Systemischer Coach: Professionelle Begleitung im Kontext

Ein systemischer Coach arbeitet nicht isoliert mit individuellen Themen, sondern berücksichtigt stets das Umfeld, in dem Menschen handeln. Entscheidungen, Konflikte oder Herausforderungen werden als Teil eines größeren Systems verstanden.

Systemisches Coaching ist besonders dort wirksam, wo Beziehungen, Rollen und Dynamiken eine zentrale Rolle spielen.

Was zeichnet einen systemischen Coach aus?

Systemische Coaches gehen davon aus, dass Klient:innen die Expert:innen für ihre eigenen Lösungen sind. Der Coach gestaltet den Prozess, stellt Fragen und eröffnet neue Perspektiven.

Kennzeichnend sind:

  • systemische und konstruktivistische Denkweise

  • Arbeit mit Kontexten und Wechselwirkungen

  • Allparteilichkeit und professionelle Haltung

  • lösungs- und ressourcenorientierte Methoden

Einsatzfelder systemischen Coachings

  • Führungskräfte- und Executive Coaching

  • Coaching im organisationalen Kontext

  • Rollenklärung und Entscheidungsprozesse

  • Begleitung in Veränderungs- und Übergangsphasen

Systemische Coaches arbeiten häufig an der Schnittstelle von Person, Team und Organisation.

Warum systemisches Coaching besonders gefragt ist

In komplexen Arbeitswelten reichen lineare Lösungen oft nicht aus. Systemisches Coaching ermöglicht es,

  • Zusammenhänge sichtbar zu machen

  • Dynamiken bewusst zu reflektieren

  • nachhaltige Veränderungen anzustoßen

Damit eignet sich dieser Ansatz besonders für anspruchsvolle berufliche Kontexte.

Fazit

Der systemische Coach begleitet Menschen dabei, sich selbst und ihr Umfeld besser zu verstehen. Durch den Blick auf Beziehungen, Muster und Kontexte entsteht nachhaltige Entwicklung – individuell und organisational.

Perfekt eignet sich unsere Ausbildung für die systemische Beratung in Teams unter der Führung von Romy Kranich-Stein. Schaut mal vorbei!

Was ist Business Excellence? Bedeutung, Prinzipien und Nutzen einfach erklärt

Business Excellence steht für nachhaltigen unternehmerischen Erfolg durch exzellente Führung, klare Prozesse und kontinuierliche Verbesserung. Der Begriff begegnet Unternehmen immer häufiger – insbesondere im Zusammenhang mit Qualitätsmanagement, Lean Management und Organisationsentwicklung.

Doch was genau bedeutet Business Excellence?
Und wie können Organisationen dieses Prinzip in der Praxis umsetzen?

Was bedeutet Business Excellence?

Business Excellence beschreibt die Fähigkeit einer Organisation, dauerhaft herausragende Ergebnisse zu erzielen – für Kunden, Mitarbeitende, Partner und die Gesellschaft.

Im Mittelpunkt stehen dabei:

  • eine klare strategische Ausrichtung

  • wirksame Führung

  • effiziente und stabile Prozesse

  • kontinuierliche Verbesserung

  • nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg

Business Excellence ist kein einmaliges Projekt, sondern ein dauerhafter Entwicklungsprozess.

Die Grundidee von Business Excellence

Die zentrale Frage lautet:

👉 Wie gelingt es Organisationen, heute erfolgreich zu sein und gleichzeitig zukunftsfähig zu bleiben?

Business Excellence verbindet dafür mehrere Perspektiven:

  • Strategie & Führung

  • Prozesse & Qualität

  • Mitarbeitende & Kultur

  • Kundenzufriedenheit

  • Innovation & Lernen

Bekannte Modelle wie das EFQM-Modell oder Lean-Management-Ansätze bilden die methodische Grundlage.

Praxisbeispiel: Business Excellence im Unternehmensalltag

Ein mittelständisches Produktionsunternehmen stellt fest, dass:

  • Durchlaufzeiten zu lang sind

  • Fehlerquoten steigen

  • Mitarbeitende unzufrieden sind

  • Kunden sich über Lieferverzögerungen beschweren

Schritt 1: Analyse

Mithilfe eines Business-Excellence-Ansatzes werden Prozesse analysiert, Kennzahlen erhoben und Mitarbeitende eingebunden. Dabei zeigt sich:
Viele Abläufe sind unnötig komplex, Verantwortlichkeiten unklar und Verbesserungen werden nicht systematisch verfolgt.

Schritt 2: Umsetzung

Das Unternehmen führt Lean-Prinzipien ein:

  • klare Prozessstandards

  • regelmäßige Verbesserungsrunden

  • stärkere Einbindung der Mitarbeitenden

  • transparente Kennzahlen

Schritt 3: Ergebnis

Nach einigen Monaten zeigen sich messbare Erfolge:

  • kürzere Durchlaufzeiten

  • weniger Fehler

  • höhere Mitarbeiterzufriedenheit

  • bessere Kundenzufriedenheit

👉 Genau hier wird Business Excellence sichtbar: Strategie, Prozesse und Menschen greifen sinnvoll ineinander.

Business Excellence und das EFQM-Modell

Das EFQM-Modell ist eines der bekanntesten Frameworks für Business Excellence in Europa. Es strukturiert exzellente Unternehmensführung in drei Bereiche:

  1. Richtung (Direction) – Vision, Strategie, Führung

  2. Umsetzung (Execution) – Prozesse, Mitarbeitende, Ressourcen

  3. Ergebnisse (Results) – Leistung, Wirkung, Nachhaltigkeit

Business Excellence bedeutet also nicht nur gute Ergebnisse, sondern ein stabiles System, das diese Ergebnisse langfristig ermöglicht.

Warum ist Business Excellence für Unternehmen so wichtig?

Unternehmen stehen heute vor großen Herausforderungen:

  • steigender Wettbewerbsdruck

  • Fachkräftemangel

  • Digitalisierung

  • steigende Kundenanforderungen

Business Excellence hilft dabei:

✅ Prozesse zu strukturieren
✅ Qualität messbar zu verbessern
✅ Mitarbeitende aktiv einzubinden
✅ Veränderung nachhaltig zu gestalten
✅ Wettbewerbsfähigkeit zu sichern

Business Excellence und Lean Management

Ein zentraler Bestandteil von Business Excellence ist Lean Management.
Es fokussiert sich auf:

  • Wertschöpfung aus Kundensicht

  • Vermeidung von Verschwendung

  • kontinuierliche Verbesserung

  • klare Prozesse und Standards

Wer Business Excellence erfolgreich umsetzen möchte, profitiert daher von fundierten Lean-Kenntnissen.

👉 Passend dazu bietet die Akademie der Ruhr-Universität praxisorientierte Zertifikatskurse im Bereich Lean Management an:
https://akademie.rub.de/produkt-kategorie/zertifikatskurse/lean-management-weiterbildung/

Dort werden Methoden vermittelt, die direkt im Arbeitsalltag angewendet werden können – von Prozessanalyse bis kontinuierlicher Verbesserung.

Für wen ist Business Excellence relevant?

Business Excellence eignet sich für:

  • Unternehmen jeder Größe

  • öffentliche Einrichtungen

  • Projekt- und Prozessverantwortliche

  • Führungskräfte

  • Qualitäts- und Lean-Manager:innen

Besonders wertvoll ist der Ansatz für Organisationen, die ihre Abläufe systematisch verbessern und langfristig erfolgreich sein möchten.

Fazit: Business Excellence als Schlüssel zum nachhaltigen Erfolg

Business Excellence ist kein Trend, sondern ein ganzheitlicher Ansatz für nachhaltige Unternehmensführung.
Er verbindet Strategie, Prozesse, Menschen und Ergebnisse zu einem funktionierenden Gesamtsystem.

Wer Business Excellence konsequent verfolgt, schafft:

  • bessere Qualität

  • zufriedenere Mitarbeitende

  • höhere Kundenbindung

  • langfristige Wettbewerbsfähigkeit

👉 Kurz gesagt: Business Excellence bedeutet, jeden Tag ein Stück besser zu werden – systematisch und nachhaltig.

Das EFQM-Modell einfach erklärt – ganzheitliches Qualitätsmanagement für nachhaltigen Erfolg

Das EFQM-Modell zählt zu den bekanntesten und bewährtesten Managementmodellen in Europa. Es unterstützt Organisationen dabei, ihre Leistungsfähigkeit systematisch zu bewerten, gezielt zu verbessern und langfristig erfolgreich zu bleiben.

Doch was genau steckt hinter dem Modell? Wie ist es aufgebaut – und warum spielt es im modernen Qualitäts- und Lean Management eine so wichtige Rolle?

Was ist das EFQM-Modell?

Das EFQM-Modell (European Foundation for Quality Management) ist ein ganzheitliches Management- und Bewertungsmodell zur Förderung von Exzellenz, Qualität und nachhaltiger Unternehmensentwicklung.

Im Mittelpunkt steht nicht nur das wirtschaftliche Ergebnis, sondern auch:

  • Führung und Strategie

  • Mitarbeitende und Unternehmenskultur

  • Prozesse und Innovation

  • Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit

  • Gesellschaftliche Verantwortung

Das Modell wird weltweit von Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Organisationen genutzt – sowohl zur Selbstbewertung als auch zur systematischen Weiterentwicklung.

Ziel des EFQM-Modells

Das EFQM-Modell verfolgt ein klares Ziel:

👉 Organisationen dabei zu helfen, dauerhaft erfolgreich zu sein.

Das gelingt durch:

  • transparente Strukturen

  • klare Ziele

  • kontinuierliche Verbesserung

  • messbare Ergebnisse

Statt kurzfristiger Optimierung steht der nachhaltige Unternehmenserfolg im Fokus.

Aufbau des EFQM-Modells – einfach erklärt

Das aktuelle Modell basiert auf drei zentralen Dimensionen, die logisch aufeinander aufbauen.

1. Richtung (Direction)

In diesem Bereich geht es um die strategische Ausrichtung einer Organisation.

Zentrale Fragen sind:

  • Wofür stehen wir?

  • Welche Vision verfolgen wir?

  • Welche Werte prägen unser Handeln?

  • Welche Ziele wollen wir erreichen?

Hier spielen Führung, Unternehmenskultur und Strategieentwicklung eine zentrale Rolle.
Eine klare Richtung schafft Orientierung – für Mitarbeitende ebenso wie für Führungskräfte.

2. Umsetzung (Execution)

Dieser Bereich betrachtet, wie die gesetzten Ziele erreicht werden.

Dazu gehören:

  • effiziente Prozesse

  • Mitarbeitendenentwicklung

  • Ressourcen- und Partnermanagement

  • Innovationsfähigkeit

  • kontinuierliche Verbesserung (z. B. im Sinne von Lean Management)

Gerade hier zeigt sich, wie gut eine Organisation ihre Strategie in die Praxis umsetzt.

