Niedriger Krankenstand dank Home Office?

Derzeit arbeiten wohl mehr Menschen im Home Office als jemals zu vor, dabei wird mit vielen Vorurteilen gegenüber dieser Arbeitsform aufgeräumt. Kann ein Unternehmen Vorteile dadurch haben, wenn die MitarbeiterInnen von zu Hause arbeiten? Die Stanford Studie zur Arbeit im Home Office aus dem Jahr belegt, dass die Krankenstände und Fehlzeiten zurückgehen, wenn MitarbeiterInnen von zu Hause arbeiten können. In dieser Studie untersuchten Forscher um Nicholas Blom von der Stanford University im Auftrag der Reiseagentur CTrip, ob und inwieweit die Arbeit aus dem Home Office funktioniert. (Einen interessanten TED Talk zu den Ergebnissen finden Sie hier.)

Bloom und seine Kollegen konnten in der Studie nicht nur belegen, dass die Produktivität der MitarbeiterInnen im Home Office zunahm, es war auch eine deutliche Senkung der Krankheitstage zu beobachten. So gaben 13 % der Teilnehmer in der Stanford Studie an, dass sie auch motiviert waren zu arbeiten, wenn sie sich nicht gesund genug für den Weg ins Büro gefühlt hätten.

Bloom selbst gibt an, dass die Ergebnisse der Studie mit einiger Vorsicht zu genießen sind, da sich ja z.B. die MitarbeiterInnen freiwillig gemeldet hatten, um an dem Experiment teilzunehmen. Der Test hatte auch nicht nur positive Aspekte, MitarbeiterInnen, die ausschließlich im Home Office tätig sind, werden z.B. bei Beförderungen und Gehaltserhöhungen oft übergangen.

Zusammenfassend empfehlen die Forscher, Home Office für ein bis zwei Arbeitstage in der Woche anzubieten, durchaus auch, um MitarbeiterInnen zu belohnen, da viele Menschen die Arbeit vom heimischen Schreibtisch aus als weniger stressig empfinden und durch den fehlenden Arbeitsweg auch über mehr Freizeit verfügen. Hier finden Sie die gesamte Stanford Studie zum Home Office.