Wissenstransfer Weiterbildung

Der Begriff Wissenstransfer bezeichnet schlichtweg die Weitergabe von Wissen an eine oder mehrere Personen. Er wird in den unterschiedlichsten Kontexten verwendet, egal ob an der Universität oder in der Privatwirtschaft. Vor allem beim Personalwechsel wird uns seine Bedeutung bewusst. Mit jedem:r Arbeitnehmer:in, der:die ein Unternehmen verlässt, geht Wissen verloren. Um diesen Verlust möglichst gering zu halten, versuchen die Arbeitgeber:innen und Mitarbeiter:innen unterschiedliche Wege zu finden dieses Wissen zu bewahren, sodass jede:r immer darauf zurückgreifen kann. Allerdings umfasst der Begriff auch das Erlernen neuer Kompetenzen. Dabei haben sich unterschiedliche Methoden und Arten herauskristallisiert.

Methoden des Wissenstransfers

Personifizierter Wissenstransfer

Wie der Name schon sagt, findet hier der Austausch zwischen zwei Menschen statt, meist zwischen einem Profi und einem:r Anfänger:in. Die Arten des Transfers können dabei von einem lockeren Gespräch hin zu einem Workshop oder Intensivkurs reichen. Dabei werden oftmals altersgemischte Teams oder Lerntandems gebildet, um den Austausch möglichst lebendig zu gestalten. Es ist jedoch davon abhängig in welcher Branche oder welchem Betrieb man arbeitet. Für Unternehmen bieten sich ganz andere Möglichkeiten an, als für Startups. Oftmals ist für eine fortschrittliche Entwicklung auch die Wissensvermittlung durch Externe attraktiv.

Kodifizierter Wissenstransfer

Der kodifizierte Wissenstransfer bezeichnet den Austausch von Mensch und Kommunikations- bzw. Informationssystem. Hier kommen oftmals Datenbanken oder ähnliche Formate zum Einsatz. Das können simple FAQ-Auflistungen sein, ein betriebsinternes Wiki oder interaktive Softwareformate. Wichtig hierbei ist vor allem, dass solche Systeme regelmäßig aktualisiert werden, sonst verlieren Sie ihre Wirkung.

Bedeutung

Nun gut, aber wieso ist das Ganze so wichtig, Einarbeitungen und das Vermitteln von Kompetenzen sind jetzt nicht besonders innovativ. Im Zuge des demographischen Wandels gehen immer mehr kompetente Arbeitskräfte verloren. Damit Selbiges nicht mit deren reichen Wissensschatz passiert, sehen vor allem mittelständische Betriebe und Unternehmen sich vor diese Herausforderung gestellt. Wie sollen sie damit umgehen? Hierbei nimmt insbesondere der kodifizierte Wissenstransfer eine größere Rolle ein, da es weitaus effektiver ist eine systemische Lösung zu finden.

Hinzu kommen immer rasantere Entwicklungen, auf die reagiert werden muss. Das gängigste Beispiel ist hierfür die Digitalisierung. Selbst die jüngere Generation ist nicht auf jeden neuen Schritt vorbereitet – das sollte sie jedoch. Ein Mittel dafür stellt das Erlernen von Kompetenzen dar, also wie mit welcher Art von Veränderung umgegangen werden kann. Ein anderer Weg besteht darin auf das Wissen der vorherigen Generation zu schauen, sich die Frage zu stellen, wie die mit Veränderungen umgegangen sind und davon entsprechende Überlegungen oder Maßnahmen abzuleiten.

Vorteile

Dem Wissenstransfer, der diese Fähigkeit befördert, kommt damit eine zunehmend wichtigere Bedeutung zu. Daher verwundern auch nicht die vielen Vorteile, die damit einhergehen:

  • Relevantes Wissen im Unternehmen halten
    Das Wissen der Mitarbeiter:innen bleibt so weiter in der eigenen Organisation erhalten, auch wenn eine enorme Fluktuation vorhanden ist
  • Schnellere Einarbeitung neuer Mitarbeiter:innen
    Selbst zentrale Führungskräfte, bei denen Wissenslücken oftmals noch problematischer sind, werden durch solche Maßnahmen schneller mit ihrem Arbeitsumfeld und Aufgaben vertraut gemacht
  • Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis
    Durch solche Methoden sind vor allem unerfahrenere Mitarbeiter:innen vermehrt in der Lage ihr erworbenes Wissen in die Praxis münden zu lassen
  • Dynamik
    Die Mitarbeitenden sind schneller in der Lage auf neue Entwicklungen zu reagieren
  • Höhere Innovationsfähigkeit
    Die Kombination aus altem und neuen Wissen befördert die Kreativität und ermöglicht so vermehrt Innovationen
  • Kostengünstiger
    Wenn der Informationsfluss fließt, werden weniger Fragen gestellt, weniger Mitarbeiter:innen müssen sich um die Einarbeitung o.Ä. kümmern, weniger Zeit geht dabei verloren, das Arbeitsklima hebt sich und die Personen sind glücklicher und produktiver – alles kostensenkende und vor allem gesundheitsfördernde Faktoren
  • Effektives Lernen durch Lückenschließung
    Lücken werden hierbei sehr schnell deutlich und können zügig geschlossen werden

Vor allem der „learning by doing“ Charakter kommt hier sehr gut zum Tragen. Nun stellt sich allerdings die Frage, wie läuft das Ganze ab?

Wissenstransfer durch Weiterbildung

Viele Unternehmen nehmen inzwischen dankend die Arbeit von Organisationen an, die sich auf die Vermittlung solcher Kompetenzen spezialisiert haben – und das aus gutem Grund. Wie das Bundesinstitut für Berufsbildung herausgefunden hat, war das Wirtschaftsklima in der Weiterbildungsbranche die vergangen Jahre stets positiv, da sie eben wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis münden lassen und die Kund:innen das goutieren. Immer mehr Branchen finden immer mehr Geschmack daran ihre Mitarbeiter:innen in solchen Fähigkeiten zu schulen, da es sich langfristig beiderseits positiv auswirkt.

Die Akademie der Ruhr-Universität als Weiterbildungseinrichtung versteht sich dabei als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis. Wir helfen dabei den Wissenstransfer schneller und besser zu ermöglichen, sodass Sie im Bereich der Kompetenzen keine Verluste mehr hinnehmen müssen, sondern immer weiter auf bestehende Kompetenzen aufbauen können. Wir ermöglichen Fortschritt.

Schauen Sie sich doch unser Angebot einmal an und lassen Sie sich überzeugen, wie die digitale Transformation geschafft werden kann.

Digitale Transformation