3. Ergebnisse (Results)

Am Ende stehen die messbaren Resultate:

  • Kundenzufriedenheit

  • Mitarbeiterzufriedenheit

  • wirtschaftliche Kennzahlen

  • gesellschaftliche Wirkung

  • nachhaltige Performance

Das EFQM-Modell bewertet also nicht nur Aktivitäten, sondern vor allem deren Wirkung.

Warum ist das EFQM-Modell heute so relevant?

Unternehmen stehen vor steigenden Anforderungen:

  • Fachkräftemangel

  • steigender Wettbewerbsdruck

  • Digitalisierung

  • Nachhaltigkeit

  • steigende Kundenerwartungen

Das Modell bietet hierfür einen strukturierten Rahmen, um:

  • Stärken und Schwächen zu erkennen

  • Verbesserungsmaßnahmen gezielt abzuleiten

  • Qualität messbar zu machen

  • Veränderungsprozesse erfolgreich zu steuern

Gerade in Verbindung mit modernen Managementansätzen wie Lean Management oder kontinuierlicher Verbesserung (KVP) entfaltet das Modell seine volle Wirkung.

EFQM und kontinuierliche Verbesserung

Ein zentraler Gedanke des EFQM-Modells ist das Lernen der Organisation.
Statt einmaliger Optimierung geht es um einen dauerhaften Zyklus aus:

  1. Analysieren

  2. Bewerten

  3. Verbessern

  4. Überprüfen

Viele Organisationen kombinieren das EFQM-Modell daher mit Methoden aus dem Qualitäts- und Lean Management, um Prozesse schlanker, effizienter und kundenorientierter zu gestalten.

Für wen eignet sich das EFQM-Modell?

Das Modell ist branchenunabhängig und eignet sich für:

  • kleine und mittlere Unternehmen

  • Konzerne

  • öffentliche Verwaltungen

  • Bildungseinrichtungen

  • Non-Profit-Organisationen

Besonders hilfreich ist es für Organisationen, die:

  • ihre Qualität systematisch verbessern möchten

  • ihre Strategie klarer ausrichten wollen

  • Mitarbeitende stärker einbinden möchten

  • nachhaltige Entwicklung anstreben

Fazit: Das EFQM-Modell als Kompass für nachhaltigen Erfolg

Das EFQM-Modell ist weit mehr als ein Qualitätsstandard.
Es ist ein ganzheitlicher Orientierungsrahmen, der hilft, Organisationen langfristig erfolgreich, lernfähig und zukunftssicher aufzustellen.

Wer sich intensiver mit Themen wie Qualitätsmanagement, Prozessoptimierung oder Lean Management beschäftigt, wird feststellen, dass viele moderne Managementansätze auf den Grundprinzipien des Modells aufbauen.

👉 Kurz gesagt:
Das EFQM-Modell hilft Organisationen, systematisch besser zu werden – heute und in Zukunft.

Coaching in Unternehmen: Entwicklung gezielt gestalten

Unternehmen stehen vor stetigem Wandel: neue Führungsanforderungen, komplexe Teamstrukturen und wachsende Dynamiken. Coaching in Unternehmen hat sich als wirkungsvolles Instrument etabliert, um Mitarbeitende und Führungskräfte gezielt in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Im Unterschied zu klassischen Trainings setzt Coaching auf individuelle Anliegen, Reflexion und nachhaltige Veränderung im Arbeitsalltag.

Was versteht man unter Coaching im Unternehmenskontext?

Coaching in Unternehmen ist eine professionelle, prozessorientierte Begleitung von Mitarbeitenden, Führungskräften oder Teams. Ziel ist es, Handlungsfähigkeit zu stärken, Perspektiven zu erweitern und eigenverantwortliche Lösungen zu entwickeln.

Typische Merkmale:

  • klar definierter Auftrag und Zielsetzung

  • vertraulicher Rahmen

  • Fokus auf berufliche Rollen und Herausforderungen

  • lösungs- und ressourcenorientiertes Vorgehen

Einsatzfelder von Coaching in Unternehmen

Führungskräfte-Coaching

  • Rollen- und Entscheidungsfindung

  • Führung in Veränderungsprozessen

  • Umgang mit Verantwortung und Konflikten

Mitarbeitenden-Coaching

  • berufliche Entwicklung und Karriereplanung

  • Stress- und Selbstmanagement

  • Übergänge und neue Aufgaben

Coaching im Change-Management

  • Begleitung von Transformationen

  • Reflexion von Dynamiken und Widerständen

  • Stärkung von Selbstorganisation

Warum Coaching für Unternehmen sinnvoll ist

Professionelles Coaching trägt dazu bei,

  • Führungskompetenzen nachhaltig zu stärken

  • Mitarbeitermotivation und Bindung zu erhöhen

  • Konflikte frühzeitig zu klären

  • Veränderungsprozesse wirksamer zu gestalten

Damit ist Coaching ein zentraler Baustein moderner Personal- und Organisationsentwicklung.

Fazit

Coaching in Unternehmen unterstützt Menschen dabei, ihre Rolle wirksam auszufüllen und mit Komplexität souverän umzugehen. Es ist kein kurzfristiges Instrument, sondern eine nachhaltige Investition in Qualität, Führung und Zusammenarbeit.

Perfekt eignet sich unsere Ausbildung zum Business-Coach unter der Führung von Dr. Marc Solga. Schaut mal vorbei!

Was macht eigentlich ein Operational Excellence Manager (OpEx Manager)?

Der Operational Excellence Manager, häufig auch OpEx Manager genannt, spielt eine Schlüsselrolle in Unternehmen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig steigern wollen. Ziel dieser Position ist es, operative Prozesse messbar zu verbessern, Kosten zu senken und gleichzeitig Qualität sowie Kundenzufriedenheit zu erhöhen.

Operational Excellence Manager Aufgaben

Die Aufgaben eines Operational Excellence Managers sind breit gefächert und verbinden strategisches Denken mit operativer Umsetzung:

Prozessanalyse & Prozessoptimierung

OpEx Manager analysieren bestehende Prozesse und identifizieren Verschwendung, Engpässe und Ineffizienzen. Methoden wie Lean Management, Wertstromanalyse, Kaizen oder Six Sigma gehören zum täglichen Handwerkszeug.

Zur methodischen Vertiefung nutzen viele Fachkräfte z. B. Weiterbildungen wie den
Lean Expert in Production (für Produktionsprozesse) oder Lean Expert in Administration (für Büro- und Serviceprozesse).

Projektmanagement & Change-Management

Ein OpEx Manager führt bereichsübergreifende Optimierungsprojekte, moderiert Workshops und sorgt dafür, dass neue Prozesse nachhaltig im Unternehmen verankert werden.
Hier bewährt sich besonders das Methodenwissen aus dem LEAN Six Sigma Green Belt – hybrid.

Kennzahlen & Steuerungssysteme

Die Einführung und Überwachung von KPIs zählt ebenfalls zu den zentralen Operational Excellence Manager Aufgaben, um Verbesserungen messbar und steuerbar zu machen.

Schulung & Coaching

Ein wichtiger Bestandteil der Rolle: Mitarbeitende befähigen, kontinuierliche Verbesserungen selbst umzusetzen. Für diese Rolle qualifizieren sich viele OpEx Manager gezielt weiter – etwa mit Programmen wie Lean Master oder Lean Senior Expert in Production.

Typische OpEx Manager Aufgaben im Überblick

  • Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen

  • Einführung von Lean- und Six-Sigma-Methoden

  • Leitung von Verbesserungsprojekten

  • Change-Management & Kulturentwicklung

  • Coaching von Führungskräften und Teams

  • Strategische Beratung der Geschäftsführung

Operational Excellence Manager Gehalt

Das OpEx Manager Gehalt gehört in Deutschland zu den attraktiveren Managementgehältern:

Erfahrungslevel Jahresgehalt (brutto)
Einstieg ca. 48.000 – 60.000 €
Erfahrene OpEx Manager ca. 65.000 – 85.000 €
Senior / Leitung OpEx 90.000 €+

Je nach Branche, Standort und Verantwortung können die Gehälter darüber hinausgehen. Führungskräfte wie Head of Operational Excellence erzielen teils sechsstellige Jahresgehälter.

Weiterbildung zum OpEx Manager

Da Operational Excellence stark methodengetrieben ist, gehört kontinuierliche Weiterbildung zur Karriereentwicklung eines OpEx Managers:

Empfohlene Weiterbildungen:

Diese Zertifikatsprogramme aus der Lean-Management-Weiterbildung eignen sich ideal, um sich systematisch zum Operational Excellence Spezialisten zu entwickeln.

Wichtige Soft Skills für OpEx Manager

Neben Fachwissen sind folgende Kompetenzen entscheidend:

  • Kommunikationsstärke

  • Analytisches Denken

  • Durchsetzungsvermögen

  • Moderations- & Coaching-Fähigkeiten

  • Unternehmerisches Mindset

Fazit

Der Operational Excellence Manager bzw. OpEx Manager ist eine der strategisch wichtigsten Rollen moderner Unternehmen. Mit klar definierten Operational Excellence Manager Aufgaben, attraktiven Karriere- und Verdienstmöglichkeiten sowie gezielten Weiterbildungen bietet dieser Berufsweg hervorragende Perspektiven für ambitionierte Fach- und Führungskräfte.

Lean Manager:in – Was macht eigentlich…?

Was macht eigentlich eine Lean Manager:in?

Der Begriff Lean Manager steht für mehr als nur Prozessoptimierung: Es geht um eine Rolle, die als Navigator, Coach und Katalysator fungiert. In diesem Beitrag beleuchten wir, was Lean Manager tun, welche Kompetenzen aus aktuellen Stellenanzeigen hervorgehen – und wie Ihr als Bewerber*in darauf reagieren könnt. In einer zunehmend komplexen und wettbewerbsintensiven Unternehmenswelt setzen immer mehr Unternehmen auf Lean Management, um Prozesse effizienter zu gestalten, Ressourcen gezielt einzusetzen und die Kundenzufriedenheit zu steigern. Doch was genau steckt hinter dem Begriff – und welche Rolle spielt dabei der Lean Manager:in?

Was ist Lean Management – einfach erklärt?

„Lean“ bedeutet übersetzt „schlank“ – und genau das ist auch der Kern des Lean Managements: Es geht darum, alle Prozesse in einem Unternehmen so zu gestalten, dass Verschwendung vermieden, Effizienz gesteigert und der Kundennutzen maximiert werden. Ursprünglich stammt das Konzept aus der Automobilindustrie, genauer gesagt von Toyota. Heute wird Lean Management branchenübergreifend eingesetzt – von der Produktion über die Logistik bis hin zu Dienstleistungsunternehmen und dem Gesundheitswesen.

