Das unbekannte Unbekannte – Schwarze Schwäne und die Herausforderungen von Home Office

Wer hätte Anfang Januar gedacht, dass viele von uns den Frühling im Home Office verbringen werden, Ostern ohne unsere Familie feiern und auf alle Restaurantbesuche verzichten würden? Für die meisten von uns ist die Coronakrise im Sinne von Nassim Taleb ein „schwarzer Schwan“, ein unbekanntes Unbekanntes. Virologen warnen zwar schon länger vor einer neuen Pandemie, aber für viele Büroangestellte war die Flucht ins Home Office dann oft genau das.

Talebs Modell soll eigentlich helfen, Krisenmanagement strukturiert und präventiv durchzuführen und ist nicht unmittelbar für die Krise selbst geschaffen. Es soll Unternehmen dazu anregen, jederzeit eine gesunde Fehlerkultur zu pflegen und Raum für Kreativität und Innovationen zu schaffen, um so auch für Krisen und Probleme gerüstet zu sein. (Dieses Video gibt eine gute Zusammenfassung zu Talebs Buch.)

Schwarze Schwäne – Wie können Unternehmen die Krise für sich nutzen?

In Krisenzeiten stecken Chancen für Weiterentwicklung und Innovationen, wie man an vielen Beispielen in der derzeitigen Situation eindrucksvoll sehen kann. Die wahren Gewinner sind aber die Unternehmen, die sich die Kreativität und Fehlertoleranz der Corona-Zeit bewahren und diese dann auf ihr Alltagsgeschäft anwenden können. Die Akademie der Ruhr-Universität hat gemeinsam mit führenden ForscherInnen in diesem Bereich eine Weiterbildung zum Chief Innovation Manager entwickelt, die Unternehmen helfen kann, diese Entwicklungen für den Erfolg in der Zukunft zu nutzen. Mit Innovationsstrategien und kreativen Lösungsansätzen können sich Unternehmen so nicht nur auf kommende schwarze Schwäne vorbereiten, sie haben auch in ruhigeren Zeiten einen Wettbewerbsvorteil.

Das Paradox an dem Modell des schwarzen Schwans ist der Schluss, den wir daraus ziehen: Wir müssen den schwarzen Schwan, das unbekannte Unbekannte zu einem bekannten Unbekannten machen. Taleb nennt diese Ereignisse „graue Schwäne“ und durch gesteigerte Resilienz in unseren Unternehmen auch unerwartete und unwahrscheinliche Ereignisse erwarten. Neben Innovationsmanagement kann eine Flexibilisierung der Arbeitsmodelle, die Einrichtung von Home Office Möglichkeiten und die Schaffung von Kreativitätsräumen dazu beitragen, die Resilienz von Unternehmen zu erhöhen. Hier spielen sicherlich auch Unternehmenskultur und Führungsstil eine große Rolle. Wenn Sie die Arbeit im Home Office strategisch und produktiv gestalten wollen, finden Sie hier unsere Webinare zum Thema.

Lehre für die Zukunft

Viele von uns stellen sich die Frage: Was passiert nach der Corona-Krise? Wie wird diese Zeit unsere Arbeitswelt verändern? Welche Strukturen werden bleiben, was wird wieder wie früher? Eines ist ziemlich sicher: Die digitale Transformation, die in vielen Unternehmen ganz heimlich, still und leise plötzlich stattgefunden hat, wird sich nicht mehr rückgängig machen lassen. Viele Arbeitnehmer werden merken, dass Ihnen flexiblere Arbeitszeitmodelle zu mehr Zeit mit der Familie verhelfen, die sie wiederum produktiver macht. Der ein oder andere wird sich die Arbeit von zu Hause aus auch für die Zukunft vorstellen können. Hier sind auch Betriebs- und Personalräte gefragt, die Veränderung der Arbeitswelt mitzugestalten. Wir bieten ab September ein weiterbildendes Studium an, das den InteressensvertreterInnen Kompetenzen an die Hand gibt, mit denen sie diese Transition zur New Work gut gestalten können. Mehr Informationen finden Sie hier.

Nun ist die Zeit für Innovation und Kreativität. Gehen wir das gemeinsam an.