Was macht eigentlich … eine ProjektmanagerIn?

Kurz gesagt: Ein Projektmanager sorgt dafür, dass ein klar begrenztes Vorhaben, mit Ziel, Budget und Deadline, planbar wird, reibungslos läuft und messbare Ergebnisse liefert.

„Projektmanager zu sein ist wie ein Zirkusartist, der drei Bälle – Zeit, Kosten und Qualität jongliert.“ Freies Zitat von Geoff Reiss (Pionier des Projektmanagements)

Was genau macht man als Projektmanager?

Projektmanager planen, organisieren und steuern Projekte über den gesamten Lebenszyklus: Ziele und Business Case klären, Scope festlegen, Zeit- und Budgetpläne erstellen, Risiken und Änderungen managen, Stakeholder informieren, Qualität sichern und den Nutzen nachweisen. Je nach Organisation arbeiten sie klassisch, agil oder hybrid (z. B. PRINCE2, PM², PMBOK, ISO 21502).

„Projektmanagement kann man als eine Art Strukturentwicklung in einem komplexen Projekt definiert werden, in dem die unabhängigen Variablen Zeit, Kosten, Ressourcen und Personalverhalten aufeinandertreffen.“ Freies Zitat von Rory Burke (Autor von PM-Bestsellern)

Welche Aufgaben hat ein Projektmanager?

Typische Aufgaben in Stellenausschreibungen: Projektpläne und Budgets erstellen, Ressourcen koordinieren, Fortschritt & KPIs überwachen, Risiken/Issues behandeln, Kommunikations- und Entscheidungswege steuern, Lieferanten steuern und Ergebnisse abnehmen. Tools: z. B. MS Project, Jira/Confluence, M365.

“Der Betrieb hält die Lichter an, die Strategie sorgt für ein Licht am Ende des Tunnels, aber das Projektmanagement ist der Zug, der die Organisation vorwärts bringt.“ Freies Zitat von Joy Gumz (Senior Director bei Project Auditors)

Projektmanager leitet ein Team bei der Planung und Steuerung eines Projekts – Symbolbild für Leadership, Organisation und Kommunikation.Wie viel verdient ein Projektmanager?

In Deutschland liegen die aktuellen Median-Gehälter je nach Quelle und Seniorität meist zwischen ~54.500 € und ~61.900 € p. a., mit Bandbreiten grob ~41.000 € bis ~98.000 €. IT-Projektmanager liegen teils höher (~68.000 €). Branche, Unternehmensgröße, Verantwortung und Zertifikate treiben das Gehalt.
Quellen: http://www.stepstone.de; www.kununu.de

Welche Kompetenzen braucht ein Projektmanager?

Die Anforderungen an Projektmanager sind vielseitig. In Stellenausschreibungen und Praxis lassen sich die benötigten Kompetenzen sinnvoll in fünf zentrale Kompetenz-Cluster gliedern:

Kompetenz-Cluster für Projektmanager

Kompetenz-Cluster Beschreibung Typische Beispiele
Fachliche & methodische Kompetenz Wissen über Projektmanagement-Methoden, Prozesse und Werkzeuge Projektplanung, Risikomanagement, Budgetierung, klassische & agile Methoden (z. B. Wasserfall, Scrum), PM-Standards
Organisations- & Strukturkompetenz Fähigkeit, komplexe Abläufe zu strukturieren und Ressourcen effizient zu steuern Zeitmanagement, Priorisierung, Terminplanung, Ressourcensteuerung, Controlling
Kommunikations- & Sozialkompetenz Professioneller Umgang mit Menschen auf allen Ebenen Moderation, Präsentation, Konfliktlösung, Stakeholder-Management, Feedbackkultur
Führungskompetenz Teams motivieren, koordinieren und in schwierigen Situationen steuern Motivation, Entscheidungsfähigkeit, Coaching, Delegation, Verantwortung übernehmen
Persönliche Kompetenz Persönliche Eigenschaften, die die Projektarbeit nachhaltig unterstützen Belastbarkeit, Flexibilität, Eigeninitiative, Problemlösungsfähigkeit, Lernbereitschaft

Diese Cluster zeigen: Erfolgreiches Projektmanagement entsteht nicht nur durch Methodenwissen, sondern vor allem durch die Kombination aus fachlicher Kompetenz, sozialer Stärke und persönlicher Reife.

Wie wird man Projektmanager?

Drei typische Wege:

  1. Praxisweg: Einstieg über fachbezogene Rollen (z. B. Entwicklung) → Projektkoordination → Projektleitung

  2. Studium + Einstieg: Studium (z. B. BWL, Informatik, Ingenieurwesen) + Trainee/Junior PM

  3. Quereinstieg: Aus anderen Rollen mit Weiterbildung & Tool-Kenntnissen

Zertifikate und Standards

Standard / Zertifikat Fokus & Einsatz
PMP® (PMI) global anerkannt, umfassende PM-Kompetenz
PRINCE2® strukturierte Prozessmethode, stark in Europa
IPMA (Levels D-A) kompetenzbasiert, von Einstieg bis Senior

Fazit

Ein Projektmanager ist Koordinator, Kommunikator und Problemlöser zugleich. Er bringt Menschen, Termine und Ressourcen zusammen und sorgt dafür, dass Projekte planmäßig und erfolgreich abgeschlossen werden – unabhängig davon, ob klassisch oder agil gearbeitet wird.