Welche Aufgaben hat eine Lean Manager:in?

Der Lean Manager ist dafür verantwortlich, die Prinzipien des Lean Managements in einem Unternehmen einzuführen, umzusetzen und stetig weiterzuentwickeln. Zu seinen zentralen Aufgaben gehören:

  • Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen, z. B. Wertstromanalysen, 5S, Kanban, SMED

  • Identifikation von Verschwendung (z. B. Zeit, Material, Kosten)

  • Einführung von Lean-Methoden wie 5S, Kaizen, Kanban oder Wertstromanalyse

  • Coaching & Veränderungsmanagement: Mitarbeiter begleite­nd einbinden

  • Förderung einer kontinuierlichen Verbesserungskultur (KVP)

  • Datenbasierte Leistungsmessung, Benchmarking, Stakeholder-Kommunikation

  • Projektmanagement in Optimierungsprojekten

Ein Lean Manager arbeitet eng mit unterschiedlichen Abteilungen zusammen, moderiert Workshops und sorgt dafür, dass Lean Management nicht nur ein theoretisches Konzept bleibt, sondern im Alltag gelebt wird.

Wie viel verdient ein Lean Manager?

Das Gehalt eines Lean Managers kann je nach Branche, Unternehmensgröße und Berufserfahrung variieren. Durchschnittlich liegt das Jahresbruttogehalt in Deutschland bei etwa 60.000 bis 85.000 Euro. Mit zunehmender Erfahrung oder in leitender Position sind auch Gehälter über 100.000 Euro möglich.

Welche Kompetenzen erwarten Unternehmen?

Basierend auf aktuellen deutschsprachigen Stellenanzeigen (StepStone, Exyte, Henkel, Nipro etc.) ergeben sich folgende Profilanforderungen:

🧠 Fachliche Kompetenzen

  • Lean-Methoden: Kaizen, 5S, VSM/Wertstromanalyse, Kanban, Shopfloor-Management, TP/M, SMED 

  • Six Sigma: Häufig erwartet oder von Vorteil 

  • Projekt- & Change-Management: Leitung bereichsübergreifender Projekte, Rollout von Lean-Initiativen 

  • Datenanalyse & KPI-Kenntnis: Produktkostenanalyse, Performance-Monitoring, OEE, Durchlaufzeiten

  • Technisches Verständnis: Ingenieur- oder Wirtschaftsstudium meist Voraussetzung 

🤝 Soziale & Führungs-Skills

  • Coaching & Change Leadership: Mitarbeiter befähigen, Veränderung begleiten, Lean-Kultur verankern

  • Kommunikations- und Moderationsfähigkeit: Workshops, Schulungen, Interaktion mit allen Hierarchien 

  • Team- und Beziehungsarbeit: Netzwerke innerhalb von Organisationseinheiten aufbauen 

  • Analytisches & strategisches Denken: Fokus auf Kennzahlen, Ursachenanalyse, Vision & Richtung geben 

🎓 Bildung & Erfahrung

Kompetenzen im Vergleich – Jobanzeigen im Überblick

Kompetenzbereich Erwähnte Tools & Skills
Lean-Methoden Kaizen, VSM, 5S, Kanban, SMED, TPM, Shopfloor-Management
Six Sigma Optional, oft erwähnt
Projekt‑/Change‑Management Leitung von Lean-Projekten & Workshops
Datenanalyse/KPIs OEE, Durchlaufzeiten, Produktkosten
Coaching & Mitarbeiterführung Lean-Kultur etablieren, Coaching, Moderation
Kommunikation & Teamarbeit Stakeholder-Management, Moderation
Bildung & Erfahrung (Wirtschafts-)Ingenieur, BA/MA, 3–7+ Jahre Berufserfahrung,
Weiterbildung berufsbegleitenden Zertifikatskursen z.B. Lean Management, Lean Six Sigma, Change Management, Business Coaching

Wie werde ich Lean Manager?

Der Einstieg in den Beruf des Lean Managers erfolgt häufig über ein Studium im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen, Betriebswirtschaft, Produktionstechnik oder verwandten Disziplinen. Zusätzlich sind spezialisierte Weiterbildungen und Zertifikate im Lean Management entscheidend.

Die mehrfach ausgezeichnete Akademie der Ruhr-Universität bietet praxisnahe Weiterbildungsangebote, mit denen Sie fundiertes Wissen zu Lean-Management-Methoden, Werkzeugen und der Einführung einer Lean-Six Sigma erwerben können – ideal für Berufstätige, die sich gezielt weiterentwickeln möchten.

Interessieren Sie sich für unser erprobtes Lean Expert-Zertifizierungsprogramm?
Hier geht es direkt zu den Lean-Production Manager Zertifikatskursen auf dem Lean Expert und Senior Expert-Niveau!

Fazit & Tipps für die Bewerbung

  • Vollständiges Methodenset demonstrieren: Von Lean Tools bis Six Sigma – nennen und idealerweise mit konkreten Projekterfahrungen belegen.

  • Projekt- und Change-Erfolge herausstellen: Zeigt, dass ihr nicht nur Wissen habt, sondern Veränderung eigenständig gestaltet habt.

  • Coaching- und Kommunikationsfähigkeiten betonen: Workshops, Schulungen, Moderation – Beispiele mit Impact.

  • Daten- und KPI-Kompetenz darstellen: OEE, Durchlaufzeiten, Kostenreduktion – möglichst mit Zahlen untermauern.

  • Stetige Weiterbildung zeigen: z. B. Lean-Six Sigma-Zertifikate, kontinuierliche Reflexion eigener Entwicklung.

Als Lean Manager seid ihr Treibende eines kulturellen & operativen Wandels: Kompetent in Lean-Tools, versiert in Daten und KPIs, stark in Führung & Kommunikation. Wenn ihr diese Kompetenzen klar in Eurem CV und im Interview verankert, erfüllt ihr exakt das, was moderne Stellenanzeigen von Deutschland bis Europa suchen.

Unterschied zwischen einem Lean Manager und einem Lean-Six-Sigma-Manager

Der Unterschied liegt vor allem in der Methodenvielfalt:

  • Ein Lean Manager konzentriert sich auf die Vermeidung von Verschwendung und die Optimierung von Prozessen mithilfe von Lean-Methoden.

  • Ein Lean-Six-Sigma-Manager kombiniert diese Prinzipien mit statistisch fundierten Methoden des Six Sigma zur Fehlerreduktion und Qualitätsverbesserung.

Während Lean eher intuitiv und prozessorientiert ist, ist Six Sigma datengetrieben und analytisch. Die Kombination beider Ansätze erlaubt es, Prozesse nicht nur effizient, sondern auch fehlerfrei zu gestalten.


Fazit:
Der Beruf des Lean Managers ist vielfältig, anspruchsvoll und zukunftsorientiert. Unternehmen, die sich den Herausforderungen des Marktes stellen wollen, kommen ohne eine schlanke, kundenorientierte Organisation kaum aus – und genau hier setzt der Lean Manager an.

Wie werde ich Lean Manager:in?

Wenn Sie darüber nachdenken, Lean Manager:in zu werden, gibt es mehrere Schritte, die Sie normalerweise befolgen sollten. Hier ist ein allgemeiner Leitfaden:

    1. Grundverständnis entwickeln: Es ist hilfreich, wenn Sie zuerst ein Grundverständnis für Lean  haben. Es gibt viele Bücher, Online-Kurse und Seminare, die Ihnen einen Überblick über diese beiden Methoden geben können.
    2. Praktische Erfahrung sammeln: Nach der Schulung ist es wichtig, praktische Erfahrung durch die Arbeit an realen Projekten zu sammeln. Viele Zertifizierungsprogramme erfordern, dass Sie ein oder mehrere Projekte durchführen und die erzielten Ergebnisse präsentieren, bevor Sie zertifiziert werden.
    3. Netzwerk aufbauen: Treten Sie professionellen Organisationen bei und nehmen Sie an Konferenzen und Workshops teil, um sich mit anderen Lean Fachleuten zu vernetzen.
    4. Weiterbildung: Die kontinuierliche Verbesserung betrifft nicht nur Prozesse, sondern auch Ihre eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse. Es gibt immer neue Werkzeuge, Methoden und Ansätze, die in der Lean Six Sigma Gemeinschaft entwickelt werden. Halten Sie sich durch Schulungen, Seminare und Konferenzen auf dem neuesten Stand.
    5. Karriereentwicklung: Während Sie Erfahrung sammeln und Ihre Fähigkeiten weiterentwickeln, können Sie sich auf höhere Positionen wie Senior Expert oder sogar auf Direktoren- oder Vizepräsidentenpositionen in der Prozessverbesserung oder operativen Exzellenz bewerben.

Der genaue Pfad und die Anforderungen können je nach Organisation oder Schulungsinstitut variieren. Wichtig ist, dass Sie sich engagieren, lernen und die Prinzipien in der Praxis anwenden

Wie wichtig ist ein renommiertes Zertifikat von einer angesehenen Weiterbildungseinrichtung wie der Akademie der Ruhr-Universität?

Die Bedeutung eines renommierten Zertifikats im Bereich Lean Management hängt von mehreren Faktoren ab, einschließlich Ihrer Karriereziele, dem spezifischen Arbeitsmarkt und den Erwartungen potenzieller Arbeitgeber. Hier sind einige Überlegungen zum Wert eines renommierten Zertifikats:

    1. Anerkennung: Ein Zertifikat von einer renommierten Institution oder Organisation wird oft allgemein anerkannt und respektiert. Es kann als Nachweis für die Qualität Ihrer Ausbildung und Ihres Wissens dienen.
    2. Inhaltliche Tiefe: Renommierte Institutionen haben in der Regel gründliche und umfassende Schulungsprogramme, die sicherstellen, dass Sie die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben.
    3. Netzwerkmöglichkeiten: Ein renommiertes Zertifikatsprogramm kann Ihnen Zugang zu einem wertvollen Netzwerk von Fachleuten, Mentoren und Alumni bieten, die in Ihrer Karriere hilfreich sein können.
    4. Wettbewerbsvorteil: Wenn Sie sich für eine Stelle bewerben oder innerhalb Ihres Unternehmens aufsteigen möchten, kann ein renommiertes Zertifikat Ihnen einen Vorteil gegenüber anderen Kandidaten verschaffen.
    5. Kosten-Nutzen-Überlegung: Renommierte Zertifikate können teurer sein als weniger bekannte. Sie müssen die zusätzlichen Kosten gegen den potenziellen Wert in Ihrer Karriere abwägen.
    6. Branchenspezifische Anforderungen: In einigen Branchen oder Unternehmen kann ein renommiertes Zertifikat sehr geschätzt oder sogar erforderlich sein, während es in anderen weniger wichtig sein könnte.
    7. Persönliche Zufriedenheit: Einige Menschen schätzen das Prestige und die persönliche Zufriedenheit, die mit dem Abschluss eines renommierten Programms einhergehen.

