ruhr-Universität erfüllt damit den hohen Anspruch, Bildungsinteressierten anwendungsorientierte und gleichzeitig wissenschaftlich fundierte Zertifikatskurse, berufsbegleitende Studienprogramme und offene Seminare zu bieten.

Über die Auszeichnung: https://focusbusiness.de/hochschulen/methodik

Vertriebsmanager:in – was sind die Aufgaben?

Was macht ein:e B2B Vertriebsmanager:in?

In unserer Reihe Was macht eigentlich … ?stellen wir Ihnen regelmäßig Berufe und Funktionen aus der Arbeitswelt vor. Dieses Mal erklären wir Ihnen, was ein:e B2B-Vertriebsmanager:in für Aufgaben hat und welche Kompetenzen er:sie benötigt.

 

Vertriebsmanagement – ein komplexes Aufgabenfeld

Ein:e Vertriebsmanager:in ist ein:e Allrounder:in. Neben technischen Fähigkeiten muss er:sie auch über Kenntnisse in den Bereichen Marketing, Steuerung und Produktmanagement verfügen. Das Aufgabengebiet von Wirtschaftsingenieur:innen erstreckt sich ebenso auf alle Bereiche der Technik. Vom Maschinen- und Anlagenbau über die Elektro- und Fahrzeugtechnik, Medizintechnik, Elektrotechnik, Chemie- und Pharmatechnik bis hin zur Telekommunikation und Softwaretechnik.

Da der Maschinenbau viele erklärungsbedürftige Produkte herstellt, ist es wichtig, auch Personen mit den notwendigen Vertriebs- und Marketingkenntnissen zu beschäftigen. Ihre Hauptaufgabe ist es, die funktionalen, betrieblichen und strukturellen Zusammenhänge der Entwicklung allgemein verständlich zu erklären. Es reicht jedoch nicht aus, dass die Vertriebsingenieur:innen die technische Seite der Produkte kennen. Sie müssen auch über wirtschaftliche, rechtliche und psychologische Kenntnisse verfügen. Letztere zielen hauptsächlich auf die Kommunikation mit den Kund:innen und deren Neugewinnung. Sie müssen zunächst die Wünsche und Probleme ihrer Kundschaft verstehen, um unter den von ihrem Unternehmen angebotenen Leistungen eine Lösung für diese Wünsche und Probleme zu finden. Dafür benötigen Vertriebsingenieur:innen ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit.

Vertriebsmanager:in werdenZusammengefasst umfassen die Tätigkeiten eines:einer Vertriebsingenieurs:Vertriebsingenieurin die folgenden Kernpunkte:

  • Verkaufen von technischen Produkten und Dienstleistungen
  • Planung und Umsetzung einer Vertriebsstrategie
  • Produktmanagement, Produktmarketing und Marketinganalyse
  • Erstellung von Angeboten
  • Bearbeitung von Aufträgen
  • Pflege von Kund:innenkontakten/Kund:innenservice
  • Pre-Sales- und Post-Sales-Management
  • Überwachung des Verkaufs

Vertriebsingenieur:innen müssen zusätzlich auch neugierig auf andere (Geschäfts-)Kulturen sein. Die Maschinenbaubranche ist nicht auf Deutschland beschränkt, sondern agiert weltweit. Deshalb müssen Vertriebsingenieur:innen uneingeschränkt reisebereit sein und über gute Fremdsprachenkenntnisse verfügen, insbesondere Englisch und vorzugsweise Französisch und/oder Spanisch. Da auch der asiatische Markt immer mehr an Bedeutung gewinnt, sind Japanisch, Koreanisch oder Chinesisch als Fremdsprachen nicht zwingend erforderlich, aber durchaus nützlich. Nur wer bereit ist zu kooperieren, kann schließlich seine Geschäftspartner:innen in der Welt verstehen. Eines sollte hierbei klar sein: Sales Engineering ist kein 9 to 5 Job.

 

Die Soft Skills und Eigenschaften, die Vertriebsmanager:innen benötigen, um ihre Arbeit optimal zu erledigen, sind:

  • Professionelles Vertriebsmanagement ist die Grundlage für den erfolgreichen VertriebsmanagerHohe Kommunikationsfähigkeit
  • Technisches Verständnis
  • Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge
  • Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen
  • Selbstorganisation
  • Kreativität
  • Bereitschaft zu reisen
  • Kenntnisse von Fremdsprachen
  • Erfahrung im Umgang mit Computern
  • Interesse an lebenslangem Lernen und Neugierde
  • Teamfähigkeit

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Was ist technischer Vertrieb?