Entrepreneurship – einfach erklärt

Entrepreneurship verstehen: Unternehmerisch denken und handeln

Entrepreneurship wird im Deutschen häufig mit Unternehmertum gleichgesetzt, beschreibt jedoch mehr als die klassische Unternehmensführung. Der Begriff steht für unternehmerisches Denken, das Erkennen von Chancen und die Umsetzung innovativer Ideen – in Start-ups ebenso wie in bestehenden Organisationen. Dieser Beitrag erklärt Entrepreneurship auf Deutsch, ordnet zentrale Begriffe ein und zeigt, warum unternehmerisches Handeln heute eine Schlüsselkompetenz ist. Der Begriff Entrepreneurship wird im deutschen Sprachraum immer häufiger in Hochschulen, Förderprogrammen, Start-ups und zunehmend auch im Mittelstand verwendet. Gleichzeitig besteht oft Unklarheit darüber, was Entrepreneurship auf Deutsch eigentlich bedeutet, wie es sich von klassischem Unternehmertum unterscheidet und ob ein Entrepreneur ein Beruf ist. Dieser Beitrag beantwortet die wichtigsten Fragen verständlich, strukturiert und fundiert.

Was bedeutet Entrepreneurship auf Deutsch?

Entrepreneurship wird im Deutschen meist mit Unternehmertum, unternehmerisches Handeln oder unternehmerische Tätigkeit übersetzt. In der wissenschaftlichen und wirtschaftspolitischen Diskussion hat sich der englische Begriff jedoch etabliert, weil er mehr umfasst als die reine Unternehmensgründung.

Entrepreneurship bezeichnet:

  • das Erkennen von Chancen,
  • das Entwickeln neuer Ideen, Produkte oder Geschäftsmodelle,
  • das Eingehen von Risiken,
  • sowie die Umsetzung von Innovationen in wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Kontexten.

Im Kern geht es also um Wertschöpfung durch Innovation und Initiative – nicht zwingend um die Gründung eines klassischen Unternehmens.

Was ist Entrepreneur auf Deutsch?

Ein Entrepreneur ist auf Deutsch ein:

  • Unternehmer,
  • Gründer,
  • oder unternehmerisch handelnde Person.

Im Unterschied zum traditionellen Unternehmerbegriff wird mit Entrepreneur häufig eine Person beschrieben, die:

  • neue Wege geht,
  • bestehende Strukturen hinterfragt,
  • Innovationen vorantreibt,
  • und aktiv Unsicherheit in Kauf nimmt.

In vielen Texten wird der Begriff auch verwendet, um innovative Gründerinnen und Gründer oder unternehmerisch denkende Führungskräfte zu beschreiben.

Was macht man in Entrepreneurship?

Entrepreneurship ist kein einzelner Tätigkeitsbereich, sondern ein Handlungs- und Denkrahmen. Typische Aktivitäten im Entrepreneurship sind:

  • Entwicklung neuer Geschäftsideen
  • Analyse von Märkten und Kundenbedürfnissen
  • Aufbau von Geschäftsmodellen
  • Organisation von Ressourcen (Kapital, Personal, Wissen)
  • Testen und Anpassen von Ideen (z. B. Prototypen, Pilotprojekte)
  • Skalierung erfolgreicher Lösungen

Entrepreneurship findet dabei nicht nur in Start-ups statt, sondern auch:

  • in bestehenden Unternehmen (Intrapreneurship),
  • im öffentlichen Sektor,
  • in sozialen Organisationen (Social Entrepreneurship).

Was ist der Unterschied zwischen Entrepreneur und Entrepreneurship?

Der Unterschied ist klar, wird aber häufig verwechselt:

  • Entrepreneur bezeichnet die Person, die unternehmerisch handelt.
  • Entrepreneurship bezeichnet den Prozess, die Aktivität und das Gesamtkonzept des unternehmerischen Handelns.

Kurz gesagt:

Der Entrepreneur ist die handelnde Person – Entrepreneurship ist das, was sie tut.

Ist Entrepreneur ein Beruf?

Nein, Entrepreneur ist kein klassischer Beruf mit klar definiertem Berufsbild oder Ausbildungspfad. Vielmehr handelt es sich um eine Rolle oder Haltung, die Menschen in unterschiedlichen beruflichen Kontexten einnehmen können.

Entrepreneurs können sein:

  • Gründerinnen und Gründer,
  • Geschäftsführer,
  • Produktmanager,
  • Innovationsverantwortliche,
  • Selbstständige oder Freiberufler,
  • Führungskräfte mit unternehmerischer Verantwortung.

Entsprechend gibt es auch keinen einheitlichen Karriereweg, sondern vielfältige Weiterbildungs-, Studien- und Praxiserfahrungen, die unternehmerische Kompetenzen fördern.

Worin besteht der Unterschied zwischen Unternehmertum und Entrepreneurship?

Im deutschen Sprachgebrauch werden beide Begriffe oft gleichgesetzt, es gibt jedoch eine inhaltliche Differenzierung, die insbesondere in Wissenschaft und Bildung relevant ist:

Unternehmertum

  • Fokus auf Führung und Betrieb eines bestehenden Unternehmens
  • Stabilität, Organisation, Effizienz
  • Verantwortung für Mitarbeitende, Prozesse und Ergebnisse

Entrepreneurship

  • Fokus auf Innovation, Veränderung und Wachstum
  • Entwicklung neuer Geschäftsmodelle
  • Umgang mit Unsicherheit und Risiko

Vereinfacht gesagt:

Unternehmertum sichert den Bestand – Entrepreneurship schafft Neues.