Letztlich hängt die Wichtigkeit eines renommierten Zertifikats von Ihren individuellen Zielen und Umständen ab. Es ist eine gute Idee, Recherchen anzustellen, mit Fachleuten in Ihrem Netzwerk zu sprechen und potenzielle Arbeitgeber zu konsultieren, um eine fundierte Entscheidung zu treffen. Denken Sie daran, dass ein Zertifikat, egal wie renommiert, nur ein Teil Ihrer Qualifikation ist. Praktische Erfahrung, kontinuierliches Lernen und zwischenmenschliche Fähigkeiten sind ebenso wichtig für den Erfolg in einer Lean Manager:in-Karriere.

Sie möchten Lean Six Sigma Manager werden?
Informieren Sie sich jetzt über unsere Weiterbildungsangebote zum Thema Lean Management an der Akademie der Ruhr-Universität!

Kompetenzen eines Lean Six Sigma Managers

Im Wesentlichen fungieren Lean-Manager:innen als Expert:innen, Berater, Trainer und Projektmanager in Bezug auf Prozessoptimierung und -qualität. Es ist eine Rolle, die sowohl technisches Wissen als auch zwischenmenschliche Fähigkeiten erfordert, um effektiv mit verschiedenen Teams und Stakeholdern im gesamten Unternehmen zusammenzuarbeiten.

Interessieren Sie sich für unser erprobtes Six Sigma-Zertifizierungsprogramm?
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Hauptprinzipien von Lean Management

Hier sind die Hauptprinzipien von Lean Management, die eine Lean Manager:in anwenden und fördern sollte:

Lean-Prinzipien:´

  1. Wert aus der Kundensicht definieren: Verstehen, was der Kunde wirklich will und benötigt.
  2. Wertstrom kartieren: Den gesamten Prozess visualisieren, von der Rohstoffbeschaffung bis zum Endprodukt, um Bereiche der Verschwendung zu identifizieren.
  3. Fluss schaffen: Prozesse so gestalten, dass sie reibungslos und ohne Unterbrechungen ablaufen.
  4. Pull-Prinzip: Produkte oder Dienstleistungen werden auf Kundenanforderung produziert, nicht auf Lager.
  5. Streben nach Perfektion: Kontinuierliche Verbesserung der Prozesse, um Verschwendung zu eliminieren und Wert zu maximieren.
  6. Zusätzlich kennt die Lean-Methode die sog. “Mudas” (Arten der Verschwendung), die eliminiert werden sollten, darunter Überproduktion, Wartezeiten, Transport, Überbearbeitung, Lagerung, Bewegung und fehlerhafte Produkte.

Was ist Lean Six Sigma?

Lean Six Sigma kombiniert zwei populäre Managementmethoden, um Geschäftsprozesse zu verbessern:

  1. Lean: Diese Methode konzentriert sich auf die Eliminierung von Verschwendung in einem Prozess. Verschwendung kann sich auf unnötige Schritte im Prozess, Wartezeiten, Überproduktion, unnötige Bewegungen und andere Ineffizienzen beziehen. Das Hauptziel von Lean ist es, den Wertstrom eines Prozesses zu optimieren und alles zu eliminieren, was nicht zur Wertschöpfung für den Kunden beiträgt.
  2. Six Sigma: Six Sigma ist eine Methode, die sich darauf konzentriert, die Variabilität in Prozessen zu reduzieren und Fehler zu minimieren. Das Hauptziel von Six Sigma ist es, Prozesse so zu gestalten, dass sie so vorhersehbar und fehlerfrei wie möglich sind. Hierbei wird eine statistische Methode verwendet, um die Ursachen von Fehlern zu identifizieren und zu korrigieren.

Um Lean Six Sigma Manager:in zu werden, müssen Interessierte in der Regel eine spezifische Schulung und Zertifizierung durchlaufen. Es gibt viele Organisationen und Schulungseinrichtungen weltweit, die Kurse und Zertifizierungen in Lean Six Sigma anbieten. Nach Abschluss der Ausbildung werden die Teilnehmer häufig gebeten, ein Verbesserungsprojekt durchzuführen, um ihre Fähigkeiten in der Praxis zu demonstrieren.

Werden auch Sie zum (Lean) Six Sigma-Profi

Die Akademie der Ruhr-Universität bietet Ihnen verschiedene Grundlagen- und Aufbauqualifizierungen rund um 6-Sigma und LEAN Six Sigma an. Im 6-Sigma-Zertifizierungsmodell spricht man dabei von sogn. „Belts“ (Gürtel). Diese Terminologie ist aus den Kampfkünsten entlehnt, wo Gürtel den Grad der Expertise und des Trainings eines Schülers anzeigen. Das abgestufte Ausbildungsmodell weist den Teilnehmer:innen je nach ihrem Wissens- und Erfahrungsstand unterschiedliche Rollen und Verantwortlichkeiten zu:

  1. White Belt:
  2. Yellow Belt:
    • Verfügt über ein grundlegendes Verständnis von Six-Sigma-Tools und -Techniken.
    • Arbeitet in Projekten mit und unterstützt das Team, führt jedoch keine Projekte eigenständig durch.
    • Die pasende Weiterbildung (E-Learning):
      https://akademie.rub.de/produkt/sixsigmayellowbelt/
  3. Green Belt:
  4. Lean Green Belt:
  5. Black Belt:
    • Expertenniveau in 6-Sigma.
    • Leitet und managt komplexe 6-Sigma-Projekte.
    • Schulung und Mentoring von Green Belts und anderen Teammitgliedern.
    • Verantwortlich für die statistische Analyse und die Implementierung von Verbesserungsprozessen.

Sprechen Sie uns bei weiterführenden Fragen zu 6-Sigma und unseren Zertifizierungsangeboten gerne an: Holger Nord, Akademie-Programmmanager, engineering@akademie.ruhr-uni-bochum.de

Was macht eigentlich … eine ProjektmanagerIn?

Kurz gesagt: Ein Projektmanager sorgt dafür, dass ein klar begrenztes Vorhaben, mit Ziel, Budget und Deadline, planbar wird, reibungslos läuft und messbare Ergebnisse liefert.

„Projektmanager zu sein ist wie ein Zirkusartist, der drei Bälle – Zeit, Kosten und Qualität jongliert.“ Freies Zitat von Geoff Reiss (Pionier des Projektmanagements)

Was genau macht man als Projektmanager?

Projektmanager planen, organisieren und steuern Projekte über den gesamten Lebenszyklus: Ziele und Business Case klären, Scope festlegen, Zeit- und Budgetpläne erstellen, Risiken und Änderungen managen, Stakeholder informieren, Qualität sichern und den Nutzen nachweisen. Je nach Organisation arbeiten sie klassisch, agil oder hybrid (z. B. PRINCE2, PM², PMBOK, ISO 21502).

„Projektmanagement kann man als eine Art Strukturentwicklung in einem komplexen Projekt definiert werden, in dem die unabhängigen Variablen Zeit, Kosten, Ressourcen und Personalverhalten aufeinandertreffen.“ Freies Zitat von Rory Burke (Autor von PM-Bestsellern)

Welche Aufgaben hat ein Projektmanager?

Typische Aufgaben in Stellenausschreibungen: Projektpläne und Budgets erstellen, Ressourcen koordinieren, Fortschritt & KPIs überwachen, Risiken/Issues behandeln, Kommunikations- und Entscheidungswege steuern, Lieferanten steuern und Ergebnisse abnehmen. Tools: z. B. MS Project, Jira/Confluence, M365.

“Der Betrieb hält die Lichter an, die Strategie sorgt für ein Licht am Ende des Tunnels, aber das Projektmanagement ist der Zug, der die Organisation vorwärts bringt.“ Freies Zitat von Joy Gumz (Senior Director bei Project Auditors)

Projektmanager leitet ein Team bei der Planung und Steuerung eines Projekts – Symbolbild für Leadership, Organisation und Kommunikation.Wie viel verdient ein Projektmanager?

In Deutschland liegen die aktuellen Median-Gehälter je nach Quelle und Seniorität meist zwischen ~54.500 € und ~61.900 € p. a., mit Bandbreiten grob ~41.000 € bis ~98.000 €. IT-Projektmanager liegen teils höher (~68.000 €). Branche, Unternehmensgröße, Verantwortung und Zertifikate treiben das Gehalt.
Quellen: http://www.stepstone.de; www.kununu.de

Welche Kompetenzen braucht ein Projektmanager?

Die Anforderungen an Projektmanager sind vielseitig. In Stellenausschreibungen und Praxis lassen sich die benötigten Kompetenzen sinnvoll in fünf zentrale Kompetenz-Cluster gliedern:

Kompetenz-Cluster für Projektmanager

Kompetenz-Cluster Beschreibung Typische Beispiele
Fachliche & methodische Kompetenz Wissen über Projektmanagement-Methoden, Prozesse und Werkzeuge Projektplanung, Risikomanagement, Budgetierung, klassische & agile Methoden (z. B. Wasserfall, Scrum), PM-Standards
Organisations- & Strukturkompetenz Fähigkeit, komplexe Abläufe zu strukturieren und Ressourcen effizient zu steuern Zeitmanagement, Priorisierung, Terminplanung, Ressourcensteuerung, Controlling
Kommunikations- & Sozialkompetenz Professioneller Umgang mit Menschen auf allen Ebenen Moderation, Präsentation, Konfliktlösung, Stakeholder-Management, Feedbackkultur
Führungskompetenz Teams motivieren, koordinieren und in schwierigen Situationen steuern Motivation, Entscheidungsfähigkeit, Coaching, Delegation, Verantwortung übernehmen
Persönliche Kompetenz Persönliche Eigenschaften, die die Projektarbeit nachhaltig unterstützen Belastbarkeit, Flexibilität, Eigeninitiative, Problemlösungsfähigkeit, Lernbereitschaft

Diese Cluster zeigen: Erfolgreiches Projektmanagement entsteht nicht nur durch Methodenwissen, sondern vor allem durch die Kombination aus fachlicher Kompetenz, sozialer Stärke und persönlicher Reife.

Wie wird man Projektmanager?

