Rhetorik und erfolgreiche Verhandlungsführung (New Work) – Bericht

In Kooperation mit dem DGB Bildungswerk NRW e.V.

Vom 23.-25.05. führten wir wohl eines der unterhaltsamsten Module, die wir in der Akademie anbieten, durch. Dozentin war die erfahrene Beraterin Romy Kranich-Stein, die unsere Teilnehmer:innen in „Rhetorik und erfolgreiche Verhandlungsführung“ einführte. Dabei ging es hoch her, die Teilnehmenden haben viel gelacht, diskutiert und analysiert. Selbst anfangs skeptische Teilnehmer:innen waren von den Methoden schlussendlich überzeugt.
Am Ende des dritten Tages kam es dann zur langersehnten Zertifikatsübergabe. Dafür kam auch Prof. Dr. Manfred Wannöffel dazu damit einige Teilnehmer:innen, die zuvor verhindert waren, ihre Arbeiten dem Plenum präsentieren konnten. Eigentlich sollte das von ihm betreute Modul (den Bericht dazu können Sie hier lesen) auch den Studiengang abschließen, doch aufgrund der Pandemie musste „Rhetorik und Verhandlungsführung“ nachgeholt werden. Somit schlossen alle Teilnehmer:innen ihren Studiengang zwar etwas verspätet aber dennoch erfolgreich ab.

Überraschung an Tag 1

Normalerweise lernen sich Teilnehmende und Dozentin erst einmal locker kennen, die Dozentin stellt sich vor und hält zunächst einen längeren Vortrag. So lief es auch diesmal ab – bis auf den Vortrag. Romy Kranich-Stein setzt in „Rhetorik und erfolgreiche Verhandlungsführung“ auf interaktives Arbeiten, denn davon lebt dieser Kurs. Daher ging es ziemlich schnell direkt in die erste Übung, in der die Teilnehmenden Hypothesen allein aufgrund des Erscheinungsbildes des Gegenübers bilden sollten. Dabei kam es zu einigen einmaligen und lustigen Überraschungen. Sinn und Effekt der Übung erklärte die Dozentin direkt im Anschluss. Es sollte zur Grundlage der Veranstaltung und der Verhandlungsführung werden.

Um noch tiefer ins Thema einzusteigen, lieferte Frau Kranich-Stein einige Schauspieleinlagen, anhand derer sie die eisernen Regeln der Körpersprache erklärte. Darüber hinaus kam es zu Schulungen der kognitiven menschlichen Verhaltensweisen, wie die Teilnehmer:innen damit umgehen sollen und so zum Erfolg in der Verhandlungsführung gelangen. Anhand dessen konnten sie allein am optischen Erscheinungsbild viel über das Gegenüber aussagen – was beim Mittagessen direkt an eine nicht involvierte Kollegin angewandt wurde.
Danach breiteten die Betriebs- und Personalräte das Thema weiter aus, absolvierten lebensnahe Übungen (sie wissen jetzt, wie sie jederzeit Ihre Wunschwohnung erhalten) und weitere unterschiedliche Facetten, wie das Umgehen mit Zeitdruck, Formulierungen und Ähnliches beleuchtete und diskutierte die Dozentin mit ihnen ausgiebig. „Rhetorik und erfolgreiche Verhandlungsführung“ wurde bereits am ersten Tag seinem Namen voll und ganz gerecht.

Deep Dive während Tag 2

Nahtlos fügten sich die Tage ineinander und das vorher Gelernte wiederholte und vertiefte Romy Kranich-Stein intensiv. Natürlich kam es auch zu neuem Wissen. Wozu sind Denkpausen gut? Wie können Ziele anders erreicht werden oder was sind bestimmte Triggerpunkte? Wie kann die Arbeitsdynamik erhöht und damit das Ergebnis optimiert werden? All das und noch viel mehr vermittelte „Rhetorik und erfolgreiche Verhandlungsführung“ den Teilnehmenden. Zentral war hierbei ein menschenorientiertes Vorgehen sowie das spielerische Erlernen der Inhalte. Auch hierbei kam es wieder zu lustigen Situationen, die bei aller Komik jedoch stets gewinnbringend waren. Dadurch konnte selbst trocken anmutendes Wissen, wie die vier Grundannahmen des Harvard-Konzeptes, schnell erworben und angewandt werden. Die Dozentin ging hierbei auch sachgerecht und inhaltlich äußerst kompetent auf die Teilnehmer:innen ein und konzipierte Situationen, die auf die Betriebs- und Personalräte zugeschnitten waren. Dadurch kam es zu lebensnahen Situationen, die den Teilnehmenden aus dem Berufsalltag vertraut waren.

Das Finale an Tag 3

Bevor Prof. Dr. Wannöffel vorbeikam und die Zertifikate vergeben wurden, wiederholte Kranich-Stein erneut die erlernten Inhalte und vollführte noch kurz einen Exkurs zu den einzelnen Eskalationsstufen. Dabei war für die Teilnehmenden wichtig, wie sie diese erkennen und deeskalierend wirken, denn Eskalationen kommen definitiv im Arbeitsalltag vor und schädigen nur das Arbeitsklima.
Zum Schluss gab es noch ein Feedback zum Modul 6 – „Rhetorik und erfolgreiche Verhandlungsführung“, das durchweg positiv ausfiel. Alle Teilnehmenden hatten das Gefühl, effektiv etwas praxisnahes gelernt zu haben.

Die langersehnte Zertifikatsübergabe nahmen die Teilnehmer:innen selbst vor. Sie kannten sich gegenseitig am besten und daher fanden wir es als Akademie und als DGB Bildungswerk am sinnigsten, wenn sie einander die Zertifikate überreichten. Das führte zu einem letzten schönen Moment in dem anstrengenden aber auch lehrreichen Studiengang New Work. Dieser endete dann in einem kleinen Sektumtrunk und gemeinsamem Mittagessen.