Beide Perspektiven ergänzen sich und sind gerade im Mittelstand gemeinsam entscheidend für langfristigen Erfolg.

Entrepreneurship Deutsch: Warum das Thema immer wichtiger wird

Im Kontext von Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Fachkräftemangel gewinnt Entrepreneurship auf Deutsch stark an Bedeutung. Unternehmen benötigen heute Mitarbeitende und Führungskräfte, die:

  • Chancen erkennen,
  • Verantwortung übernehmen,
  • komplexe Probleme lösen,
  • und Innovationen umsetzen können.

Deshalb wird Entrepreneurship zunehmend:

  • in Studiengängen,
  • in der Weiterbildung,
  • in Förderprogrammen,
  • und in der Personalentwicklung verankert.

Dabei geht es weniger um „Start-up-Romantik“, sondern um systematisches unternehmerisches Denken und Handeln.

Fazit: Entrepreneurship auf Deutsch verständlich zusammengefasst

  • Entrepreneurship bedeutet unternehmerisches, innovatives Handeln.
  • Ein Entrepreneur ist die Person, die dieses Handeln umsetzt.
  • Entrepreneurship ist kein Beruf, sondern eine Kompetenz- und Haltungskombination.
  • Der Unterschied zu klassischem Unternehmertum liegt im stärkeren Fokus auf Innovation, Wachstum und Veränderung.

Wer Entrepreneurship versteht und gezielt fördert, schafft die Grundlage für zukunftsfähige Organisationen – im Start-up ebenso wie im etablierten Mittelstand.

Weiterbildung in Entrepreneurship: Einstieg und Professionalisierung

Für viele Interessierte und Quereinsteiger stellt sich nach dem grundlegenden Verständnis von Entrepreneurship deutsch die zentrale Frage: Wie kann ich unternehmerische Kompetenzen systematisch aufbauen und professionell anwenden? Genau hier setzen die Weiterbildungsangebote der Akademie der Ruhr-Universität Bochum an.

Die Akademie verbindet wissenschaftlich fundiertes Wissen mit hoher Praxisorientierung und richtet sich gezielt an Personen, die unternehmerisch denken und handeln wollen – unabhängig davon, ob sie gründen, Innovationen in bestehenden Organisationen vorantreiben oder sich beruflich neu ausrichten möchten.

Strukturierter Kompetenzaufbau für Quereinsteiger und Professionals

Ein exemplarisches Angebot ist der Zertifikatskurs Chief Innovation Manager:in. Er richtet sich an Fach- und Führungskräfte sowie an Quereinsteiger:innen, die Innovations- und Entrepreneurship-Kompetenzen auf professionellem Niveau entwickeln möchten. Im Mittelpunkt stehen:

  • systematische Innovations- und Geschäftsmodellentwicklung,

  • Methoden zur Bewertung und Umsetzung neuer Ideen,

  • strategisches Innovationsmanagement an der Schnittstelle von Markt, Organisation und Technologie,

  • Transfer des Gelernten auf reale Projekte aus dem eigenen beruflichen Umfeld.

Damit eignet sich der Kurs besonders für Personen, die Entrepreneurship nicht nur theoretisch verstehen, sondern aktiv gestalten wollen – sei es im Start-up, im Mittelstand oder in größeren Organisationen.

Niedrigschwelliger Einstieg: Methodenkoffer für Gründerinnen und Gründer

Ergänzend bietet die Akademie einen Methodenkoffer für Gründerinnen und Gründer in Form flexibler Online-Kurse an. Diese Formate sind ideal für:

  • Interessierte ohne klassische betriebswirtschaftliche Vorbildung,

  • angehende Gründer:innen in der Orientierungsphase,

  • Personen, die gezielt einzelne Entrepreneurship-Methoden erlernen möchten.

Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Werkzeuge, um Ideen zu strukturieren, Geschäftsmodelle zu entwickeln und erste Umsetzungsschritte fundiert zu planen. Gerade für Quereinsteiger:innen schafft dies einen niedrigschwelligen, aber qualitativ hochwertigen Zugang zu unternehmerischem Denken.
Weitere Informationen dazu findet man hier: https://akademie.rub.de/produkt-kategorie/online-kurse/start-ups-und-innovation/

Warum die Akademie besonders geeignet ist

Die Weiterbildung in Entrepreneurship an der Akademie der Ruhr-Universität zeichnet sich durch mehrere besondere Vorteile aus:

  • Wissenschaftliche Fundierung: Inhalte basieren auf aktueller Forschung zu Innovation, Entrepreneurship und Management.

  • Praxisnähe: Methoden und Konzepte sind konsequent auf reale Anwendungsfälle ausgerichtet.

  • Modularität und Flexibilität: Vom einzelnen Online-Kurs bis zum anspruchsvollen Zertifikatsprogramm.

  • Anerkannte Zertifikate: Klare Qualifikationsprofile für berufliche Weiterentwicklung.

  • Zielgruppenoffenheit: Geeignet für Gründer:innen, Intrapreneur:innen, Fach- und Führungskräfte sowie Quereinsteiger:innen.

Fazit

Wer Entrepreneurship auf Deutsch nicht nur verstehen, sondern gezielt erlernen und anwenden möchte, findet in den Weiterbildungsangeboten der Akademie der Ruhr-Universität einen strukturierten, praxisnahen und akademisch fundierten Weg. Ob als Einstieg über einen Methodenkoffer oder als Professionalisierung im Zertifikatskurs Chief Innovation Manager:in – die Akademie bietet passgenaue Formate für unterschiedliche Ausgangslagen und Karriereziele.

