Selbstmanagement Zeitmanagement als Zertifikatskurs für Führungskraft
Selbstmanagement ist die Grundlage für erfolgreiches Management
Selbstmanagement und Zeitmanagement Methoden erlernen für für erfolgreiche Führungskräfte
unsere Weiterbildung zum Zeitmanagement Selbstmanagement für erfolgreiche Führungskräfte
Selbstmanagement
Erfolgereiche Führungskräfte beherrschen das Selbstmanagement
Diese Weiterbildung verbessert Ihr Selbstmanagement und Zeitmanagement indem Sie erfolgreiche Methoden lernen, anwenden und reflektieren können.
Selbstmanagement und Zeitmanagement ist die Grundlage damit Sie langfristig Erfolgreich sind im Management und als Führungskraft
Diese Weiterbildung verbessert Ihr Selbstmanagement und Zeitmanagement indem Sie erfolgreiche Methoden lernen, anwenden und reflektieren können.
Anwendungsorientierte Weiterbildung damit Sie Ihr Zeitmanagement und Selbstmanagement professionalisieren.
Selbstmanagement und gutes Zeitmanagement ist wichtig, damit Sie mehr Zeit für die wichtigen Dinge
Erfolgreiche Führungskräfte beherrschen das Selbstmanagement
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Selbstmanagement, die Kernkompetenz für Führungskräfte

Fast 60 % der Führungskräfte fühlen sich der Studie, dem Global Leadership Forecast (2021) am Ende des Arbeitstages ausgelaugt und erschöpft — das ist den Experten zufolge ein starkes Burnout-Indiz. Knapp 44 % dieser Führungskräfte denken außerdem darüber nach, aus Karrieregründen den Arbeitgeber zu wechseln.
Verlieren Sie nicht Ihre Leistungsträger!

Wirksamkeit von Selbstmanagement

Das moderne Selbstmanagement hat seinen Beginn Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts. Zu dieser Zeit führte der Psychologe Walter Mischel im Kindergarten der Universität Stanford eine Reihe von Experimenten durch, die später unter dem Namen Marshmallow-Experimente berühmt wurden (Video). Diese Beobachtung stellt den Beginn der wissenschaftlichen Untersuchung zu den erfolgreichen Methoden des Selbstmanagements dar.

Das Marshmallow-Experiment

Walter Mischel stellte die vier- bis fünfjährigen Kinder vor eine extrem schwierige Entscheidungsaufgabe: Sie konnten einen Marshmallow sofort aufessen oder eine bestimmte Zeit warten, um einen zweiten zusätzlich zu bekommen. Einige Kinder konnten der Versuchung des ersten Marshmallows widerstehen, andere nicht. Was zunächst nicht sehr bedeutsam erschien, zog einige Jahrzehnte später jedoch unerwartet deutliche Konsequenzen nach sich. Wie Walter Mischel selbst oder andere Psychologen wie Terrie Moffitt und Kollegen später zeigen konnten, hatten die Kinder, die warten konnten und die, die das nicht konnten, sehr unterschiedliche Lebensläufe. Die Kinder, die schon im Vorschulalter der Verlockung des Augenblicks wiederstehen konnten, waren Jahrzehnte später im Beruf erfolgreicher, hatten stabilere Beziehungen und waren weniger von Gewichts-, Drogen- oder Kriminalitätsproblemen betroffen (Literatur).

Eine Erweiterung der eigenen Kompetenzen im Selbstmanagement führen, so die eindeutigen Forschungsergebnisse, zu mehr Erfolg als härtere Arbeit oder größere Intelligenz.