Drei typische Wege:

  1. Praxisweg: Einstieg über fachbezogene Rollen (z. B. Entwicklung) → Projektkoordination → Projektleitung

  2. Studium + Einstieg: Studium (z. B. BWL, Informatik, Ingenieurwesen) + Trainee/Junior PM

  3. Quereinstieg: Aus anderen Rollen mit Weiterbildung & Tool-Kenntnissen

Zertifikate und Standards

Standard / Zertifikat Fokus & Einsatz
PMP® (PMI) global anerkannt, umfassende PM-Kompetenz
PRINCE2® strukturierte Prozessmethode, stark in Europa
IPMA (Levels D-A) kompetenzbasiert, von Einstieg bis Senior

Fazit

Ein Projektmanager ist Koordinator, Kommunikator und Problemlöser zugleich. Er bringt Menschen, Termine und Ressourcen zusammen und sorgt dafür, dass Projekte planmäßig und erfolgreich abgeschlossen werden – unabhängig davon, ob klassisch oder agil gearbeitet wird.

Entrepreneurship – einfach erklärt

Entrepreneurship verstehen: Unternehmerisch denken und handeln

Entrepreneurship wird im Deutschen häufig mit Unternehmertum gleichgesetzt, beschreibt jedoch mehr als die klassische Unternehmensführung. Der Begriff steht für unternehmerisches Denken, das Erkennen von Chancen und die Umsetzung innovativer Ideen – in Start-ups ebenso wie in bestehenden Organisationen. Dieser Beitrag erklärt Entrepreneurship auf Deutsch, ordnet zentrale Begriffe ein und zeigt, warum unternehmerisches Handeln heute eine Schlüsselkompetenz ist. Der Begriff Entrepreneurship wird im deutschen Sprachraum immer häufiger in Hochschulen, Förderprogrammen, Start-ups und zunehmend auch im Mittelstand verwendet. Gleichzeitig besteht oft Unklarheit darüber, was Entrepreneurship auf Deutsch eigentlich bedeutet, wie es sich von klassischem Unternehmertum unterscheidet und ob ein Entrepreneur ein Beruf ist. Dieser Beitrag beantwortet die wichtigsten Fragen verständlich, strukturiert und fundiert.

Was bedeutet Entrepreneurship auf Deutsch?

Entrepreneurship wird im Deutschen meist mit Unternehmertum, unternehmerisches Handeln oder unternehmerische Tätigkeit übersetzt. In der wissenschaftlichen und wirtschaftspolitischen Diskussion hat sich der englische Begriff jedoch etabliert, weil er mehr umfasst als die reine Unternehmensgründung.

Entrepreneurship bezeichnet:

  • das Erkennen von Chancen,
  • das Entwickeln neuer Ideen, Produkte oder Geschäftsmodelle,
  • das Eingehen von Risiken,
  • sowie die Umsetzung von Innovationen in wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Kontexten.

Im Kern geht es also um Wertschöpfung durch Innovation und Initiative – nicht zwingend um die Gründung eines klassischen Unternehmens.

Was ist Entrepreneur auf Deutsch?

Ein Entrepreneur ist auf Deutsch ein:

  • Unternehmer,
  • Gründer,
  • oder unternehmerisch handelnde Person.

Im Unterschied zum traditionellen Unternehmerbegriff wird mit Entrepreneur häufig eine Person beschrieben, die:

  • neue Wege geht,
  • bestehende Strukturen hinterfragt,
  • Innovationen vorantreibt,
  • und aktiv Unsicherheit in Kauf nimmt.

In vielen Texten wird der Begriff auch verwendet, um innovative Gründerinnen und Gründer oder unternehmerisch denkende Führungskräfte zu beschreiben.

Was macht man in Entrepreneurship?

Entrepreneurship ist kein einzelner Tätigkeitsbereich, sondern ein Handlungs- und Denkrahmen. Typische Aktivitäten im Entrepreneurship sind:

  • Entwicklung neuer Geschäftsideen
  • Analyse von Märkten und Kundenbedürfnissen
  • Aufbau von Geschäftsmodellen
  • Organisation von Ressourcen (Kapital, Personal, Wissen)
  • Testen und Anpassen von Ideen (z. B. Prototypen, Pilotprojekte)
  • Skalierung erfolgreicher Lösungen

Entrepreneurship findet dabei nicht nur in Start-ups statt, sondern auch:

  • in bestehenden Unternehmen (Intrapreneurship),
  • im öffentlichen Sektor,
  • in sozialen Organisationen (Social Entrepreneurship).

Was ist der Unterschied zwischen Entrepreneur und Entrepreneurship?

Der Unterschied ist klar, wird aber häufig verwechselt:

  • Entrepreneur bezeichnet die Person, die unternehmerisch handelt.
  • Entrepreneurship bezeichnet den Prozess, die Aktivität und das Gesamtkonzept des unternehmerischen Handelns.

Kurz gesagt:

Der Entrepreneur ist die handelnde Person – Entrepreneurship ist das, was sie tut.

Ist Entrepreneur ein Beruf?

Nein, Entrepreneur ist kein klassischer Beruf mit klar definiertem Berufsbild oder Ausbildungspfad. Vielmehr handelt es sich um eine Rolle oder Haltung, die Menschen in unterschiedlichen beruflichen Kontexten einnehmen können.

Entrepreneurs können sein:

  • Gründerinnen und Gründer,
  • Geschäftsführer,
  • Produktmanager,
  • Innovationsverantwortliche,
  • Selbstständige oder Freiberufler,
  • Führungskräfte mit unternehmerischer Verantwortung.

Entsprechend gibt es auch keinen einheitlichen Karriereweg, sondern vielfältige Weiterbildungs-, Studien- und Praxiserfahrungen, die unternehmerische Kompetenzen fördern.

Worin besteht der Unterschied zwischen Unternehmertum und Entrepreneurship?

Im deutschen Sprachgebrauch werden beide Begriffe oft gleichgesetzt, es gibt jedoch eine inhaltliche Differenzierung, die insbesondere in Wissenschaft und Bildung relevant ist:

Unternehmertum

  • Fokus auf Führung und Betrieb eines bestehenden Unternehmens
  • Stabilität, Organisation, Effizienz
  • Verantwortung für Mitarbeitende, Prozesse und Ergebnisse

Entrepreneurship

  • Fokus auf Innovation, Veränderung und Wachstum
  • Entwicklung neuer Geschäftsmodelle
  • Umgang mit Unsicherheit und Risiko

Vereinfacht gesagt:

Unternehmertum sichert den Bestand – Entrepreneurship schafft Neues.

Beide Perspektiven ergänzen sich und sind gerade im Mittelstand gemeinsam entscheidend für langfristigen Erfolg.

Entrepreneurship Deutsch: Warum das Thema immer wichtiger wird

Im Kontext von Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Fachkräftemangel gewinnt Entrepreneurship auf Deutsch stark an Bedeutung. Unternehmen benötigen heute Mitarbeitende und Führungskräfte, die:

  • Chancen erkennen,
  • Verantwortung übernehmen,
  • komplexe Probleme lösen,
  • und Innovationen umsetzen können.

Deshalb wird Entrepreneurship zunehmend:

  • in Studiengängen,
  • in der Weiterbildung,
  • in Förderprogrammen,
  • und in der Personalentwicklung verankert.

Dabei geht es weniger um „Start-up-Romantik“, sondern um systematisches unternehmerisches Denken und Handeln.

Fazit: Entrepreneurship auf Deutsch verständlich zusammengefasst

  • Entrepreneurship bedeutet unternehmerisches, innovatives Handeln.
  • Ein Entrepreneur ist die Person, die dieses Handeln umsetzt.
  • Entrepreneurship ist kein Beruf, sondern eine Kompetenz- und Haltungskombination.
  • Der Unterschied zu klassischem Unternehmertum liegt im stärkeren Fokus auf Innovation, Wachstum und Veränderung.

Wer Entrepreneurship versteht und gezielt fördert, schafft die Grundlage für zukunftsfähige Organisationen – im Start-up ebenso wie im etablierten Mittelstand.

Weiterbildung in Entrepreneurship: Einstieg und Professionalisierung

Für viele Interessierte und Quereinsteiger stellt sich nach dem grundlegenden Verständnis von Entrepreneurship deutsch die zentrale Frage: Wie kann ich unternehmerische Kompetenzen systematisch aufbauen und professionell anwenden? Genau hier setzen die Weiterbildungsangebote der Akademie der Ruhr-Universität Bochum an.

Die Akademie verbindet wissenschaftlich fundiertes Wissen mit hoher Praxisorientierung und richtet sich gezielt an Personen, die unternehmerisch denken und handeln wollen – unabhängig davon, ob sie gründen, Innovationen in bestehenden Organisationen vorantreiben oder sich beruflich neu ausrichten möchten.

Strukturierter Kompetenzaufbau für Quereinsteiger und Professionals

Ein exemplarisches Angebot ist der Zertifikatskurs Chief Innovation Manager:in. Er richtet sich an Fach- und Führungskräfte sowie an Quereinsteiger:innen, die Innovations- und Entrepreneurship-Kompetenzen auf professionellem Niveau entwickeln möchten. Im Mittelpunkt stehen:

  • systematische Innovations- und Geschäftsmodellentwicklung,

  • Methoden zur Bewertung und Umsetzung neuer Ideen,

  • strategisches Innovationsmanagement an der Schnittstelle von Markt, Organisation und Technologie,

  • Transfer des Gelernten auf reale Projekte aus dem eigenen beruflichen Umfeld.

Damit eignet sich der Kurs besonders für Personen, die Entrepreneurship nicht nur theoretisch verstehen, sondern aktiv gestalten wollen – sei es im Start-up, im Mittelstand oder in größeren Organisationen.

Niedrigschwelliger Einstieg: Methodenkoffer für Gründerinnen und Gründer

Ergänzend bietet die Akademie einen Methodenkoffer für Gründerinnen und Gründer in Form flexibler Online-Kurse an. Diese Formate sind ideal für:

  • Interessierte ohne klassische betriebswirtschaftliche Vorbildung,

  • angehende Gründer:innen in der Orientierungsphase,

  • Personen, die gezielt einzelne Entrepreneurship-Methoden erlernen möchten.

Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Werkzeuge, um Ideen zu strukturieren, Geschäftsmodelle zu entwickeln und erste Umsetzungsschritte fundiert zu planen. Gerade für Quereinsteiger:innen schafft dies einen niedrigschwelligen, aber qualitativ hochwertigen Zugang zu unternehmerischem Denken.
Weitere Informationen dazu findet man hier: https://akademie.rub.de/produkt-kategorie/online-kurse/start-ups-und-innovation/

Warum die Akademie besonders geeignet ist

Die Weiterbildung in Entrepreneurship an der Akademie der Ruhr-Universität zeichnet sich durch mehrere besondere Vorteile aus:

  • Wissenschaftliche Fundierung: Inhalte basieren auf aktueller Forschung zu Innovation, Entrepreneurship und Management.

  • Praxisnähe: Methoden und Konzepte sind konsequent auf reale Anwendungsfälle ausgerichtet.

  • Modularität und Flexibilität: Vom einzelnen Online-Kurs bis zum anspruchsvollen Zertifikatsprogramm.