Lean Production einfach erklärt

Lean Production richtig umgesetzt: Wettbewerbsvorteile statt kurzfristiger Effekte

Lean Production gehört zu den am häufigsten gesuchten Begriffen im Umfeld von Produktion, Industrie und Mittelstand. Gleichzeitig ist kaum ein Managementkonzept so stark mit Missverständnissen belegt. In diesem Beitrag erklären wir Lean Production einfach, strukturiert und evidenzbasiert – orientiert an den Fragen, die Google-Leser am häufigsten stellen.

Der Fokus liegt bewusst auf klarer Sprache, praxisnahen Beispielen und wissenschaftlich fundierten Grundlagen, ohne unnötigen Fachjargon.


Was Sie in diesem Blogbeitrag zu Lean Production erfahren:

 


Was versteht man unter Lean Production?

Lean Production bedeutet „schlanke Produktion“. Gemeint ist ein Produktions- und Managementsystem, das darauf abzielt,

  • Wert für den Kunden zu schaffen
  • Verschwendung konsequent zu vermeiden
  • Prozesse stabil, transparent und beherrschbar zu machen

Der zentrale Gedanke:

Alles, was Ressourcen verbraucht, aber keinen Nutzen für den Kunden stiftet, sollte reduziert oder eliminiert werden.

Lean Production wurde maßgeblich durch das Toyota Production System geprägt und später wissenschaftlich beschrieben und weiterentwickelt (Womack, Jones, Roos). Studien zeigen, dass Unternehmen mit konsequent umgesetztem Lean-System bessere Ergebnisse bei Produktivität, Qualität und Lieferzuverlässigkeit erzielen.

Wichtig: Lean Production ist kein Sparprogramm und keine Sammlung einzelner Methoden, sondern ein ganzheitliches System aus Prozessen, Führung und kontinuierlicher Verbesserung.

Was ist Lean – einfach erklärt?

Lean einfach erklärt bedeutet:

Lean heißt, die Arbeit so zu organisieren, dass sie für Menschen einfacher wird und für Kunden schneller, zuverlässiger und besser.

In der Praxis heißt das:

  • weniger unnötige Wege,
  • weniger Suchzeiten,
  • weniger Fehler und Nacharbeit,
  • klar geregelte Abläufe,
  • Probleme werden sichtbar gemacht und gelöst – nicht verdeckt.

Gerade im deutschen Mittelstand zeigt sich: Lean funktioniert dann gut, wenn es im Alltag gelebt wird und nicht als einmaliges Projekt verstanden wird.

Was sind die 5 Lean-Prinzipien?

Die bekannteste Strukturierung von Lean Production sind die 5 Lean-Prinzipien nach Womack und Jones. Sie geben eine klare Denklogik vor:

  1. Wert definieren

Was ist dem Kunden wirklich wichtig? Qualität, Lieferzeit, Preis, Zuverlässigkeit.

  1. Wertstrom erkennen

Alle Schritte vom Auftrag bis zur Auslieferung werden sichtbar gemacht. Dabei wird unterschieden zwischen wertschöpfenden und nicht wertschöpfenden Tätigkeiten.

  1. Fluss schaffen

Arbeitsschritte sollen möglichst ohne Unterbrechungen, Wartezeiten oder Rückstaus ablaufen.

  1. Pull-Prinzip einführen

Es wird nur das produziert, was tatsächlich gebraucht wird – nicht auf Vorrat, sondern nach Bedarf.

  1. Streben nach Perfektion

Lean ist nie „fertig“. Prozesse werden kontinuierlich verbessert (Kaizen).

Diese Prinzipien bilden die Grundlage fast aller modernen Lean-Ansätze und werden in zahlreichen Studien als wirksam bestätigt.

Was sind die 5 Phasen von Lean?

Oft wird Lean auch als Einführungs- oder Entwicklungsprozess in fünf Phasen beschrieben. Diese Phasen entsprechen inhaltlich den fünf Prinzipien, sind aber stärker auf die Umsetzung ausgerichtet:

  1. Ziele und Kundennutzen klären
    Warum Lean? Welche Probleme sollen gelöst werden?
  2. Prozesse analysieren (Wertstromanalyse)
    Wo entstehen Wartezeiten, Bestände, Fehler?
  3. Stabilisieren und Fluss herstellen
    Standards schaffen, Engpässe beseitigen, Abläufe vereinfachen.
  4. Steuerung über Pull-Systeme
    Klare Regeln für Planung, Materialfluss und Nachschub.
  5. Verstetigen und verbessern
    Lean wird Teil der täglichen Führung und Zusammenarbeit.

Für den Mittelstand ist wichtig: Lean ist kein kurzfristiges Projekt, sondern ein dauerhaftes Betriebssystem.

Was sind die 3 Ps von Lean?

Der Begriff 3P wird im Lean-Kontext unterschiedlich verwendet. Die wichtigste Bedeutung ist:

3P = Production Preparation Process

Der Production Preparation Process ist eine Lean-Methode zur frühen Gestaltung von Produkten und Produktionsprozessen. Ziel ist es, Verschwendung bereits vor Produktionsstart zu vermeiden.

3P wird häufig eingesetzt bei:

  • neuen Produkten,
  • neuen Produktionslinien,
  • Investitionsentscheidungen,
  • Layout- und Kapazitätsplanung.

