Trainee-Programm für KMU (kleine und mittelständische Unternehmen)

Managementkompetenzen für den Führungsnachwuchs

Sie wollen Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit geben, sich weiter zu qualifizieren und Ihre Arbeitsorganisation, Teams, Führungskräfte und Management nachhaltig dabei unterstützen, vorhandene Erfolgspotentiale zu erkennen, Ressourcen zu mobilisieren und Arbeitsmotivation sicherzustellen?

In Kooperation mit der Ruhr-Universität und dem Institut für Arbeitswissenschaft (IAW) vermitteln wissenschaftliche Dozenten und routinierte Praktiker Managementfähigkeiten in den Bereichen Teamentwicklung, Präsentation, Projekt- und Zeitmanagement, Personalführung, interkulturelle Kommunikation sowie Vertrieb und Marketing. Für eine optimale Projektgröße mit 10 bis 15 Trainees bedarf es fünf bis sieben Unternehmen einer Größenordnung von etwa 50 bis 2.000 Mitarbeitern, die jeweils zwei oder drei Führungsnachwuchskräfte in das Trainee-Programm für KMU entsenden. Die Nachwuchskräfte bekommen innerhalb von 12 Monaten die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln und untereinander auszutauschen. Teilnehmen können akademische wie nicht-akademische Aufstiegskandidaten sowie Hochschulabsolventen, die ihr „Training-on-the-Job“ bereits absolviert haben. Die gemeinsamen Schulungen finden von Donnerstag bis Samstag reihum in den beteiligten Firmen statt. Das auf ein Jahr angelegte Trainee-Programm für KMU beinhaltet 20 Seminartage, ergänzt durch zwei Projektarbeiten. In der betrieblichen Praxis durchlaufen die Mitarbeiter in dieser Zeit bis zu drei Abteilungen. Mittelständische Unternehmen können ihren Nachwuchskräften oftmals gute Perspektiven bieten – in der mittelfristigen Übernahme von Verantwortung in Schlüsselpositionen. Dieses Programm begleitet die Trainees auf dem Weg dorthin und macht damit diese Perspektive nachvollziehbar. Davon profitieren beide Seiten – die Unternehmen und auch die Trainees.

Modul 1

Einführung und Teamentwicklung

Ziel der Einführungsveranstaltung ist es, dass die Trainees untereinander als Team zusammenwachsen und erkennen, wie wichtig es ist, sich während der Traineephase wechselseitig zu unterstützen und zu stärken. Das Team soll als wichtige Bezugsbasis für Lern-, Entwicklungs- und Reflexionsprozesse erfahrbar werden, um das Wirksamkeitserleben jedes einzelnen und der Gruppe als Ganzes zu stärken. Ebenso sollen die Teilnehmer sich über Teamrollen und eigenes Rollenverhalten in Gruppen bewusst werden. Dazu zählt auch die Auseinandersetzung mit Gruppendynamik und Gruppenführung. Das Führungshandeln von Managementteams wird ansatzweise erprobt. Außerdem soll die Selbstorganisationsfähigkeit im Team gestärkt werden, nicht zuletzt um auf die Verantwortungsübernahme für eine Projektarbeit vorzubereiten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Leistungserbringung in Teams. Hierbei sind Kriterien der Gruppenzusammensetzung ebenso relevant wie die Auseinandersetzung mit den Arbeits- und Organisationsprinzipien in Teams. Die Leistung von Teams soll dabei auch unter Bedingungen von Ressourcenbegrenzung und Stress erlebt und reflektiert werden.

Modul 2

Projektmanagement

Ziel des Moduls sind die Vermittlung wichtiger Grundkenntnisse im Bereich Projektmanagement. Die Trainees erfahren, welche Arten von Projekten zu unterscheiden sind, sowie wie das Zusammenspiel zwischen Projektumfeld und Projektinhalt die soziale Komplexität von beruflichen Herausforderungen verändert. Sie werden in die Lage versetzt, derzeitige Entwicklungen in der Arbeitswelt nachvollziehen zu können und komplexe Zusammenhänge erfassen zu können. Der Blick für Stakeholder und Projektumgebungen soll geschärft werden.

Bewährte Methoden des Projektmanagements werden z.B. mit der Entgrenzung und Digitalisierung von Arbeit zusammengebracht und helfen den Trainees, sich in diesem Wirkungsfeld professioneller aufzustellen. Die eigene Flexibilität und die Fähigkeit zur Selbstorganisation sollen gesteigert werden. Das Bewusstsein für Zusammenhänge wird geschaffen und gefestigt.

Modul 3

Selbst- und Zeitmanagement

Die Trainees sollen lernen, wie bewusstes und geplantes Zeit- und Selbstmanagement hilft, Aufgaben zufriedenstellend und geplant zu bearbeiten und die Motivation für die eigene Arbeit zu erhalten. Insbesondere die Digitalisierung stellt Arbeitnehmer und Arbeitgeber vor die Herausforderung der Entgrenzung der Arbeitszeit. Bei fehlenden Kompetenzen im Selbst- und Zeitmanagement drohen Überforderung und im schlimmsten Fall sogar Burnout und Depressionen.

In mehreren Tests können die Teilnehmenden selbst feststellen, welchem Zeittyp sie zugehörig sind und welche Strategien sich langfristig für sie lohnen. Selbstreflexion und eine geschickte Analyse des eigenen Arbeitsumfelds sind wichtige Voraussetzungen, für eine produktive und erfolgreiche Arbeitsweise. Im Anschluss an die Einordnung in Zeittypen bekommen die Trainees verschiedene Methoden an die Hand, um sich entsprechend zu organisieren zu können.

Modul 4

Personalführung

Die Trainees lernen verschiedene Führungsansätze kennen und erhalten einen Rahmen, in dem sie für sich bewerten können, was Personalführung für sie bedeutet. Grundlegende Theorien zu Motivation und Arbeitszufriedenheit werden diskutiert und die Teilnehmenden erhalten einen Einblick in verschiedene Führungsinstrumente.

Zudem wird die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität vorgestellt und gemeinsam daran gearbeitet, wie gute Führungsinstrumente auch in der Arbeitswirklichkeit Anwendung finden. Dabei werden verschiedene Organisationsbegriffe ebenso wie die Prinzipien von Lokomotion und Kohäsion vorgestellt.

Quickfacts

Derzeit bieten wir das Traineeprogramm nur als Inhouse-Weiterbildung an. Bitte sprechen Sie uns bei Interesse gerne an.

Beratung & Kontakt

Selina Schön, M.A.
Selina Schön, M.A.
+49 (0)234/32-21844 selina.schoen@akademie.rub.de (Aufgrund eines Umzugs kann es bei postalischen Versendungen zu Verzögerungen kommen, am besten schicken Sie Ihr Anmeldeformular einfach per Scan als E-Mail)