Das „Erfolgsrezept“ für ein erfolgreiches Selbstmanagement

Marina Milyavskaya, Professorin für Psychologie an der Carleton University im kanadischen Ottawa und ihre Kollegen können hier wirksame Unterstützung bieten. In einer aktuellen Forschungsarbeit aus dem Jahr 2020 konnten sie zeigen, welche Denk- und Verhaltensstrategien funktionieren, um der Versuchung zu wiederstehen und welche eben auch nicht. Vielfach bevorzugt man im Alltag jedoch gerade die Strategien, die nicht funktionieren. Die Millionen gescheiterter Diäten, Rauchentwöhnungen und nicht eingehaltener Fitnessprogramme sind aber eben kein Beweis für menschliche Unfähigkeit, sie sind ein Beweis für falsche Lösungsstrategien. Dies zeigen auch die Arbeiten von Kathrine Milkman von der University of Pennsylvania und Kollegen oder die von Kimberly Lakes und William Hoyt, um nur wenige zu nennen.

Zentraler Befund: Kombinierter Einsatz mehrerer Verhaltensstrategien ist besonders erfolgversprechend.

Nein, es sind zwei Gehirne! Ob Psychologinnen wie Janet Metcalfe oder Wirtschafsnobelpreisträger Daniel Kahneman: Inzwischen besteht weitgehende Einigkeit darüber, dass das menschliche Gehirn zwei Entscheidungssysteme benutzt, ein intuitives, emotionales, welches „schnell und heiß“ agiert und ein rationales, kühl kalkulierendes. In den letzten Jahren konnte die bildgebende Hirnforschung immer mehr Belege dafür sammeln, dass in unseren Köpfen tatsächlich unterschiedliche Systeme agieren, die in durchaus ernste Konflikte geraten können. Was die Forschung dabei aber eindeutig zeigen konnte: Der kühle Denker, der sein heißes System mit der Macht seines Willens auf Dauer in die Knie zwingen will, scheitert. Erstaunlicherweise und gegen jede Intuition setzen die wirklich erfolgreichen Selbstkontrolleure etwa nicht mehr, sondern weniger Willenskraft ein, um das heiße Biest in ihrem Kopf im Zaum zu halten. Sie organisieren ihre Tages- und Arbeitsabläufe intelligenter, nehmen Rücksicht auf das, was sie von ihren Köpfen und Körpern verlangen können und was nicht.

Kurz: Erfolg beruht auf realisierbaren Erwartungen an sich selbst.

Unser Weiterbildungskonzept „Selbstmanagement für junge Führungskräfte“

Im Zertifikatskurs „Selbstmanagement für junge Führungskräfte“ lernen Sie zentrale Konzepte des Selbstmanagements kennen. Hierbei gehen wir in jeweils drei Schritten vor. Zunächst lernen Sie die Grundlagen des jeweiligen Konzepts kennen, darauf aufbauend diskutieren wir die aktuellsten Forschungsergebnisse. Dann kommt natürlich das Wichtigste: Sie lernen persönliche Umsetzungsstrategien kennen, die Sie bei Ihren Plänen unterstützen können. Wir wollen Ihnen Wege zeigen, wie Sie nicht nur – wie bei Walter Mischel – einen zweiten Marshmallow für Ihre Anstrengungen bekommen, sondern 3, 4 oder…?

Unser Versprechen an Sie: Nur Strategien, die bereits wissenschaftlich belegte Erfolge nachweisen konnten, schaffen es in unser Programm.

Im Kurs erarbeiten wir dabei vor allem solche Bereiche des Selbstmanagements, die Sie nicht nur für sich selbst nutzen können, sondern die Sie auch in der Mitarbeiterführung einsetzen können. Er bietet damit Selbstmanagement- und Managementkompetenz. Wie Sie allerdings das „jung“ im Titel „Selbstmanagement für junge Führungskräfte“ interpretieren, ist ganz Ihnen überlassen.