Daneben wird in der Praxis auch das Modell People – Process – Purpose verwendet, um zu verdeutlichen, dass Lean nur funktioniert, wenn Menschen, Prozesse und Ziele zusammenpassen. Dieses Modell ist eher ein Führungs- als ein Methodenansatz.

Ist die 5S-Methode Lean?

Ja. Die 5S-Methode ist ein fester Bestandteil von Lean Production und gilt als wichtige Grundlage.

Die fünf Schritte:

  1. Sortieren
  2. Systematisieren
  3. Sauberkeit
  4. Standardisieren
  5. Selbstdisziplin

5S sorgt dafür, dass Arbeitsplätze übersichtlich, sicher und standardisiert sind. Wichtig ist jedoch:
5S ist kein Selbstzweck. Der Nutzen entsteht dann, wenn 5S dabei hilft, Probleme schneller zu erkennen, Fehler zu vermeiden und Prozesse stabil zu halten.

Studien zeigen, dass 5S besonders wirksam ist, wenn es mit Führung, Standards und kontinuierlicher Verbesserung kombiniert wird.

Was sind die Säulen von Lean?

Das klassische Lean-Modell basiert auf dem Toyota Production System, das auf zwei zentralen Säulen steht:

  1. Just-in-Time

Produktion zur richtigen Zeit, in der richtigen Menge, in der richtigen Qualität. Ziel sind kurze Durchlaufzeiten und geringe Bestände.

  1. Jidoka (Qualität an der Quelle)

Fehler werden sofort erkannt und der Prozess wird gestoppt, um die Ursache zu beheben. Qualität wird nicht „hineingeprüft“, sondern entsteht im Prozess.

Getragen werden diese Säulen von Fundamenten wie:

  • Standardarbeit,
  • kontinuierliche Verbesserung (Kaizen),
  • respektvoller Umgang mit Mitarbeitenden,
  • Führung durch Präsenz und Problemlösung.

Das Lean-„Haus“ (praxisübliche Erweiterung):
Viele Lean-Darstellungen ergänzen die zwei Säulen um Fundamente wie Standardarbeit, Heijunka (Nivellierung), KVP/Kaizen und Respekt für Menschen – also die Elemente, die das System tragfähig und skalierbar machen. Toyota betont dabei explizit den Menschen- und Arbeitsbezug („work easier, less burdensome“).

Fazit: Lean Production verständlich zusammengefasst

Lean Production ist:

  • kein kurzfristiger Trend,
  • kein reines Kostenprogramm,
  • keine Tool-Sammlung.

Lean Production ist ein bewährtes System, das Unternehmen hilft, besser, stabiler und kundenorientierter zu arbeiten. Gerade für den deutschen Mittelstand bietet Lean enormes Potenzial – wenn es einfach erklärt, konsequent umgesetzt und langfristig gelebt wird.

Lean Production, auch „Schlanke Produktion“ genannt, ist ein Konzept zur Effizienzsteigerung bei der Herstellung von Sachgütern – und weit darüber hinaus.Lean-Production Beispielprojekte in den wichtigsten mittelständischen Branchen

Vorteile, Herausforderungen und die entscheidende Rolle von Kompetenzen

Lean Production hat sich branchenübergreifend als wirksames Produktions- und Managementsystem etabliert. Dennoch zeigen wissenschaftliche Studien sehr deutlich: Der Nutzen von Lean Production Projekten hängt stark vom Branchenkontext und – noch stärker – von den Kompetenzen der Mitarbeitenden ab. Dieses Kapitel diskutiert Lean Production Projekte in den zehn wichtigsten Branchen, fasst typische Vorteile, zentrale Herausforderungen und die Schlüsselrolle von Kompetenzen zusammen und ordnet die Erkenntnisse praxisnah für den deutschen Mittelstand ein.

1. Automobilindustrie und Zulieferer

Vorteile:
Lean Production entfaltet hier klassisch seine Stärken: signifikante Produktivitätssteigerungen, geringere Durchlaufzeiten, reduzierte Bestände sowie stabile Qualität und Termintreue. Studien zeigen, dass insbesondere standardisierte Arbeit, Flussorientierung und systematisches Problemlösen messbare Performancegewinne erzeugen.

Herausforderungen:
Häufig scheitert Lean an einer zu starken Tool-Fixierung oder an Silodenken entlang der Wertschöpfungskette. Lokale Optimierungen ohne End-to-End-Sicht führen zu begrenztem Nutzen.

Rolle der Kompetenzen:
Entscheidend sind Problemlösekompetenz am Shopfloor, Daten- und Kennzahlenverständnis sowie Führungskompetenzen zur Etablierung täglicher Lean-Routinen. Lean wirkt hier nur nachhaltig, wenn Mitarbeitende befähigt sind, Abweichungen selbstständig zu erkennen und zu lösen.

2. Maschinen- und Anlagenbau (klassischer Mittelstand)

Vorteile:
Lean Production Projekte führen zu besserer Termintreue, kürzeren Rüst- und Durchlaufzeiten und höherer Transparenz trotz hoher Variantenvielfalt. Besonders Wertstromanalysen und Standardisierung zeigen Wirkung.

Herausforderungen:
Kleine Losgrößen, Projektfertigung und knappe Ressourcen erschweren die Umsetzung. Lean konkurriert häufig mit dem Tagesgeschäft.