  • Anerkannte Zertifikate: Klare Qualifikationsprofile für berufliche Weiterentwicklung.

  • Zielgruppenoffenheit: Geeignet für Gründer:innen, Intrapreneur:innen, Fach- und Führungskräfte sowie Quereinsteiger:innen.

Fazit

Wer Entrepreneurship auf Deutsch nicht nur verstehen, sondern gezielt erlernen und anwenden möchte, findet in den Weiterbildungsangeboten der Akademie der Ruhr-Universität einen strukturierten, praxisnahen und akademisch fundierten Weg. Ob als Einstieg über einen Methodenkoffer oder als Professionalisierung im Zertifikatskurs Chief Innovation Manager:in – die Akademie bietet passgenaue Formate für unterschiedliche Ausgangslagen und Karriereziele.

Lean Production einfach erklärt

Lean Production richtig umgesetzt: Wettbewerbsvorteile statt kurzfristiger Effekte

Lean Production gehört zu den am häufigsten gesuchten Begriffen im Umfeld von Produktion, Industrie und Mittelstand. Gleichzeitig ist kaum ein Managementkonzept so stark mit Missverständnissen belegt. In diesem Beitrag erklären wir Lean Production einfach, strukturiert und evidenzbasiert – orientiert an den Fragen, die Google-Leser am häufigsten stellen.

Der Fokus liegt bewusst auf klarer Sprache, praxisnahen Beispielen und wissenschaftlich fundierten Grundlagen, ohne unnötigen Fachjargon.


Was Sie in diesem Blogbeitrag zu Lean Production erfahren:

 


Was versteht man unter Lean Production?

Lean Production bedeutet „schlanke Produktion“. Gemeint ist ein Produktions- und Managementsystem, das darauf abzielt,

  • Wert für den Kunden zu schaffen
  • Verschwendung konsequent zu vermeiden
  • Prozesse stabil, transparent und beherrschbar zu machen

Der zentrale Gedanke:

Alles, was Ressourcen verbraucht, aber keinen Nutzen für den Kunden stiftet, sollte reduziert oder eliminiert werden.

Lean Production wurde maßgeblich durch das Toyota Production System geprägt und später wissenschaftlich beschrieben und weiterentwickelt (Womack, Jones, Roos). Studien zeigen, dass Unternehmen mit konsequent umgesetztem Lean-System bessere Ergebnisse bei Produktivität, Qualität und Lieferzuverlässigkeit erzielen.

Wichtig: Lean Production ist kein Sparprogramm und keine Sammlung einzelner Methoden, sondern ein ganzheitliches System aus Prozessen, Führung und kontinuierlicher Verbesserung.

Was ist Lean – einfach erklärt?

Lean einfach erklärt bedeutet:

Lean heißt, die Arbeit so zu organisieren, dass sie für Menschen einfacher wird und für Kunden schneller, zuverlässiger und besser.

In der Praxis heißt das:

  • weniger unnötige Wege,
  • weniger Suchzeiten,
  • weniger Fehler und Nacharbeit,
  • klar geregelte Abläufe,
  • Probleme werden sichtbar gemacht und gelöst – nicht verdeckt.

Gerade im deutschen Mittelstand zeigt sich: Lean funktioniert dann gut, wenn es im Alltag gelebt wird und nicht als einmaliges Projekt verstanden wird.

Was sind die 5 Lean-Prinzipien?

Die bekannteste Strukturierung von Lean Production sind die 5 Lean-Prinzipien nach Womack und Jones. Sie geben eine klare Denklogik vor:

  1. Wert definieren

Was ist dem Kunden wirklich wichtig? Qualität, Lieferzeit, Preis, Zuverlässigkeit.

  1. Wertstrom erkennen

Alle Schritte vom Auftrag bis zur Auslieferung werden sichtbar gemacht. Dabei wird unterschieden zwischen wertschöpfenden und nicht wertschöpfenden Tätigkeiten.

  1. Fluss schaffen

Arbeitsschritte sollen möglichst ohne Unterbrechungen, Wartezeiten oder Rückstaus ablaufen.

  1. Pull-Prinzip einführen

Es wird nur das produziert, was tatsächlich gebraucht wird – nicht auf Vorrat, sondern nach Bedarf.

  1. Streben nach Perfektion

Lean ist nie „fertig“. Prozesse werden kontinuierlich verbessert (Kaizen).

Diese Prinzipien bilden die Grundlage fast aller modernen Lean-Ansätze und werden in zahlreichen Studien als wirksam bestätigt.

Was sind die 5 Phasen von Lean?

Oft wird Lean auch als Einführungs- oder Entwicklungsprozess in fünf Phasen beschrieben. Diese Phasen entsprechen inhaltlich den fünf Prinzipien, sind aber stärker auf die Umsetzung ausgerichtet:

  1. Ziele und Kundennutzen klären
    Warum Lean? Welche Probleme sollen gelöst werden?
  2. Prozesse analysieren (Wertstromanalyse)
    Wo entstehen Wartezeiten, Bestände, Fehler?
  3. Stabilisieren und Fluss herstellen
    Standards schaffen, Engpässe beseitigen, Abläufe vereinfachen.
  4. Steuerung über Pull-Systeme
    Klare Regeln für Planung, Materialfluss und Nachschub.
  5. Verstetigen und verbessern
    Lean wird Teil der täglichen Führung und Zusammenarbeit.

Für den Mittelstand ist wichtig: Lean ist kein kurzfristiges Projekt, sondern ein dauerhaftes Betriebssystem.

Was sind die 3 Ps von Lean?

Der Begriff 3P wird im Lean-Kontext unterschiedlich verwendet. Die wichtigste Bedeutung ist:

3P = Production Preparation Process

Der Production Preparation Process ist eine Lean-Methode zur frühen Gestaltung von Produkten und Produktionsprozessen. Ziel ist es, Verschwendung bereits vor Produktionsstart zu vermeiden.

3P wird häufig eingesetzt bei:

  • neuen Produkten,
  • neuen Produktionslinien,
  • Investitionsentscheidungen,
  • Layout- und Kapazitätsplanung.

Daneben wird in der Praxis auch das Modell People – Process – Purpose verwendet, um zu verdeutlichen, dass Lean nur funktioniert, wenn Menschen, Prozesse und Ziele zusammenpassen. Dieses Modell ist eher ein Führungs- als ein Methodenansatz.

Ist die 5S-Methode Lean?

Ja. Die 5S-Methode ist ein fester Bestandteil von Lean Production und gilt als wichtige Grundlage.

Die fünf Schritte:

  1. Sortieren
  2. Systematisieren
  3. Sauberkeit
  4. Standardisieren
  5. Selbstdisziplin

5S sorgt dafür, dass Arbeitsplätze übersichtlich, sicher und standardisiert sind. Wichtig ist jedoch:
5S ist kein Selbstzweck. Der Nutzen entsteht dann, wenn 5S dabei hilft, Probleme schneller zu erkennen, Fehler zu vermeiden und Prozesse stabil zu halten.

Studien zeigen, dass 5S besonders wirksam ist, wenn es mit Führung, Standards und kontinuierlicher Verbesserung kombiniert wird.

Was sind die Säulen von Lean?

Das klassische Lean-Modell basiert auf dem Toyota Production System, das auf zwei zentralen Säulen steht:

  1. Just-in-Time

Produktion zur richtigen Zeit, in der richtigen Menge, in der richtigen Qualität. Ziel sind kurze Durchlaufzeiten und geringe Bestände.

  1. Jidoka (Qualität an der Quelle)

Fehler werden sofort erkannt und der Prozess wird gestoppt, um die Ursache zu beheben. Qualität wird nicht „hineingeprüft“, sondern entsteht im Prozess.

Getragen werden diese Säulen von Fundamenten wie:

  • Standardarbeit,
  • kontinuierliche Verbesserung (Kaizen),
  • respektvoller Umgang mit Mitarbeitenden,
  • Führung durch Präsenz und Problemlösung.

Das Lean-„Haus“ (praxisübliche Erweiterung):
Viele Lean-Darstellungen ergänzen die zwei Säulen um Fundamente wie Standardarbeit, Heijunka (Nivellierung), KVP/Kaizen und Respekt für Menschen – also die Elemente, die das System tragfähig und skalierbar machen. Toyota betont dabei explizit den Menschen- und Arbeitsbezug („work easier, less burdensome“).

Fazit: Lean Production verständlich zusammengefasst

Lean Production ist:

  • kein kurzfristiger Trend,
  • kein reines Kostenprogramm,
  • keine Tool-Sammlung.

Lean Production ist ein bewährtes System, das Unternehmen hilft, besser, stabiler und kundenorientierter zu arbeiten. Gerade für den deutschen Mittelstand bietet Lean enormes Potenzial – wenn es einfach erklärt, konsequent umgesetzt und langfristig gelebt wird.

Lean Production, auch „Schlanke Produktion“ genannt, ist ein Konzept zur Effizienzsteigerung bei der Herstellung von Sachgütern – und weit darüber hinaus.Lean-Production Beispielprojekte in den wichtigsten mittelständischen Branchen

Vorteile, Herausforderungen und die entscheidende Rolle von Kompetenzen

Lean Production hat sich branchenübergreifend als wirksames Produktions- und Managementsystem etabliert. Dennoch zeigen wissenschaftliche Studien sehr deutlich: Der Nutzen von Lean Production Projekten hängt stark vom Branchenkontext und – noch stärker – von den Kompetenzen der Mitarbeitenden ab. Dieses Kapitel diskutiert Lean Production Projekte in den zehn wichtigsten Branchen, fasst typische Vorteile, zentrale Herausforderungen und die Schlüsselrolle von Kompetenzen zusammen und ordnet die Erkenntnisse praxisnah für den deutschen Mittelstand ein.

1. Automobilindustrie und Zulieferer

Vorteile:
Lean Production entfaltet hier klassisch seine Stärken: signifikante Produktivitätssteigerungen, geringere Durchlaufzeiten, reduzierte Bestände sowie stabile Qualität und Termintreue. Studien zeigen, dass insbesondere standardisierte Arbeit, Flussorientierung und systematisches Problemlösen messbare Performancegewinne erzeugen.

Herausforderungen:
Häufig scheitert Lean an einer zu starken Tool-Fixierung oder an Silodenken entlang der Wertschöpfungskette. Lokale Optimierungen ohne End-to-End-Sicht führen zu begrenztem Nutzen.

Rolle der Kompetenzen:
Entscheidend sind Problemlösekompetenz am Shopfloor, Daten- und Kennzahlenverständnis sowie Führungskompetenzen zur Etablierung täglicher Lean-Routinen. Lean wirkt hier nur nachhaltig, wenn Mitarbeitende befähigt sind, Abweichungen selbstständig zu erkennen und zu lösen.