Das Fortbildungskonzept zum Selbstmanagement für junge Führungskräfte

In unserem Zertifikatskurs Selbst!Management für junge Führungskräfte sollen Techniken des effektiven Umgangs mit sich selbst, dem eigenen Umfeld und der Führungsaufgabe vermittelt werden. Das zentrale Erkenntnisziel des Seminars besteht darin, unbewusste Prozesse des Denkens und Fühlens aufzudecken und zu klären, wie diese Prozesse das eigene Handeln bestimmen. Das zentrale Handlungsziel des Seminars besteht hingegen darin, konstruktive Techniken des Denkens und Handelns kennenzulernen und zu erproben. Demzufolge werden ausschließlich Kenntnisse vermittelt, die auf aktuellen Forschungsergebnissen aus der Verhaltensökonomik, der Psychologie und der Gehirnforschung beruhen. Neben dem, was das Seminar leisten soll, ist hier aber auch anzumerken, was es nicht leisten will: Unter dem Titel des „Selbstmanagements“ werden häufig Seminare zum Zeitmanagement angeboten. Das Zeitmanagement ist nicht Teil dieses Seminars.

Seminarteil I: Das „Ich“ und sein Verhalten

Die Forschung in diesem Bereich zeigt, dass sich die Bilder, die sich Menschen von sich selbst machen, von Person zu Person deutlich unterscheiden können. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass diese unterschiedlichen Selbstbilder auch zu deutlich unterschiedlichen Verhaltensweisen in identischen Situationen führen. In der Forschung finden sich vor allem Ansätze mit jeweils zwei unterschiedlichen „Prototypen“ von Selbstbildern, wobei Prototyp I eher zu weniger konstruktiven Verhaltensweisen neigt und sich Herausforderungen eher entzieht, während Prototyp II konstruktiv agiert und Herausforderungen sucht. In der Praxis zeigt sich, dass die beiden Prototypen kaum in ihren Reinformen vorkommen, sondern sich in den meisten Menschen beide Prototypen in unterschiedlichen Anteilen wiederfinden. Auch können die unterschiedlichen Selbstbilder in ein und derselben Personen situationsabhängig zu Tage treten.

Das Selbstbild

Im ersten Seminarteil wird der Frage nachgegangen, wie Menschen sich selbst begreifen, d.h. welche Bilder sie sich von sich selbst machen und welche Auswirkungen diese Bilder auf ihr Verhalten, ihren Erfolg und ihr Lebensglück haben.

Des Weiteren erarbeiten Sie auch folgende Themenfelder im ersten Teil:

  • Selbstbilder
  • Wahrnehmung von Intelligenz sowie Talent und Lernfähigkeit
  • Methoden zur Veränderung der Selbstwahrnehmung

Seminarteil II: Gehirn, Verhaltensmuster und Willenskraft

Der Zertifikatskurs Selbstmanagement umfasst auch die Aspekte der Willenskraft

Die Willenskraft

Im zweiten Seminarteil beleuchten wir zunächst die duale Funktionsweise des menschlichen Gehirns. In den dualen Erklärungsansätzen wird davor ausgegangen, dass Menschen zwei unterschiedliche Entscheidungssysteme nutzen. Hierzu gibt es eine Reihe von verschiedenen, aber letztlich sehr ähnlichen Erklärungsansätzen. Diese gehen davon aus, dass es im Gehirn ein schnelles, impulsives und intuitives Entscheidungssystem gibt, welches auch als „heißes“ System bezeichnet wird. Entscheidungen dieses Systems werden eher in den inneren, evolutorisch betrachtet damit auch älteren Gehirnregionen getroffen. Dem steht das langsame, kalkulierende Entscheidungssystem gegenüber, welches auch als das „kühle“ System bezeichnet wird, welches eher in den äußeren, evolutorisch jüngeren Hirnregionen angesiedelt ist und welches umgangssprachlich mit den „grauen Zellen“ bezeichnet wird. Verkürzt dargestellt könnte man auch vom emotionalen und vom rationalen Entscheidungssystem sprechen.