Rolle der Kompetenzen:
Methodenkompetenz allein reicht nicht aus. Erfolgreiche Unternehmen investieren gezielt in Moderations-, Change- und Problemlösekompetenzen sowie in „T-shaped Skills“, die funktionsübergreifendes Denken ermöglichen.

3. Elektronikindustrie

Vorteile:
Lean Production verbessert Linienbalance, Qualität und Reaktionsfähigkeit bei kurzen Produktlebenszyklen. Standards und visuelles Management reduzieren Fehler und Nacharbeit.

Herausforderungen:
Hohe Nachfragevolatilität und häufige Produktänderungen erschweren stabile Prozesse. Ohne klare Standards entsteht schnell eine „Firefighting-Kultur“.

Rolle der Kompetenzen:
Mitarbeitende benötigen ausgeprägte Standardisierungs- und Datenkompetenz sowie ein Grundverständnis für statistische Methoden zur Fehleranalyse.

4. Luft- und Raumfahrt

Vorteile:
Lean Production kann Durchlaufzeiten reduzieren und Transparenz erhöhen – auch bei niedrigen Stückzahlen und hoher Komplexität.

Herausforderungen:
Regulatorische Anforderungen, Dokumentationspflichten und lange Freigabezyklen bremsen Verbesserungen. Lean darf hier nicht im Widerspruch zu Compliance stehen.

Rolle der Kompetenzen:
Gefordert sind Prozess- und Qualitätskompetenzen kombiniert mit regulatorischem Know-how. Mitarbeitende müssen Lean-Methoden sicher innerhalb formaler Strukturen anwenden können.

5. Lebensmittel- und Getränkeindustrie

Vorteile:
Lean Production senkt Ausschuss, reduziert Stillstände und verbessert Ausbringung und Qualität. Besonders Rüstzeitoptimierung und Flussdenken zeigen Wirkung.

Herausforderungen:
Hygienevorschriften, Reinigungszyklen und Schichtbetrieb erschweren Standardisierung. Hohe Fluktuation wirkt zusätzlich hemmend.

Rolle der Kompetenzen:
Standardarbeitskompetenz, systematisches Training und Teamarbeit sind entscheidend. Lean funktioniert hier nur, wenn Qualifizierung systematisch organisiert wird.

6. Pharma und Medizintechnik

Vorteile:
Lean Production verbessert Prozessstabilität, reduziert Wartezeiten in Freigabe- und Bereitstellungsprozessen und erhöht Transparenz – bei gleichbleibender Compliance.

Herausforderungen:
Validierung, Change-Control-Prozesse und regulatorische Anforderungen erschweren schnelle Verbesserungen. Lean wird oft fälschlich als Risiko für Compliance wahrgenommen.

Rolle der Kompetenzen:
Erfolgsentscheidend sind Doppelkompetenzen: Lean-Methodik kombiniert mit regulatorischem Verständnis (z. B. GMP). Problemlösen muss in formalisierte CAPA-Strukturen integriert werden.

7. Chemische Industrie und Prozessindustrie

Vorteile:
Lean Production – häufig in Kombination mit Six Sigma – reduziert Prozessverluste, verbessert Yield und erhöht Anlagenverfügbarkeit.

Herausforderungen:
Sicherheitsanforderungen, kontinuierliche Prozesse und große Losgrößen begrenzen klassische Lean-Werkzeuge wie Pull oder Fließfertigung.

Rolle der Kompetenzen:
Mitarbeitende benötigen ausgeprägte analytische und statistische Kompetenzen sowie tiefes Prozess- und Sicherheitsverständnis, um Lean wirksam anzupassen.

8. Metall- und Stahlindustrie

Vorteile:
Lean Production verbessert Produktionsplanung, reduziert Liegezeiten und stabilisiert Liefertermine trotz großer Anlagen und Kampagnenfertigung.

Herausforderungen:
Technische Restriktionen und historisch gewachsene Produktionskulturen führen häufig zu Widerständen gegenüber Veränderungen.

Rolle der Kompetenzen:
Engpassdenken, analytische Planungsfähigkeiten und enge Zusammenarbeit zwischen Produktion und Instandhaltung sind erfolgskritisch.

9. Logistik und Warehousing

Vorteile:
Lean Production steigert Kommissionierleistung, senkt Fehlerquoten und verbessert Flächen- und Bestandsnutzung. 5S und visuelles Management zeigen schnelle Effekte.

Herausforderungen:
Hohe Prozessvarianz, Saisonalität und Personalknappheit erschweren nachhaltige Standardisierung.

Rolle der Kompetenzen:
Prozessverständnis, Trainingskompetenz und Führung auf Teamebene sind entscheidend. Lean lebt hier von klarer Kommunikation und täglicher Steuerung.

10. Gesundheitswesen (Lean Healthcare)

Vorteile:
Lean Production reduziert Wartezeiten, Prozessfehler und Belastung für Mitarbeitende und verbessert die Patientenorientierung.

Herausforderungen:
Hohe Arbeitsbelastung, komplexe Rollenstrukturen und Skepsis gegenüber „Industriekonzepten“ begrenzen die Akzeptanz.

Rolle der Kompetenzen:
Interprofessionelle Zusammenarbeit, Moderations- und Problemlösekompetenzen sowie Führung mit Fokus auf psychologische Sicherheit sind zentrale Erfolgsfaktoren.