Der Verkauf ist ein Schlüsselfaktor für den Erfolg eines Unternehmens. Werbung, Marketing, Kund:innenakquise, Kund:innenbesuche und Budgetierung sind offensichtliche Marketingaktivitäten, mit denen die Verkaufsaktivitäten verbunden sind. Die Umsetzung dieser Maßnahmen und Aktivitäten im Rahmen des Verkaufs ist gleichzeitig die Grundlage für den erfolgreichen technischen Verkauf beziehungsweise den technischen Vertrieb. Begriffe wie Vertrieb, Verkauf und Außendienst werden oft synonym verwendet, unterscheiden sich aber in ihren Funktionen und ihrem Umfang erheblich. Die Vertriebsorganisation ist ein Teilbereich und eine Säule des Business-to-Business-Marketings. Findet der Geschäftsverkehr zwischen zwei Unternehmen statt, spricht man von B2B-Marketing.

Das Marketing umfasst die folgenden Aufgaben und Instrumente:

  • Werbung, Kommunikation
  • Umfang der Dienstleistungen
  • Produktportfolio
  • Entwicklung von Produkten
  • Entwicklung der Marke
  • Preisgestaltung
  • Marktanalyse

Der Verkauf ist ein wesentlicher Bestandteil des technischen Verkaufs: Er umfasst Interaktionen zwischen Käufer:in und Verkäufer:in, die eine Beziehung aufbauen, um ein Geschäft abzuschließen. Der Begriff Verkaufen bezieht sich auf den gesamten Prozess des Verkaufs eines Produkts oder einer Dienstleistung, der die Anwerbung, die Kund:innenansprache, die Kund:innenbesuche und den Kund:innenservice umfasst. Wenn Produkte verkauft werden, die wichtige technologische Komponenten enthalten, spricht man ebenfalls von technischem Verkauf. Die zunehmende Komplexität der Produkte und der Klärungsbedarf haben schließlich die Bezeichnung Vertriebsmanager:in entstehen lassen.

Der Schwerpunkt lag in der Vergangenheit auf dem Verkauf des Produkts. Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs haben die Marktteilnehmer:innen neue Verkaufskonzepte entwickelt. Der Schwerpunkt liegt nun auf der Befriedigung der Kund:innenbedürfnisse. Positionen wie Account-Manager:in, Key-Account-Manager:in oder Business-Development-Manager:in sowie deren strukturelle Einbindung in das Unternehmen, teilweise als Stellen, müssen eine starke Kund:innenorientierung aufweisen. Die notwendige Implementierung dieser Strukturen ist mit höheren Cash-Kosten für die Vermittler:innen verbunden. Hinter diesen finanziellen Aufwendungen verbirgt sich die Bedeutung der Pflege der Geschäftsbeziehung.

erfolgreichen B2B Vertrieb im MaschinenbauDie entscheidenden Faktoren für einen erfolgreichen Vertrieb im Maschinen- und Gerätebau, in der Automobilindustrie und bei Zuliefer:innen sind:

  • Eine persönliche Beziehung zu den Kund:innen
  • Eine hohe technologische Vertriebskompetenz
  • Vertriebs- und Marktanalyse und -bewertung
  • Strategieentwicklung
  • Effektive Umsetzung von operativen Maßnahmen

Der:die Lieferant:in wird analysiert, eine Strategie entwickelt, die notwendigen Maßnahmen werden umgesetzt und Marketingaktivitäten durchgeführt. Durch die Interaktion zwischen Käufer:in und Verkäufer:in wird somit eine tiefe Beziehung zu den Kund:innen aufgebaut, gepflegt und gestärkt. Im Rahmen eines professionellen Vertriebsmanagements werden umfangreiche Marketingaufgaben gelöst. Diese reichen von Werbung und Kommunikation über die Teilnahme an Messen und Technologieforen bis hin zum Aufbau eines Registrierungssystems und der Entwicklung von Produkt- und Markenkonzepten. Pre-Sales-Consulting-Services bieten die für eine erfolgreiche Systemintegration notwendige umfassende Beratung. Die notwendige Transparenz des Prozesses wird hingegen durch den Einsatz geeigneter Methoden und Werkzeuge zur Informationsgewinnung, -verarbeitung und -auswertung erreicht. Die eingesetzten Technologien, Systemlösungen (SyProTec) und die Ingenieur:innenberatung (ECo&Tec) sichern die Nachhaltigkeit und den Geschäftserfolg von Kund:innen und Lieferant:innen.

Um langfristig am Markt existieren zu können, müssen somit neue Marktpotenziale geschaffen und Geschäftserfolge nachhaltig gesichert werden. Die effektive Umsetzung der oben beschriebenen Maßnahmen und Aktivitäten im Rahmen des Vertriebs ist gleichzeitig die Basis für den Vertriebserfolg. Erfolgreicher professioneller Vertrieb erfordert demnach eine Differenzierung der Aktivitäten und breitere Marketingstrategien.