Sie erarbeiten im zweiten Teil des weiteren folgende Themenfelder:

  • Denk- und Verhaltensmuster
  • Willenskraft
  • Emotion und Verhalten

Seminarteil III: Gewohnheiten und Komplexitätsreduktion

Die Weiterbildung zur Komplexitätsreduktion und Selbstmanagement

Komplexitätsreduktion

Im dritten Seminarteil diskutieren Sie vor allem Techniken der effektiven Vereinfachung von Entscheidungssituationen. Modernes Leben ist durch eine enorme Vielzahl von Entscheidungsmöglichkeiten, hohe Anforderungen und steigenden Zeitdruck gekennzeichnet. Die Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns ist hingegen begrenzt. Um Komplexität dennoch beherrschbar zu halten, können Sie lernen ganz unterschiedliche Verhaltenstechniken einsetzen. Hierbei spielen vor allem Gewohnheiten eine überragend wichtige Rolle. Gewohnheiten sind automatisierte Verhaltensabläufe, welche mit vergleichsweise geringen intellektuellen Anforderungen menschliches Verhalten steuern. Gewohnheiten entwickeln sich in der Regel unbewusst, sie können aber mit einer Reihe erprobter Techniken auch bewusst und zielgerichtet lernen diese zu prägen. Diese Techniken vermitteln wie Ihnen im Seminarteil III.

Sie erarbeiten im dritten Teil folgende Themenfelder:

  • Gewohnheiten
  • Komplexitätsreduktion
  • Fokusierung und Unterbrechung

Inhaltlich beschließt das Seminar mit einer Betrachtung der „Fokussierung auf das Wesentliche“ als Lebensgestaltungsansatz. Unter dem Motto „Wenn Sie nicht JA! sagen können zu dem was Sie tun, wird Ihr Leben das, wozu Sie hätten Nein! sagen sollen“ erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer grundlegende Reaktionsmuster auf unterschiedliche äußere Anforderungen.

Der Zertifikatskurs “Selbstmanagement für junge Führungskräfte”

Seminarteil I: Selbst!management – Das „Ich“ und sein Verhalten

Im ersten Seminarteil wird der Frage nachgegangen, wie Menschen sich selbst begreifen, d.h. welche Bilder sie sich von sich selbst machen und welche Auswirkungen diese Bilder auf ihr Verhalten, ihren Erfolg und ihr Lebensglück haben.

Selbstbilder

Die Forschung in diesem Bereich zeigt, dass sich die Bilder, die sich Menschen von sich selbst machen, von Person zu Person deutlich unterscheiden können. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass diese unterschiedlichen Selbstbilder auch zu deutlich unterschiedlichen Verhaltensweisen in identischen Situationen führen. In der Forschung finden sich vor allem Ansätze mit jeweils zwei unterschiedlichen „Prototypen“ von Selbstbildern, wobei Prototyp I eher zu weniger konstruktiven Verhaltensweisen neigt und sich Herausforderungen eher entzieht, während Prototyp II konstruktiv agiert und Herausforderungen sucht. In der Praxis zeigt sich, dass die beiden Prototypen kaum in ihren Reinformen vorkommen, sondern sich in den meisten Menschen beide Prototypen in unterschiedlichen Anteilen wiederfinden. Auch können die unterschiedlichen Selbstbilder in ein und derselben Personen situationsabhängig zu Tage treten.

Wahrnehmung von Intelligenz sowie Talent und Lernfähigkeit

Im Seminar stellen wir beide Prototypen vor. Wir arbeiten gemeinsam heraus, in welchen Bereichen der Wahrnehmung von Intelligenz, Talent und Lernfähigkeit sich die Prototypen unterscheiden und wie sich diese Unterschiede auf konkrete Denk- und Verhaltensmuster auswirken. Im Seminar erarbeiten Sie Methoden, mit denen die konstruktiven Denk- und Verhaltensmuster gefördert werden. Des Weiteren wenden Sie die Methoden auf verschiedene Kontexte des Selbst- und des Fremdmanagements an.

Methoden zur Veränderung der Selbstwahrnehmung

Das Hauptziel des ersten Seminarteils liegt in der Erarbeitung von Methoden zur Veränderung der Selbstwahrnehmung hin zu einem konstruktiveren, positiveren und gelasseneren Selbstbild. Es sollen zudem Techniken erarbeitet werden, mit denen Veränderungen von Selbstbildern auch in Managementaufgaben konstruktiv eingesetzt werden können.