Branchenübergreifende Erkenntnisse zu Lean Production Projekten

Über alle zehn Branchen hinweg zeigen Studien ein konsistentes Bild:

  • Vorteile: Lean Production steigert Produktivität, Qualität, Lieferfähigkeit und Transparenz – wenn es als ganzheitliches System umgesetzt wird.
  • Herausforderungen: Fehlendes Management-Commitment, zu geringe Ressourcen und unzureichende Kompetenzen sind die häufigsten Ursachen für das Scheitern von Lean-Initiativen.
  • Kompetenzen als Schlüssel: Der nachhaltige Erfolg von Lean Production Projekten hängt weniger von Tools als von den Fähigkeiten der Mitarbeitenden ab – insbesondere Problemlösen, Standardisierung, Teamarbeit, Datenkompetenz und Lean-orientierte Führung.

Fazit für Lean Production im Mittelstand

Lean Production ist kein branchenspezifisches Spezialkonzept, sondern ein anpassungsfähiges System, dessen Wirkung maßgeblich von den Kompetenzen der Menschen im Unternehmen abhängt. Unternehmen, die Lean Production Projekte erfolgreich umsetzen wollen, müssen daher methodische Exzellenz mit systematischer Kompetenzentwicklung verbinden. Genau hier liegt der größte, oft unterschätzte Hebel für nachhaltigen Lean-Erfolg.

Kompetenzaufbau für Lean Production besonders sinnvoll sind

Ein Lean Production Projekt gelingt nicht allein durch Methodenwissen oder die Einführung einzelner Werkzeuge – sondern vor allem durch kompetente Menschen, die Lean denken, handeln und weiterentwickeln können. Studien zeigen, dass gerade Problemlösekompetenz, Standardisierungsverständnis, Teamarbeit und Führungskompetenz am Shopfloor zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren zählen. Wenn diese Kompetenzen fehlen, besteht die Gefahr, dass Lean-Projekte verpuffen, in Tool-Aktionen stecken bleiben oder nicht nachhaltig im Unternehmen verankert werden.

Zudem ist Lean Production heute kein rein technisches Thema mehr: In vielen Branchen muss es mit Lean-Culture-Aufbau, Change-Management-Fähigkeiten und praxisorientierter Methodenkompetenz verbunden werden, um Effizienzgewinne, höhere Qualität und kürzere Durchlaufzeiten zu realisieren.

Die Angebote der Akademie der Ruhr-Universität sind in diesem Kontext besonders sinnvoll, weil sie genau diese Kompetenz­entwicklung adressieren:

  • Ein Zertifikat mit hoher Reputation von der Akademie der Ruhr-Universität Bochum:
    Als große Volluniversität mit guten Platzierungen in internationalen Rankings bringt die RUB zusätzlich Reputationskapital mit, das sich auf Absolvent:innen und deren Karrierechancen überträgt.
  • Kundenzentrierte sowie qualitativ hochwertige Weiterbildungsstandards bei der Akademie der Ruhr-Universität und mehrfach ausgezeichneten Akademie der Ruhr-Universität gemeinnützigen GmbH
  • Praxisorientierte, modulare Weiterbildung: Die Zertifikatskurse decken ein breites Spektrum ab – von grundlegenden Lean-Methoden wie 5S, PDCA und Wertstromanalyse bis hin zu spezialisierten Rollen wie Lean Expert oder Lean Manager. Die Module sind so aufgebaut, dass die Teilnehmenden nicht nur theoretisches Wissen erhalten, sondern Lean-Methoden direkt auf konkrete Herausforderungen in ihrem Unternehmen übertragen lernen.
    ==> Abhängig beispielsweise von den Vorkenntnissen:

  • Kombination von Theorie und Anwendungsbeispielen: Lean Production lebt von konkreten Verbesserungsprojekten. Die Kurse vermitteln daher nicht nur Konzepte, sondern auch praxisnahe Fallbeispiele und Übungen, die helfen, Kompetenzen im konkreten beruflichen Kontext zu entwickeln.
    ==> Lean Management Weiterbildung der Akademie der Ruhr-Universität
  • Karriereorientierte Zertifizierung: Die Zertifikatsstruktur (z. B. Lean Expert, Lean Master oder Lean Manager) bietet eine klare Qualifikationsspirale – von solider Lean-Grundlage bis zur professionellen Leitung von Lean-Programmen. Dies fördert sowohl die persönliche Entwicklung als auch die Kapazität des Unternehmens, Lean nachhaltig zu verankern und weiterzuentwickeln.
    ==> Lean Management Weiterbildung der Akademie der Ruhr-Universität
  • Breite Branchenanwendung: Die Kurse richten sich an Fach- und Führungskräfte aus Produktion, Verwaltung und Entwicklung – also an genau diejenigen Personen, die in Lean-Projekten als Treiber, Moderator:innen und Coachs auftreten müssen. Ziel ist, Lean nicht nur einzuführen, sondern zur gelebten Kultur zu machen.
  • Praxisnähe trifft wissenschaftliche Fundierung: Als Einrichtung der Ruhr-Universität verzahnt die Akademie wissenschaftliches Know-how mit anwendungsorientierter Weiterbildung – was insbesondere für komplexe Lean-Themen wie Wertstromoptimierung, Shopfloor-Management oder kontinuierliche Verbesserung (Kaizen) wichtig ist.
    ==> Lean Management Weiterbildung der Akademie der Ruhr-Universität

Kurz gesagt: Lean Production wird dann zum Wettbewerbsvorteil, wenn die Menschen im Unternehmen die Prinzipien, Methoden und Denkweisen nicht nur kennen, sondern effektiv anwenden können – und genau dabei unterstützen die Lean Management Weiterbildungen der Akademie der Ruhr-Universität. Sie verbinden fundiertes, praxisrelevantes Know-how mit einem klaren Fokus auf Kompetenzaufbau und unmittelbare Umsetzbarkeit im beruflichen Alltag.