 

Was ist der Unterschied zwischen B2C und B2B Vertrieb?

Wenn Unternehmen ausschließlich mit anderen Unternehmen in Geschäftsbeziehungen treten, verwenden sie einen sogenannten B2B-Ansatz. B2B steht für Business-to-Business und kann mit „Geschäft zu Geschäft“ übersetzt werden. Hier werden Dienstleistungen und Produkte von einem Unternehmen an das andere verkauft.

Unternehmen, deren Angebote sich an private Endverbraucher:innen richten, verfolgen dagegen den sogenannten B2C-Ansatz. B2C steht für „Business-to-Consumer“. Typische B2C-Modelle sind der Einzelhandel oder das Hotelgewerbe.

Es gibt aber auch Unternehmen, die sich auf beide Zielgruppen gleichzeitig konzentrieren. So bedient unter anderem ein Hotel mit Konferenzräumen sowohl Privatreisende als auch Geschäftskund:innen. Freiberufliche Autor:innen können sowohl für Verlage und PR-Agenturen als auch für Studierende arbeiten, deren Diplomarbeiten sie redigieren. Ein traditioneller Supermarkt würde als B2C eingestuft werden, während ein Großmarkt, der hauptsächlich von Restaurants und Catering-Unternehmen gekauft wird, als B2B eingestuft werden würde.

In dieser Tabelle sind die wichtigsten Unterschiede zwischen B2B und B2C zusammengefasst.

 

Erfolgereiche Führungskräfte beherrschen das VertriebsmanagementWie viel verdient ein:e Vertriebsmanager:in?

Vertriebsmanager:innen gehören zu den bestbezahlten Personen in Deutschland. Vor allem wer den Verkauf an Großkunden leitet, kann zwischen 160.000 und 195.000 Euro brutto im Jahr verdienen.

Die meisten Mitarbeiter:innen im Vertrieb erhalten eine variable Vergütung. In den meisten Fällen liegt der variable Anteil des Jahresgehalts zwischen 20% und 30%. Mehr als 90% der Führungskräfte haben außerdem Anspruch auf einen Bonus. Boni müssen aber nicht immer in Form von Provisionen gezahlt werden. Leistungen wie Firmenwagen zur privaten Nutzung oder Rentenleistungen sind ebenfalls Teil des variablen Gehaltsanteils.

Die Gehälter von Vertriebsmanager:innen werden außerdem von der Größe des Unternehmens, der Branche und der Berufserfahrung beeinflusst. Gehaltsreporter.de verweist auf eine Studie von Personalmarkt, wonach Vertriebsleiter:innen ein durchschnittliches Bruttojahresgehalt von 110.000 Euro erhalten. Vertriebsmanager:innen mit weniger als drei Jahren Berufserfahrung erhalten wiederum ein durchschnittliches Bruttogehalt von rund 66.000 Euro. Bei sieben bis neun Jahren Erfahrung steigt dieser Betrag sogar auf 97.000 Euro, bei zehn Jahren und mehr auf rund 114.000 Euro. Etwa 80% der Vertriebsleiter:innen fahren zudem einen Dienstwagen.

 

Welche Aus- und Weiterbildung benötigt ein:e Vertriebsmanager:in?

Der Weg zum:zur Vertriebsleiter:in ist ein mehrstufiger Karriereweg. Der klassische Einstieg ist in der Regel eine Ausbildung im Vertrieb, gefolgt von einer Weiterbildung. Nach der Tätigkeit als Außendienstmitarbeiter:in folgt oft die Arbeit als Junior Sales Manager:in und anschließend Senior Sales Manager:in. Mit einem Hochschulabschluss allein werden Sie nicht sofort eine Stelle als Verkaufsleiter:in bekommen, weil Ihnen die nötige Berufserfahrung fehlt.

Wenn Sie Vertriebsmanager:in werden wollen, sollten Sie ein grundlegendes Ingenieurstudium absolviert haben. Denn die Unternehmen im Bereich der Vertriebstechnik benötigen die richtigen technischen Fähigkeiten. Anders als etwa das Bauingenieurwesen oder die Elektrotechnik ist das weiterführende Vertriebsingenieurwesen kein klassischer Ingenieurstudiengang. Allerdings bieten nur wenige Universitäten und Fachhochschulen diesen als eigenständigen Studiengang an. Der normale Weg zum:zur Vertriebsmanager:in ist also ein Erststudium in einer beliebigen Ingenieur- oder Wirtschaftsingenieur-Disziplin mit einer anschließenden Spezialisierung in einem Master-Studiengang.