2. Maschinen- und Anlagenbau (klassischer Mittelstand)

Vorteile:
Lean Production Projekte führen zu besserer Termintreue, kürzeren Rüst- und Durchlaufzeiten und höherer Transparenz trotz hoher Variantenvielfalt. Besonders Wertstromanalysen und Standardisierung zeigen Wirkung.

Herausforderungen:
Kleine Losgrößen, Projektfertigung und knappe Ressourcen erschweren die Umsetzung. Lean konkurriert häufig mit dem Tagesgeschäft.

Rolle der Kompetenzen:
Methodenkompetenz allein reicht nicht aus. Erfolgreiche Unternehmen investieren gezielt in Moderations-, Change- und Problemlösekompetenzen sowie in „T-shaped Skills“, die funktionsübergreifendes Denken ermöglichen.

3. Elektronikindustrie

Vorteile:
Lean Production verbessert Linienbalance, Qualität und Reaktionsfähigkeit bei kurzen Produktlebenszyklen. Standards und visuelles Management reduzieren Fehler und Nacharbeit.

Herausforderungen:
Hohe Nachfragevolatilität und häufige Produktänderungen erschweren stabile Prozesse. Ohne klare Standards entsteht schnell eine „Firefighting-Kultur“.

Rolle der Kompetenzen:
Mitarbeitende benötigen ausgeprägte Standardisierungs- und Datenkompetenz sowie ein Grundverständnis für statistische Methoden zur Fehleranalyse.

4. Luft- und Raumfahrt

Vorteile:
Lean Production kann Durchlaufzeiten reduzieren und Transparenz erhöhen – auch bei niedrigen Stückzahlen und hoher Komplexität.

Herausforderungen:
Regulatorische Anforderungen, Dokumentationspflichten und lange Freigabezyklen bremsen Verbesserungen. Lean darf hier nicht im Widerspruch zu Compliance stehen.

Rolle der Kompetenzen:
Gefordert sind Prozess- und Qualitätskompetenzen kombiniert mit regulatorischem Know-how. Mitarbeitende müssen Lean-Methoden sicher innerhalb formaler Strukturen anwenden können.

5. Lebensmittel- und Getränkeindustrie

Vorteile:
Lean Production senkt Ausschuss, reduziert Stillstände und verbessert Ausbringung und Qualität. Besonders Rüstzeitoptimierung und Flussdenken zeigen Wirkung.

Herausforderungen:
Hygienevorschriften, Reinigungszyklen und Schichtbetrieb erschweren Standardisierung. Hohe Fluktuation wirkt zusätzlich hemmend.

Rolle der Kompetenzen:
Standardarbeitskompetenz, systematisches Training und Teamarbeit sind entscheidend. Lean funktioniert hier nur, wenn Qualifizierung systematisch organisiert wird.

6. Pharma und Medizintechnik

Vorteile:
Lean Production verbessert Prozessstabilität, reduziert Wartezeiten in Freigabe- und Bereitstellungsprozessen und erhöht Transparenz – bei gleichbleibender Compliance.

Herausforderungen:
Validierung, Change-Control-Prozesse und regulatorische Anforderungen erschweren schnelle Verbesserungen. Lean wird oft fälschlich als Risiko für Compliance wahrgenommen.

Rolle der Kompetenzen:
Erfolgsentscheidend sind Doppelkompetenzen: Lean-Methodik kombiniert mit regulatorischem Verständnis (z. B. GMP). Problemlösen muss in formalisierte CAPA-Strukturen integriert werden.

7. Chemische Industrie und Prozessindustrie

Vorteile:
Lean Production – häufig in Kombination mit Six Sigma – reduziert Prozessverluste, verbessert Yield und erhöht Anlagenverfügbarkeit.

Herausforderungen:
Sicherheitsanforderungen, kontinuierliche Prozesse und große Losgrößen begrenzen klassische Lean-Werkzeuge wie Pull oder Fließfertigung.

Rolle der Kompetenzen:
Mitarbeitende benötigen ausgeprägte analytische und statistische Kompetenzen sowie tiefes Prozess- und Sicherheitsverständnis, um Lean wirksam anzupassen.

8. Metall- und Stahlindustrie

Vorteile:
Lean Production verbessert Produktionsplanung, reduziert Liegezeiten und stabilisiert Liefertermine trotz großer Anlagen und Kampagnenfertigung.

Herausforderungen:
Technische Restriktionen und historisch gewachsene Produktionskulturen führen häufig zu Widerständen gegenüber Veränderungen.

Rolle der Kompetenzen:
Engpassdenken, analytische Planungsfähigkeiten und enge Zusammenarbeit zwischen Produktion und Instandhaltung sind erfolgskritisch.

9. Logistik und Warehousing

Vorteile:
Lean Production steigert Kommissionierleistung, senkt Fehlerquoten und verbessert Flächen- und Bestandsnutzung. 5S und visuelles Management zeigen schnelle Effekte.

Herausforderungen:
Hohe Prozessvarianz, Saisonalität und Personalknappheit erschweren nachhaltige Standardisierung.

Rolle der Kompetenzen:
Prozessverständnis, Trainingskompetenz und Führung auf Teamebene sind entscheidend. Lean lebt hier von klarer Kommunikation und täglicher Steuerung.

10. Gesundheitswesen (Lean Healthcare)

Vorteile:
Lean Production reduziert Wartezeiten, Prozessfehler und Belastung für Mitarbeitende und verbessert die Patientenorientierung.

Herausforderungen:
Hohe Arbeitsbelastung, komplexe Rollenstrukturen und Skepsis gegenüber „Industriekonzepten“ begrenzen die Akzeptanz.

Rolle der Kompetenzen:
Interprofessionelle Zusammenarbeit, Moderations- und Problemlösekompetenzen sowie Führung mit Fokus auf psychologische Sicherheit sind zentrale Erfolgsfaktoren.

Branchenübergreifende Erkenntnisse zu Lean Production Projekten

Über alle zehn Branchen hinweg zeigen Studien ein konsistentes Bild:

  • Vorteile: Lean Production steigert Produktivität, Qualität, Lieferfähigkeit und Transparenz – wenn es als ganzheitliches System umgesetzt wird.
  • Herausforderungen: Fehlendes Management-Commitment, zu geringe Ressourcen und unzureichende Kompetenzen sind die häufigsten Ursachen für das Scheitern von Lean-Initiativen.
  • Kompetenzen als Schlüssel: Der nachhaltige Erfolg von Lean Production Projekten hängt weniger von Tools als von den Fähigkeiten der Mitarbeitenden ab – insbesondere Problemlösen, Standardisierung, Teamarbeit, Datenkompetenz und Lean-orientierte Führung.

Fazit für Lean Production im Mittelstand

Lean Production ist kein branchenspezifisches Spezialkonzept, sondern ein anpassungsfähiges System, dessen Wirkung maßgeblich von den Kompetenzen der Menschen im Unternehmen abhängt. Unternehmen, die Lean Production Projekte erfolgreich umsetzen wollen, müssen daher methodische Exzellenz mit systematischer Kompetenzentwicklung verbinden. Genau hier liegt der größte, oft unterschätzte Hebel für nachhaltigen Lean-Erfolg.

Kompetenzaufbau für Lean Production besonders sinnvoll sind

Ein Lean Production Projekt gelingt nicht allein durch Methodenwissen oder die Einführung einzelner Werkzeuge – sondern vor allem durch kompetente Menschen, die Lean denken, handeln und weiterentwickeln können. Studien zeigen, dass gerade Problemlösekompetenz, Standardisierungsverständnis, Teamarbeit und Führungskompetenz am Shopfloor zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren zählen. Wenn diese Kompetenzen fehlen, besteht die Gefahr, dass Lean-Projekte verpuffen, in Tool-Aktionen stecken bleiben oder nicht nachhaltig im Unternehmen verankert werden.

Zudem ist Lean Production heute kein rein technisches Thema mehr: In vielen Branchen muss es mit Lean-Culture-Aufbau, Change-Management-Fähigkeiten und praxisorientierter Methodenkompetenz verbunden werden, um Effizienzgewinne, höhere Qualität und kürzere Durchlaufzeiten zu realisieren.

Die Angebote der Akademie der Ruhr-Universität sind in diesem Kontext besonders sinnvoll, weil sie genau diese Kompetenz­entwicklung adressieren:

  • Ein Zertifikat mit hoher Reputation von der Akademie der Ruhr-Universität Bochum:
    Als große Volluniversität mit guten Platzierungen in internationalen Rankings bringt die RUB zusätzlich Reputationskapital mit, das sich auf Absolvent:innen und deren Karrierechancen überträgt.
  • Kundenzentrierte sowie qualitativ hochwertige Weiterbildungsstandards bei der Akademie der Ruhr-Universität und mehrfach ausgezeichneten Akademie der Ruhr-Universität gemeinnützigen GmbH
  • Praxisorientierte, modulare Weiterbildung: Die Zertifikatskurse decken ein breites Spektrum ab – von grundlegenden Lean-Methoden wie 5S, PDCA und Wertstromanalyse bis hin zu spezialisierten Rollen wie Lean Expert oder Lean Manager. Die Module sind so aufgebaut, dass die Teilnehmenden nicht nur theoretisches Wissen erhalten, sondern Lean-Methoden direkt auf konkrete Herausforderungen in ihrem Unternehmen übertragen lernen.
    ==> Abhängig beispielsweise von den Vorkenntnissen:

  • Kombination von Theorie und Anwendungsbeispielen: Lean Production lebt von konkreten Verbesserungsprojekten. Die Kurse vermitteln daher nicht nur Konzepte, sondern auch praxisnahe Fallbeispiele und Übungen, die helfen, Kompetenzen im konkreten beruflichen Kontext zu entwickeln.
    ==> Lean Management Weiterbildung der Akademie der Ruhr-Universität
  • Karriereorientierte Zertifizierung: Die Zertifikatsstruktur (z. B. Lean Expert, Lean Master oder Lean Manager) bietet eine klare Qualifikationsspirale – von solider Lean-Grundlage bis zur professionellen Leitung von Lean-Programmen. Dies fördert sowohl die persönliche Entwicklung als auch die Kapazität des Unternehmens, Lean nachhaltig zu verankern und weiterzuentwickeln.
    ==> Lean Management Weiterbildung der Akademie der Ruhr-Universität
  • Breite Branchenanwendung: Die Kurse richten sich an Fach- und Führungskräfte aus Produktion, Verwaltung und Entwicklung – also an genau diejenigen Personen, die in Lean-Projekten als Treiber, Moderator:innen und Coachs auftreten müssen. Ziel ist, Lean nicht nur einzuführen, sondern zur gelebten Kultur zu machen.
  • Praxisnähe trifft wissenschaftliche Fundierung: Als Einrichtung der Ruhr-Universität verzahnt die Akademie wissenschaftliches Know-how mit anwendungsorientierter Weiterbildung – was insbesondere für komplexe Lean-Themen wie Wertstromoptimierung, Shopfloor-Management oder kontinuierliche Verbesserung (Kaizen) wichtig ist.
    ==> Lean Management Weiterbildung der Akademie der Ruhr-Universität

Kurz gesagt: Lean Production wird dann zum Wettbewerbsvorteil, wenn die Menschen im Unternehmen die Prinzipien, Methoden und Denkweisen nicht nur kennen, sondern effektiv anwenden können – und genau dabei unterstützen die Lean Management Weiterbildungen der Akademie der Ruhr-Universität. Sie verbinden fundiertes, praxisrelevantes Know-how mit einem klaren Fokus auf Kompetenzaufbau und unmittelbare Umsetzbarkeit im beruflichen Alltag.