Seminarteil II: Gehirn, Verhaltensmuster und Willenskraft

Im zweiten Seminarteil wird zunächst die duale Funktionsweise des menschlichen Gehirns beleuchtet. In den dualen Erklärungsansätzen wird davor ausgegangen, dass Menschen zwei unterschiedliche Entscheidungssysteme nutzen. Hierzu gibt es eine Reihe von verschiedenen, aber letztlich sehr ähnlichen Erklärungsansätzen. Diese gehen davon aus, dass es im Gehirn ein schnelles, impulsives und intuitives Entscheidungssystem gibt, welches auch als „heißes“ System bezeichnet wird. Entscheidungen dieses Systems werden eher in den inneren, evolutorisch betrachtet damit auch älteren Gehirnregionen getroffen. Dem steht das langsame, kalkulierende Entscheidungssystem gegenüber, welches auch als das „kühle“ System bezeichnet wird, welches eher in den äußeren, evolutorisch jüngeren Hirnregionen angesiedelt ist und welches umgangssprachlich mit den „grauen Zellen“ bezeichnet wird. Verkürzt dargestellt könnte man auch vom emotionalen und vom rationalen Entscheidungssystem sprechen.

Denk- und Verhaltensmuster

Im Anschluss wird darauf eingegangen, welche unbewussten Denk- und Verhaltensmuster sich in der Menschheitsgeschichte herausgebildet haben und wie diese bis heute menschliches Verhalten prägen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf solche Muster gelegt, die nicht mehr zu den aktuellen Bedingungen eines modernen Lebens passen. Es werden für wichtige, ausgeprägte Fehldispositionen Korrekturverfahren erarbeitet, mit denen nicht mehr passende Entscheidungen korrigiert werden können.

Willenskraft

Danach wird auf den gezielten Einsatz von Willenskraft eingegangen. Die empirische Forschung zeigt, dass erfolgreiche Menschen entgegen landläufiger Meinung weniger und nicht mehr Willenskraft einsetzen, um ihre Ziele zu erreichen. Dieses kontraintuitive Ergebnis erklärt sich dadurch, dass erfolgreiche Menschen ihre Willenskraftreserven besonders effektiv managen und daher mit weniger Willenskraft auskommen. Im Seminar werden Techniken des effektiven Managements der Willenskraft vorgestellt.

Emotion und Verhalten

Die gängige Vorstellung der Verhaltenssteuerung geht davon aus, dass Emotionen das Verhalten steuern. Diese Steuerungsrichtung ist zweifelsfrei belegt: Das Gefühl ist Grund und Antrieb des Verhaltens. Seit Jahren mehren sich aber die Befunde, dass die Steuerungsrichtung umgekehrt werden kann, d.h. dass das Verhalten benutzt werden kann, um die Emotionen zu beeinflussen. So ist inzwischen hinreichend belegt, dass Sport, Singen oder Lachyoga zu unmittelbaren Stimmungsverbesserungen führen. Selbst eine sehr starke Emotion wie Angst kann in vielen Fällen bereits mit einfachen Atemübungen abgekühlt werden. Es werden persönliche Techniken der Emotionssteuerung erarbeitet.

Seminarteil III: Gewohnheiten und Komplexitätsreduktion

Im dritten Seminarteil werden vor allem Techniken der effektiven Vereinfachung von Entscheidungssituationen diskutiert. Modernes Leben ist durch eine enorme Vielzahl von Entscheidungsmöglichkeiten, hohe Anforderungen und steigenden Zeitdruck gekennzeichnet. Die Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns ist hingegen begrenzt. Um Komplexität dennoch beherrschbar zu halten, können ganz unterschiedliche Verhaltenstechniken eingesetzt werden. Hierbei spielen vor allem Gewohnheiten eine überragend wichtige Rolle. Gewohnheiten sind automatisierte Verhaltensabläufe, welche mit vergleichsweise geringen intellektuellen Anforderungen menschliches Verhalten steuern. Gewohnheiten werden in der Regel unbewusst entwickelt, können aber mit einer Reihe erprobter Techniken auch bewusst und zielgerichtet geprägt werden. Diese Techniken werden im Seminarteil III vermittelt.