 

VDI Vertriebsingenieur:in an der Akademie der Ruhr-Universität

Seit 1998 gibt es den Studiengang „Vertriebsingenieur:in VDI“, der vom VDI in Partnerschaft mit der Ruhr-Universität Bochum angeboten und berufsbegleitend am Europäischen Zentrum für Wirtschaftsforschung an der Fakultät für Maschinenbau durchgeführt wird. Der Studiengang besteht aus sechs Modulen, wobei die Themenfelder Industriemarketing und Vertriebstechnik im Vordergrund stehen. Sie können einzeln oder als Ganzes absolviert werden, was insgesamt 18 Weiterbildungstagen entspricht. Das erworbene Zertifikat berechtigt die Absolvent:innen abschließend eines Bachelor- oder Masterstudiums, den Titel „VDI-Vertriebsingenieur:in“ zu führen.

Weiterbildendes Studium für Betriebsräte und Personalräte

Innovative Mitbestimmung in Zeiten von New Work

Ersetzen in Zukunft Roboter und KI viele Arbeitsplätze?

Ersetzen in Zukunft Roboter und KI viele Arbeitsplätze?

Ein vorausschauendes Management sollte die langjährige Betriebszugehörigkeit und Erfahrung seiner betrieblichen Interessensvertreter:innen intensiv nutzen. Das gilt auch ganz aktuell bei der Ausgestaltung neuer Arbeitsmodelle und einer nachhaltigen Ausrichtung der Geschäftsziele in der digitalen Transformation. In vielen Unternehmen sind die Betriebsräte und Personalräte nicht selten schon viel länger an der Unternehmensgestaltung beteiligt, als das aktuelle Top-Management. Bernd Osterloh, langjähriger Vorsitzender des Gesamtkonzernbetriebsrats von VW, ist dafür ein prominentes Beispiel. Wichtig ist, dass sich auch die Interessensvertreter:innen immer auf den neuesten Stand bringen.

Ersetzen in Zukunft Roboter und KI viele Arbeitsplätze?

Noch im Jahr 2013 kam eine Studie zu dem Ergebnis, dass 47 % aller Jobs in den USA durch Automatisierung und Digitalisierung bedroht sind. Neuere Studien zeichnen ein weniger dramatisches Bild. Dennoch lassen sich schon heute viele Berufe durch Robotic Process Automation (RPA) oder künstliche Intelligenz (KI) ersetzen. Eine Studie des IFO-Instituts fasst es so zusammen: „Relative Gewinner sind demnach Beschäftigte mit niedrigen und hohen Qualifikationsniveaus, wohingegen Beschäftigte mit mittleren Qualifikationsniveaus in weniger anpassungsfähigen und Routine lästigen Berufen zu den anderen Berufsfeldern am Arbeitsmarkt verlieren“. Auf der anderen Seite werden durch die neuen Technologien viele neue Stellen entstehen. Nach einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung (1) könnten viele Arbeitsplätze in Folge der Digitalisierung wegfallen, aber gleichzeitig viel mehr neue Positionen in neuen Berufsbilder gesucht werden. Wie lassen sich diese Entwicklungen hin zu „New Work“ durch Betriebsrat und Personalrat aktiv mitgestalten?

Wie verändert VR und Ar unsere Arbeit?

Wie verändert VR und AR unsere Arbeit?

Was bedeutet New Work in der heutigen Arbeitswelt?

New Work bezeichnet den sich im Rahmen der Digitalisierung und der globalen Veränderungen vollziehenden Wandel in der Arbeitswelt. Die Entwicklung weg von weisungsgebundenen Mitarbeiter:innen, die ihre berufliche Tätigkeit nach strikten Vorgaben vollziehen, hin zu flexiblen Ansätzen, die Arbeitnehmer:innen mehr Entscheidungsmöglichkeiten, Flexibilität und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten bieten. In diesen Zusammenhang fallen Begriffe wie „agiles Arbeiten, mobiles Arbeiten oder Desk Sharing“ und ganz neue Arbeitsformen, wie beispielsweise dem „Crowdworking“. New Work setzt auf die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden, die heute immer mehr auch in unternehmerische Entscheidungen mit einbezogen werden möchten. Bei der Wahl des Arbeitsgebers verlieren klassische Entscheidungskriterien wie Gehalt und Arbeitszeit gegenüber flachen Hierarchien, Familienfreundlichkeit und persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten zunehmend an Bedeutung.