Grundlegende Lean- und Referenzliteratur

  • Womack, J. P.; Jones, D. T.; Roos, D. (1990): The Machine That Changed the World. MIT Press.
  • Womack, J. P.; Jones, D. T. (1996): Lean Thinking: Banish Waste and Create Wealth in Your Corporation. Simon & Schuster.
  • Ohno, T. (1988): Toyota Production System: Beyond Large-Scale Production. Productivity Press.
  • Liker, J. K. (2004): The Toyota Way. McGraw-Hill.

Branchenübergreifende empirische Studien

  • Shah, R.; Ward, P. T. (2003): Lean manufacturing: context, practice bundles, and performance. Journal of Operations Management, 21(2), 129–149.
  • Netland, T. H. (2016): Critical success factors for implementing lean production: the effect of contingencies. International Journal of Production Research, 54(8), 2433–2448.
  • Netland, T. H.; Aspelund, A. (2014): Multi-plant improvement programmes: A literature review and research agenda. International Journal of Operations & Production Management, 34(3), 390–418.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU / Mittelstand)

  • Achanga, P.; Shehab, E.; Roy, R.; Nelder, G. (2006): Critical success factors for lean implementation within SMEs. Journal of Manufacturing Technology Management, 17(4), 460–471.
  • Sieckmann, F.; Ngoc, H. N.; Helm, R.; Kohl, H. (2018): Implementation of lean production systems in small and medium-sized enterprises: a systematic review. Procedia CIRP, 72, 1036–1041.
  • Elkhairi, A.; Fedouaki, F.; Ramdani, M. (2019): Barriers and critical success factors for implementing lean manufacturing in SMEs. Procedia Manufacturing, 32, 708–715.
Automobilindustrie
  • Krafcik, J. F. (1988): Triumph of the lean production system. MIT Sloan Management Review, 30(1), 41–52.
  • Holweg, M. (2007): The genealogy of lean production. Journal of Operations Management, 25(2), 420–437.
Maschinen- und Anlagenbau
  • Bhamu, J.; Singh Sangwan, K. (2014): Lean manufacturing: literature review and research issues. International Journal of Operations & Production Management, 34(7), 876–940.
  • Panizzolo, R.; Garengo, P.; Sharma, M. K.; Gore, A. (2012): Lean manufacturing in developing countries. Journal of Manufacturing Technology Management, 23(2), 239–249.
Elektronikindustrie
  • Jayanth, B. V.; Kumar, V. (2020): Lean manufacturing implementation in electronics industry: a case study. Materials Today: Proceedings, 28, 1721–1724.
Luft- und Raumfahrt
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Lebensmittel- und Getränkeindustrie

  • Dora, M.; Kumar, M.; Van Goubergen, D.; Molnar, A.; Gellynck, X. (2014): Operational performance and critical success factors of lean manufacturing in European food processing SMEs. Trends in Food Science & Technology, 31(2), 156–164.
  • Costa, L. B. M.; Godinho Filho, M. (2016): Lean manufacturing in food processing industry. Journal of Manufacturing Technology Management, 27(1), 79–98.

Pharma- und Medizintechnik

  • Nenni, M. E.; Giustiniano, L.; Pirolo, L. (2014): Lean management approach in pharmaceutical industry: a case study. International Journal of Production Research, 52(12), 3569–3586.
  • Albliwi, S.; Antony, J.; Lim, S. A. H.; van der Wiele, T. (2014): Critical failure factors of Lean Six Sigma. International Journal of Quality & Reliability Management, 31(9), 1012–1030.

Chemische Industrie / Prozessindustrie

  • Alarcón, F. J.; Ruiz, J.; Espartero, J. (2023): Lean Six Sigma implementation in the chemical manufacturing sector: a bibliometric analysis. Applied Sciences, 13(3), 1457.
  • Antony, J.; Sony, M. (2019): Lean Six Sigma for higher efficiency in process industries. International Journal of Productivity and Performance Management, 68(4), 726–742.

Metall- und Stahlindustrie

  • Abdulmalek, F. A.; Rajgopal, J. (2007): Analyzing the benefits of lean manufacturing and value stream mapping. International Journal of Production Economics, 107(1), 223–236.

Logistik und Warehousing

  • de Visser, J. (2014): Lean in the warehouse: a case study. Erasmus University Rotterdam.
  • Julião, B. J. B.; Gaspar, P. D.; Lima, T. M. (2025): Lean-driven framework for warehouse operations. Systems, 13(1).

Gesundheitswesen (Lean Healthcare)

  • Holden, R. J. (2011): Lean thinking in healthcare: a review of theory and evidence. Quality & Safety in Health Care, 20(6), 477–482.
  • D’Andreamatteo, A.; Ianni, L.; Lega, F.; Sargiacomo, M. (2015): Lean in healthcare: a comprehensive review. Health Policy, 119(9), 1197–1209.
  • AHRQ (2014): Improving Care Delivery Through Lean: Implementation Case Studies. Agency for Healthcare Research and Quality.

Systemische Beratung und Coaching: Zwei Ansätze, ein gemeinsames Ziel?

Systemische Beratung und Coaching werden im beruflichen Kontext häufig gleichgesetzt oder synonym verwendet. Beide Formate unterstützen Menschen dabei, Veränderungen zu gestalten, Entscheidungen zu treffen und Potenziale zu entfalten. Dennoch unterscheiden sie sich in Zielsetzung, Fokus und Anwendungsbereich deutlich.

Wer vor der Wahl steht, ob Coaching oder systemische Beratung sinnvoller ist, sollte die Unterschiede kennen.

Was ist Coaching?

Coaching ist eine personenbezogene Beratungsform, die sich auf die individuelle Entwicklung einer Person konzentriert. Im Zentrum stehen die Ziele, Ressourcen und Fragestellungen der einzelnen Klientin oder des einzelnen Klienten.

Typische Merkmale von Coaching:

  • Fokus auf Einzelpersonen

  • Ziel- und lösungsorientierte Prozessbegleitung

  • Klar definierter Anlass (z. B. Führungsrolle, Karriereentscheidung, Stressbewältigung)

  • Zeitlich begrenzter, strukturierter Prozess

Es wird häufig eingesetzt für:

  • Führungskräfte

  • Karriere- und Laufbahn

  • Entscheidungs- und Rollenklärung

  • Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklung

Der Coach steuert den Prozess, gibt jedoch keine Lösungen vor, sondern unterstützt die Klient:innen dabei, eigene Antworten zu entwickeln.

Was ist systemische Beratung?

Die systemische Beratung richtet den Blick nicht primär auf einzelne Personen, sondern auf Beziehungen, Kontexte und Wechselwirkungen. Sie geht davon aus, dass Herausforderungen nicht isoliert entstehen, sondern im Zusammenspiel von Menschen, Rollen, Strukturen und Kommunikation.

Kennzeichnend für systemische Beratung sind:

  • Fokus auf Systeme (z. B. Teams, Organisationen, Familien)

  • Betrachtung von Kommunikations- und Beziehungsmustern

  • Allparteiliche Haltung gegenüber allen Beteiligten

  • Förderung von Selbstorganisation und Eigenverantwortung

Sie wird häufig eingesetzt bei:

  • Team- und Organisationsentwicklung

  • Konfliktklärung in Gruppen

  • Change- und Transformationsprozessen

  • komplexen sozialen oder organisationalen Fragestellungen

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick

Fokus

  • Coaching: Einzelperson und deren individuelle Ziele

  • Systemische Beratung: Beziehungen, Dynamiken und Kontexte

Zielsetzung

  • Coaching: Persönliche Entwicklung, Entscheidungsfindung, Leistungssteigerung

  • Systemische Beratung: Verbesserung von Zusammenarbeit, Kommunikation und Systemdynamik

Arbeitsweise

  • Coaching: Strukturierter Prozess mit klarer Zieldefinition

  • Systemische Beratung: Prozessoffen, hypothesenbasiert und kontextsensibel

Typische Settings

  • Coaching: Einzelsettings, teilweise auch im Teamkontext

  • Systemische Beratung: Teams, Gruppen, Organisationen (auch Einzelsettings mit Systemfokus möglich)

Überschneidungen und Gemeinsamkeiten

Trotz der Unterschiede gibt es viele Gemeinsamkeiten:

  • Beide arbeiten ressourcen- und lösungsorientiert

  • Beide verzichten auf direkte Ratschläge

  • Beide setzen auf Reflexion, Perspektivwechsel und Selbstwirksamkeit

In der Praxis nutzen viele professionelle Coaches systemische Elemente – und systemische Berater:innen greifen auf Coaching-Tools zurück. Entscheidend ist der primäre Fokus des Beratungsanliegens.

Wann ist Coaching sinnvoll – und wann systemische Beratung?

Coaching eignet sich besonders, wenn:

  • eine einzelne Person im Mittelpunkt steht

  • persönliche Entscheidungen oder Rollenfragen geklärt werden sollen

  • individuelle Führungskompetenzen entwickelt werden

Systemische Beratung ist sinnvoll, wenn:

  • mehrere Beteiligte betroffen sind

  • Team- oder Organisationsdynamiken eine Rolle spielen

  • Konflikte oder Veränderungen im sozialen Kontext bearbeitet werden

Fazit

Coaching und systemische Beratung verfolgen unterschiedliche Schwerpunkte, ergänzen sich jedoch hervorragend. Während Coaching die individuelle Entwicklung unterstützt, bietet systemische Beratung wirksame Ansätze für komplexe soziale und organisationale Zusammenhänge.

Wer professionell in beiden Feldern arbeiten möchte, profitiert von einer fundierten Ausbildung und einem klaren Verständnis der jeweiligen Rollen und Methoden. Als Ausgliederung der Ruhr-Universität Bochum sehen wir es als unsere Aufgabe, Sie mit diesen Aspekten vertraut zu machen. Mehr zu solchen Ausbildungen finden Sie bei unseren Kursen:

Ausbildung zum Business- und Organisationscoach

Systemische Beratung in Teams