Gewohnheiten

Neben dem Einsatz von Gewohnheiten besteht eine weitere Möglichkeit der Komplexitätsreduktion darin, die eigenen Entscheidungsmöglichkeiten zu begrenzen. Während Entscheidungsmöglichkeiten allgemein zwar als positiv wahrgenommen werden, ist die Beschneidung von Entscheidungsmöglichkeiten durch eindeutige Vorfestlegungen ein probates Mittel der Entlastung. Es zeigt sich, dass Menschen, die sich „alle Alternativen offenhalten“, eher unter der Vielzahl der verfügbaren Alternativen leiden als daraus Vorteile zu ziehen. Im dritten Seminarteil werden Denk- und Verhaltensmuster vorgestellt, mit denen eine stärkere Fokussierung auf wesentliche Entscheidungen gelingen kann.

Fokussierung und Unterbrechung

Anschließend gehen wir im Seminar der Frage nach, welche Begleitmaßnahmen notwendig sind, um sich auf Wesentliches beschränken zu können. Dabei konzentrieren wir uns zunächst auf die Erarbeitung von zentralen Konzepten des Unterbrechungsmanagements. Unterbrechungen gehören zu den größten Zeit- und Produktivitätsdieben, verursachen Unfälle, Stress und hohe Kosten. Unterbrechungen effektiv handhaben zu können gehört damit zu den wichtigsten Einzeltechniken des Selbstmanagements. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiten für sich selbst „Unterbrechungsmanagementpläne“, mit denen die Störungswirkungen von Unterbrechungen effektiv reduziert werden können.

Inhaltlich beschließt das Seminar mit einer Betrachtung der „Fokussierung auf das Wesentliche“ als Lebensgestaltungsansatz. Unter dem Motto „Wenn Sie nicht JA! sagen können zu dem was Sie tun, wird Ihr Leben das, wozu Sie hätten Nein! sagen sollen“ erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer grundlegende Reaktionsmuster auf unterschiedliche äußere Anforderungen.

Prof. Dr. Stefan Winter

Prof Winter Wissenschaftlicher Leiter des ZertifikatskursesSelbstamanagement

Prof. Dr. Stefan Winter © RUB, Marquard

Ihr wissenschaftliche Leiter und Dozent für diese Weiterbildung “Selbst!management” ist Prof. Dr. Stefan Winter. Er ist Leiter vom Lehrstuhl für Human Resource Management.

Stefan Winter studierte Wirtschaftswissenschaften in Hannover, eher er zur Promotion und Habilitation nach Berlin, zunächst an die Freie Universität, später dann an die Humboldt-Universität ging. Seinen ersten Ruf erhielt er auf den Lehrstuhl für allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Personal und Organisation an der Universität Würzburg. Vor dort wechselte er im Jahr 2004 nach Bochum, wo er seither den Lehrstuhl für Human Resource Management innehat. Seine Forschungsschwerpunkte lagen in der Vergangenheit auf Anreizproblemen in Unternehmen. Neben Interessen im Bereich der Rationalitätsforschung und der Gambling Economics haben sich seine Interessen in den letzten Jahren verstärkt auf die Bereiche der Verhaltensökonomik, der positiven Psychologie und der Gehirnforschung sowie interdisziplinären Ansätzen zum Selbstmanagement konzentriert.

Die Anforderungen in Beruf und Freizeit steigen in einem Tempo, mit dem das menschliche Gehirn nicht Schritt halten kann. Unterbrechungen, Stress und Reizüberflutung sind zu ständigen Begleitern in einer globalisierten und digitalisierten Welt geworden. Immer mehr Entscheidungen müssen in immer kürzerer Zeit getroffen werden. Hier gewinnt die Fähigkeit, sich selbst effektiv zu managen und der Überforderung zu entgehen, immer größere Bedeutung. Wie kann das eigene Denken und Handeln so gesteuert werden, dass Glück keine Glückssache und Erfolg kein Zufall sind? Das Seminar Selbst!Management vermittelt wissenschaftlich fundierte Methoden, mit denen das „Ich“ auf dem Chefsessel bleibt.