Betriebsräte und Personalräte brauchen gute Argumente

Weiterbildendes Zertifikatsstudium zu New Work und der digitalen Transformation für Betriebsräte und Personalräte

Weiterbildendes Zertifikatsstudium zu New Work und der digitalen Transformation für Betriebsräte und Personalräte

Damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den Vorteilen von zeit- und ortsunabhängigem und vielleicht sogar länderübergreifendem Arbeiten profitieren können, muss die Geschäftsleitung überzeugt werden. Dafür braucht es Betriebsräte und Personalräte mit gute Argumenten. Es ist wichtig, dass die Interessensvertreter:innen diese Prozesse im Unternehmen von Anfang an begleiten und ihr Mitbestimmungsrecht nutzen. Denn digitale Tools für die Online-Zusammenarbeit verändern die Arbeit: Themen wie Arbeitszeitgestaltung, technische Kontrolleinrichtungen, Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsmaßnahmen sowie die Ausgestaltung der mobilen Arbeit sind klare Betriebsratsthemen.

In unseren weiterbildenden Zertifikatskursen diskutieren Betriebsrät:innen und Personalrät:innen mit Expert:innen und Wissenschaftler:innen ihre individuellen Lösungsansätze und profitieren von den Best-Practise-Ansätzen der anderen Teilnehmenden. Die neue Arbeitswelt stellt zudem neben der fachlichen Expertise auch Anforderungen an überfachliche Kompetenzen, z. B. den Bereich der Kommunikation, des konzeptionellen Denkens und Arbeitens sowie die neuen Herausforderungen bei der Gestaltung von Arbeit und Beschäftigung. Die Teilnehmenden werden für die stetigen Veränderungen in der Arbeit der Interessenvertretung und die daraus resultierenden Anforderungen an ihre Rolle und Tätigkeit sensibilisiert. Als Teilnehmer:in erfahren Sie, was New Work und digitale Transformation bedeuten und welche Qualifizierungsanforderungen diese neue Arbeitswelt auch an Sie selbst stellen.

Zertifikatskurs MBAK-01
„Innovative Mitbestimmung in Zeiten von New Work“

Die neue Arbeitswelt hat durch Corona und die Digitalisierung eine Beschleunigung erfahren. Nun kommt kein Betrieb mehr an dem Thema vorbei und muss sich mit der Gestaltung einer Arbeitswelt der Zukunft auseinandersetzen. Am 06. März 2023 startet unser Weiterbildendes Studium (2), das die Akademie gemeinsam mit dem DGB-Bildungswerk NRW konzipiert hat. Darin werden Praktiker:innen und Forscher:innen der RUB wichtige Erkenntnisse und Kompetenzen vermitteln, mit denen Betriebs- und Personalrät:innen ihre Betriebe aktiv mitgestalten können. Unser wissenschaftlicher Leiter, Prof. Dr. Manfred Wannöffel erklärt in diesem Video, was die Teilnehmenden erwarten dürfen.

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Zertifikatskurs MBAK-02
„Betriebliche Interessensvertretung in der digitale Transformation“

Die digitale Transformation schreitet in den Betrieben voran. Neue Prozesse und neue Produkte verändern die Bedingungen, unter denen Beschäftigte arbeiten elementar. Betriebsräte werden vor neue Herausforderungen gestellt. Um die neue Arbeitswelt mitzugestalten und zu dirigieren, bedarf es einer ganzheitlichen Betrachtung. Dass die digitale Transformation und somit die Digitalisierung unsere Arbeitswelt unseren Arbeitsalltag auf den Kopf stellt, muss aber gar nicht schlecht sein. Diese Weiterbildung macht die Teilnehmenden fit für eine positiven Mitgestaltung der eigenen digitalen Arbeitswelt von morgen.

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(1) Rüb, Stefan; Carls, Kristin; Kuhlmann, Martin; Vogel, Berthold; Winter, Svetlana: Digitalisierungskonflikte, Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf, ISBN: 978-3-86593-381-2, 148 Seiten

(2) Ein ‚Weiterbildendes Studium‘ ist ein berufsbegleitendes Studienangebot mit Zertifikatsabschluss gemäß § 62, Abs. 1 Hochschulgesetz NRW. Sie erhalten eine Weiterbildung auf wissenschaftlichem Niveau und erwerben dabei vollwertige ECTS-Punkte. Damit besitzen Sie mit dem erfolgreichen Abschluss auch ohne späteres Studium ein Zertifikat einer universitären Einrichtung.

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Berufsbegleitend Studieren? So geht’s!

Sich akademisch weiterbilden und sein eigenes Leben führen: Das ist mit berufsbegleitendem Studieren möglich.

Wer direkt nach dem Abitur oder Bachelor ins Berufsleben gestartet ist und die ersten Berufsjahre bereits hinter sich hat, kann sich kaum vorstellen, noch einmal ein bescheidenes Studierendenleben zu führen. Schließlich haben sich die meisten längst an einen bestimmten Lebensstandard gewöhnt. Ein zusätzliches berufsbegleitendes Studium ist so konzipiert, dass Sie Ihre Karriere nicht abbrechen müssen. Alle Kurse sind mit den regulären Arbeitszeiten kompatibel.

Was heißt berufsbegleitender Master?

Ein berufsbegleitendes Master-Studium ermöglicht Ihnen, einen Master-Studiengang zu belegen, während Sie Ihren Beruf weiter ausüben. Die Studiengänge richten sich meist explizit an Personen, die sich berufsbegleitend akademisch weiterbilden möchten. Im Gegensatz zum Fernstudium werden Sie allerdings im Präsenzunterricht fortgebildet: Gemeinsam mit Kommiliton:innen hören Sie Ihren Dozierenden auch bei Präsenzseminaren zu. Während Teilzeitstudierende während des Semesters an weniger regulären Lehrveranstaltungen teilnehmen, können in diesen Studiengängen auch zusätzliche Kurse separat am Wochenende oder abends besucht werden.

Neben regulären Masterstudiengängen bieten viele Hochschulen und Universitäten auch berufsbegleitende Studiengänge an. Bei der Wahl müssen Sie darauf achten, dass die Hochschule öffentlich und der Studiengang akkreditiert ist – nur dann können Sie sicher sein, dass die Qualität geprüft und der Abschluss anerkannt wird (unter akkreditierungsrat.de gibt es eine Datenbank mit allen akkreditierten Kursen).

Eine besondere Form der beruflichen Zusatzausbildung sind postgraduale Studiengänge, die sich ausschließlich an Personen mit Hochschulbildung und qualifizierter beruflicher oder technischer Qualifikation richten. Solche Programme gibt es vor allem in der Medizin und Zahnmedizin. Sie werden in der Regel in Kooperation mit zuständigen Ärzt:innen- und Zahnärzt:innenkammern bzw. einschlägigen Berufsverbänden staatlich anerkannter und akkreditierter Universitäten und internationalen Hochschulnetzwerken angeboten und abgeschlossen.

Auch die Akademie bietet einen solchen Studiengang an den Stem Cell Medicine Master, der sich mit dem innovativen Feld der regenerativen Medizin befasst. Postgraduale Masterstudiengänge unterliegen nicht dem Bologna-Prozess, sondern werden nach den Vorgaben des Brügge-Kopenhagen-Prozesses der EU-Kommission durchgeführt.

Was bringt ein berufsbegleitender Master?

Berufsbegleitend lernen, neue Expertise sammeln, das eigene Netzwerk erweitern und Wissen direkt von der Theorie in die Berufspraxis transferieren. Das sind nur einige Vorteile eines berufsbegleitenden Masterstudiums. Aber auch nicht berufsbezogene Masterprogramme bieten Ihnen neue Karrierechancen und die Möglichkeit auf deutliche Gehaltssteigerungen. Es lohnt sich also in vieler Hinsicht für Sie.

Ideal für Menschen mit akademischem Hintergrund und Berufserfahrung, die den nächsten Karriereschritt anstreben: Master-Studiengänge verbinden einen hohen Lehranspruch mit einzigartigem Praxiswert. Und das zahlt sich aus. Sie erhalten einen Vorsprung für Ihren Traumjob: Teamarbeit, Sozialkompetenzkurse und Einzelcoachings erhöhen die Qualifikation für Führungspositionen. Sie erhalten branchenspezifisches Wissen von praxiserfahrenen Wissenschaftler:innen und Expert:innen.

Durch den modularen Aufbau des Studiums ist das Masterstudium optimal auf die Bedürfnisse von Young Professionals abgestimmt und ermöglicht Ihnen die Vereinbarkeit von Beruf und Studium. Auch bei der Jobsuche ist ein berufsbegleitender Master kein Nachteil. Ganz im Gegenteil, laut einer Umfrage des Forsa-Instituts schätzen Personalverantwortliche besonders die Motivation und Beständigkeit von berufsbegleitenden Studierenden.

Sie haben Ihren Bachelor bereits abgeschlossen und möchten Ihre Karriere ausbauen? Sie fragen sich, ob Sie für einen guten Job einen Master-Abschluss brauchen? Die Debatte darüber, wie viel ein Bachelorstudium und wie viel ein Masterstudium wert sind, lässt sich nicht pauschal beantworten. Unternehmen haben unterschiedliche Anforderungen an Bewerber:innen in verschiedenen Fachbereichen. In weltweit agierenden Unternehmen benötigen Personal- und Wirtschaftsverantwortliche nicht nur fachliches Wissen, sondern auch Führungs- und Praxiskompetenz. So sind Methodenkompetenz, Führung sowie Krisen- und Konfliktmanagement integraler Bestandteil des Masterstudiums.