Kurzvorstellung der weiteren Dozentinnen und Dozenten im Zertifikatskurs

© RUB, Marquard

Melissa Kistner

Melissa Kistner studierte Management & Economics im Bachelor und Master an der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Während des Studiums war sie unter anderem als Wissenschaftliche Hilfskraft und Tutorin am Lehrstuhl für Human Resource Management an der RUB tätig. Seit April 2021 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Lehrstuhl für Human Resource Management. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Behavioral Economics sowie Industrial und Organizational Psychology.

Deborah Maffia

Nach der abgeschlossenen Ausbildung zur Bankkauffrau studierte Deborah Maffia Management and Economics im Bachelor und Management im Master an der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Während des Studiums war sie unter anderem als Wissenschaftliche Hilfskraft und Tutorin am Lehrstuhl für Human Resource Management an der RUB tätig. Seit November 2020 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Lehrstuhl für Human Resource Management. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Behavioral Economics, Industrial und Organizational Psychology.

Robin Stetzka

Robin Stetzka hat Management & Economics im Bachelor und Management im Master an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) studiert. Während des Studiums hat er unter anderem bei der Gründung eines Start-Ups mitgewirkt und dafür das EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erhalten. Seit April 2017 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Human Resource Management. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen unter anderem Gambling Economics und Rationality Theory.

Elka Thevanesan

Elka Thevanesan studierte Management und Anglistik/Amerikanistik an der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Während des Studiums war sie als Wissenschaftliche Hilfskraft sowie als Tutorin am Lehrstuhl für Human Resource Management an der RUB tätig. Seit Juli 2018 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Human Resource Management sowie am Centrum für Entrepreneurship, Innovation und Transformation (CEIT). Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Innovation Management, Team Creativity und Goal Setting.

Zielgruppe Selbstmanagement

Der Zertifikatskurs Selbst!Management richtet sich an Führungskräfte und all diejenigen,

  • die das Thema „Erfolg“ vor allem als „Erfolg mit sich selbst und durch sich selbst“ begreifen,
  • die sich auf den neuesten Stand der Selbstmanagementforschung bringen wollen und,
  • die wissenschaftlich und praktisch bewährten Konzepte im Umgang mit sich selbst und mit den steigenden Herausforderungen und Komplexitäten der (Arbeits-)Welt erlernen und erproben wollen.

Eine Erweiterung der eigenen Kompetenzen im Selbstmanagement führen, so die eindeutigen Forschungsergebnisse, zu mehr Erfolg als härtere Arbeit oder größere Intelligenz.

Wer die heimlichen Seitenwinde des Unbewussten bei der Navigation zu berücksichtigen weiß, erreicht seine Ziele leichter, schneller und auf sichereren Pfaden. In unserem Seminar Selbst!Management erlernen und erproben Sie

  • Wege hin zu einem konstruktiveren Selbstbild,
  • Konzepte der Förderung von guten Gewohnheiten und
  • Möglichkeiten eines realisierbaren Willenskraftmanagements.
  • Auch Ihre Führungsaufgabe wird es Ihnen danken: Wer sich selbst wirklich zu führen versteht, versteht es auch, andere zu führen.

Des Weiteren haben Sie weitere Vorteile:

  • Weiterbildung an der Schnittstelle von Psychologie und Management
  • Renommierte Fakultät und Professoren mit hoher Praxiserfahrung
  • Hoher Praxisbezug durch Integration von Industriepartnern
  • Direkter Wissenstransfer durch unternehmensrelevante Fallstudien
  • Innovative Lehrmethoden

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Quickfacts

Beratung & Kontakt

Andrea de Graaff
Andrea de GraaffProgrammmanagerin
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