Mit dem Titel Master of Arts fast 100.000€ jährlich verdienen

Nach einem berufsbegleitenden Studium variiert das Gehalt stark je nach Branche. Aufgrund der vielfältigen Tätigkeiten, denen man nach dem Master of Arts nachgehen kann, ist es schwierig, eine pauschale Aussage über die Gehaltsvorstellungen zu treffen. Allgemein können Sie nach Ihrem Masterabschluss aber zwischen 5.000 und 6.000 Euro pro Jahr mehr verdienen. Nach drei Berufsjahren verdienen die meisten Masterabsolvent:innen durchschnittlich fast 100.000 Euro pro Jahr. Dies entspricht einer Steigerung von 50 % gegenüber dem Einstiegsgehalt. Dementsprechend sind die Aufstiegschancen mit Master deutlich höher als mit Bachelor.

Zusätzlich erhalten Sie nach ihrem Abschluss die Möglichkeit, sich auf eine Promotionsstelle zu bewerben. In Unternehmen ist der Titel keine zwingende Voraussetzung, mancherorts wird er aber gerne gesehen. Große Beratungsunternehmen bieten oft Managementpositionen für promovierte Ökonomen an; in den Kommunikationsabteilungen großer Technologiekonzerne kann eine Promotion in Sozialwissenschaften eine fehlende Ingenieur:innenausbildung kompensieren.

Was kann ich berufsbegleitend studieren?

Wenn Sie ein zusätzliches Studium beginnen möchten, haben Sie möglicherweise bereits eine genauere Vorstellung davon, was Sie studieren möchten. Die mit Abstand größte Auswahl an berufsbegleitenden Masterstudiengängen gibt es in den Bereichen Informatik und Informationstechnik, Wirtschaft und Management sowie Ingenieurwissenschaften und Technik. Darüber hinaus werden Fernmasterstudiengänge aber auch in den Gesellschafts-, Sozial- und Naturwissenschaften angeboten.

Wenig Möglichkeiten gibt es allerdings in den Bereichen Agrar- und Forstwissenschaften oder in der öffentlichen Verwaltung. Letzteres bietet die Akademie in Kooperation mit der Ruhr-Universität in Form des berufsbegleitenden Masterstudiums Digitales Verwaltungsmanagement an.

Das Angebot an Masterstudiengängen ist somit sehr vielfältig, da neben allgemeineren Fächern wie Betriebswirtschaftslehre auch Studiengänge angeboten werden, die auf die Bedürfnisse von Berufstätigen zugeschnitten sind. Je nach Berufs- und Karriereziel können beispielsweise Absolvent:innen des Bachelorstudiums Wirtschaftspsychologie zwischen Human Resources and Talent Management, Public Administration, Change Management and Decision Making, Business Psychologie, Leadership and Management und vielen weiteren Masterstudiengängen wählen.

Welche Zugangsvoraussetzungen hat ein berufsbegleitender Master?

Wenn Sie einen berufsbegleitenden Master studieren wollen, müssen Sie wie ein:e Vollzeitstudierende:r bestimmte formale Voraussetzungen erfüllen. Meist brauchen Sie ein abgeschlossenes erstes Hochschulstudium, heute ist es oft ein Bachelor-Abschluss.
Viele Masterstudiengänge haben unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen. Unter anderem wird zwischen sequenziellen, nicht-sequenziellen und kontinuierlichen Masterstudiengängen unterschieden.

Konsekutiver Master: Ein weiterführender Master schließt in der Regel unmittelbar an einen zuvor erworbenen Bachelor an und baut ihn thematisch weiter aus. Ziel des konsekutiven Masterstudiums ist es, die im Bachelorstudium erworbenen Kenntnisse zu vertiefen und die fachlichen Kenntnisse der Studierenden zu erweitern. Voraussetzung für die Zulassung zu einem konsekutiven Masterstudium ist ein fachgleicher oder fachverwandter Bachelorabschluss.

Inkonsistenter Master: Für den inkonsistenten Master spielt das Fach des Erststudiums eine untergeordnete Rolle. Das ist besonders interessant für Berufswechsler:innen, die in einem neuen Bereich arbeiten oder sich beruflich verändern wollen.

Weiterführendes Masterstudium: Ein weiterführendes Masterstudium folgt in der Regel aus der eigenen Berufserfahrung, ist also auch Voraussetzung für die Zulassung zu dieser Form des Masterstudiums.

Sie haben keinen ersten Studienabschluss, möchten sich aber trotzdem in einem berufsbegleitenden Masterstudium weiterbilden? Die jeweiligen Anforderungen für ein Masterstudium in außerberuflichen Tätigkeiten werden von den Hochschulen festgelegt und können daher variieren. Wir haben jedoch einige allgemeine Zugangskriterien für Sie aufgelistet:

  • Die erste Hochschulausbildung (Bachelor oder Diplom). Alternativ: abgeschlossene Berufsausbildung und mehrjährige Berufserfahrung.
  • Je nach Studienfach sind gute Englischkenntnisse erforderlich.
  • An manchen Fernuniversitäten kann es je nach Studienrichtung auch eine Eignungsprüfung geben.
  • Manchmal ist ein bestimmter Numerus clausus erforderlich.
    Zum Teil erste praktische Erfahrungen im angestrebten Berufsfeld.

Wie viel kostet ein berufsbegleitendes Studium?

Die Kosten für einen berufsbegleitenden Masterstudiengang können stark variieren. Einen zusätzlichen berufsqualifizierenden Abschluss gibt es im Fernstudium ab rund 8.000 Euro. Dort müssen Sie den Lernstoff vollständig im Selbststudium, also allein erarbeiten. Dafür benötigen Sie Disziplin und auch häufig viel Zeit. Bei renommierten Anbieter:innen und je nach Fachgebiet kann der angestrebte Masterabschluss mehr kosten. Im Allgemeinen sind berufsbegleitende Fernstudiengänge etwas günstiger als Vollzeitstudiengänge.

Ihr berufsbegleitendes Masterstudium soll allerdings nicht an der Finanzierung scheitern. Möglichkeiten, Kosten zu sparen oder einen Zuschuss zu erhalten, gibt es zuhauf – man muss sie nur kennen.

Rabatte: Beachten Sie die Rabattzeiträume: In vielen Hochschulen können Sie über 1.000 Euro sparen, wenn Sie sich in diesen Zeiträumen immatrikulieren!

Arbeitgeber:innen: Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem:Ihrer Arbeitgeber:in, wenn Sie berufsbegleitend einen Masterabschluss anstreben. Vielleicht übernimmt das Unternehmen einen Teil der Kosten oder finanziert Ihre Ausbildung sogar komplett. Allerdings ist dies oft an Bedingungen geknüpft – zum Beispiel verpflichtet man sich, nach dem Abschluss mehrere Jahre im Unternehmen zu bleiben.

Zuschüsse: Bewerben Sie sich doch einfach für ein Stipendium! Stipendien sind nicht nur für Begabte oder Bedürftige. Es gibt so viele verschiedene Stipendien, dass jeder eine Chance hat. Wussten Sie, dass etwa 41 % aller Stipendienanträge bewilligt werden? (Tipp: Eine kostenlose Online-Stipendiensuche verschafft Ihnen in wenigen Minuten einen Überblick über die für Sie passenden Stipendiengeber:innen.)

Kredit: Die letzte Finanzierungsmöglichkeit ist ein Darlehen.

Auch weitere Ausgaben sollten Sie auf jeden Fall einplanen. Dazu gehören zum Beispiel zusätzliche Gebühren, Reisekosten oder Schulungsunterlagen. Oder eine Verlängerung der Studienzeit, wenn Sie in den vorgesehenen Semestern nicht die Zeit haben, alles wie geplant zu erledigen. Fast alle Ausgaben sind steuerfrei. Das hilft natürlich nicht direkt in dem Moment, in dem Sie die Studiengebühr überweisen müssen, aber es reduziert die Kosten für das Studium bis zu der Hälfte.

„Von nichts kommt nichts“

Dieser Satz mag banal erscheinen, trifft aber umso mehr auf das berufsbegleitende Studieren zu. Teilzeistudieren kostet Zeit und geistige Anstrengung. Daher müssen Sie viel Selbstdisziplin, Eigeninitiative und Durchhaltevermögen zeigen, um ein berufsbegleitendes Masterstudium erfolgreich zu absolvieren. Insbesondere Personen mit familiären Verpflichtungen (z. B. mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen) sollten vor Beginn des Studiums sorgfältig prüfen, ob sie die Anforderungen einer Nebentätigkeit erfüllen können.

In Deutschland gibt es Tausende von Bachelor- und Masterstudiengängen, die Sie berufsbegleitend studieren können. Besonders verbreitet sind berufsbegleitende Studiengänge in Ingenieur-, Wirtschafts-, Gesundheits-, Natur- und Sozialwissenschaften.

In jedem Fall ist ein berufsbegleitendes Masterstudium eine gute Investition, die sich beruflich auszahlt! Im Rahmen des Masterstudiums setzen Sie sich intensiv mit berufsbezogenen Fragestellungen auseinander und können Ihr neu erworbenes Know-how in das Unternehmen einbringen. Darüber hinaus ermöglicht Ihnen ein Master-Abschluss die Übernahme einer verantwortungsvollen oder leitenden Position. Das macht sich natürlich auch beim Gehalt bemerkbar: Master-Absolvent:innen verdienen im Schnitt 5.500 Euro mehr pro Jahr als Bachelor-Absolvent:innen

Sie haben Interesse an einem berufsbegleitenden Studium? Hier erhalten Sie eine Übersicht über die von uns angebotenen Masterstudiengänge!

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