Grundlegende Lean- und Referenzliteratur

  • Womack, J. P.; Jones, D. T.; Roos, D. (1990): The Machine That Changed the World. MIT Press.
  • Womack, J. P.; Jones, D. T. (1996): Lean Thinking: Banish Waste and Create Wealth in Your Corporation. Simon & Schuster.
  • Ohno, T. (1988): Toyota Production System: Beyond Large-Scale Production. Productivity Press.
  • Liker, J. K. (2004): The Toyota Way. McGraw-Hill.

Branchenübergreifende empirische Studien

  • Shah, R.; Ward, P. T. (2003): Lean manufacturing: context, practice bundles, and performance. Journal of Operations Management, 21(2), 129–149.
  • Netland, T. H. (2016): Critical success factors for implementing lean production: the effect of contingencies. International Journal of Production Research, 54(8), 2433–2448.
  • Netland, T. H.; Aspelund, A. (2014): Multi-plant improvement programmes: A literature review and research agenda. International Journal of Operations & Production Management, 34(3), 390–418.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU / Mittelstand)

  • Achanga, P.; Shehab, E.; Roy, R.; Nelder, G. (2006): Critical success factors for lean implementation within SMEs. Journal of Manufacturing Technology Management, 17(4), 460–471.
  • Sieckmann, F.; Ngoc, H. N.; Helm, R.; Kohl, H. (2018): Implementation of lean production systems in small and medium-sized enterprises: a systematic review. Procedia CIRP, 72, 1036–1041.
  • Elkhairi, A.; Fedouaki, F.; Ramdani, M. (2019): Barriers and critical success factors for implementing lean manufacturing in SMEs. Procedia Manufacturing, 32, 708–715.
Automobilindustrie
  • Krafcik, J. F. (1988): Triumph of the lean production system. MIT Sloan Management Review, 30(1), 41–52.
  • Holweg, M. (2007): The genealogy of lean production. Journal of Operations Management, 25(2), 420–437.
Maschinen- und Anlagenbau
  • Bhamu, J.; Singh Sangwan, K. (2014): Lean manufacturing: literature review and research issues. International Journal of Operations & Production Management, 34(7), 876–940.
  • Panizzolo, R.; Garengo, P.; Sharma, M. K.; Gore, A. (2012): Lean manufacturing in developing countries. Journal of Manufacturing Technology Management, 23(2), 239–249.
Elektronikindustrie
  • Jayanth, B. V.; Kumar, V. (2020): Lean manufacturing implementation in electronics industry: a case study. Materials Today: Proceedings, 28, 1721–1724.
Luft- und Raumfahrt
  • Crute, V.; Ward, Y.; Brown, S.; Graves, A. (2003): Implementing lean in aerospace—challenging the assumptions and understanding the challenges. Technovation, 23(12), 917–928.
  • Amrani, A.; Ducq, Y.; Vallespir, B. (2020): Lean practices implementation in aerospace industry. Production Planning & Control, 31(2–3), 159–172.

Lebensmittel- und Getränkeindustrie

  • Dora, M.; Kumar, M.; Van Goubergen, D.; Molnar, A.; Gellynck, X. (2014): Operational performance and critical success factors of lean manufacturing in European food processing SMEs. Trends in Food Science & Technology, 31(2), 156–164.
  • Costa, L. B. M.; Godinho Filho, M. (2016): Lean manufacturing in food processing industry. Journal of Manufacturing Technology Management, 27(1), 79–98.

Pharma- und Medizintechnik

  • Nenni, M. E.; Giustiniano, L.; Pirolo, L. (2014): Lean management approach in pharmaceutical industry: a case study. International Journal of Production Research, 52(12), 3569–3586.
  • Albliwi, S.; Antony, J.; Lim, S. A. H.; van der Wiele, T. (2014): Critical failure factors of Lean Six Sigma. International Journal of Quality & Reliability Management, 31(9), 1012–1030.

Chemische Industrie / Prozessindustrie

  • Alarcón, F. J.; Ruiz, J.; Espartero, J. (2023): Lean Six Sigma implementation in the chemical manufacturing sector: a bibliometric analysis. Applied Sciences, 13(3), 1457.
  • Antony, J.; Sony, M. (2019): Lean Six Sigma for higher efficiency in process industries. International Journal of Productivity and Performance Management, 68(4), 726–742.

Metall- und Stahlindustrie

  • Abdulmalek, F. A.; Rajgopal, J. (2007): Analyzing the benefits of lean manufacturing and value stream mapping. International Journal of Production Economics, 107(1), 223–236.

Logistik und Warehousing

  • de Visser, J. (2014): Lean in the warehouse: a case study. Erasmus University Rotterdam.
  • Julião, B. J. B.; Gaspar, P. D.; Lima, T. M. (2025): Lean-driven framework for warehouse operations. Systems, 13(1).

Gesundheitswesen (Lean Healthcare)

  • Holden, R. J. (2011): Lean thinking in healthcare: a review of theory and evidence. Quality & Safety in Health Care, 20(6), 477–482.
  • D’Andreamatteo, A.; Ianni, L.; Lega, F.; Sargiacomo, M. (2015): Lean in healthcare: a comprehensive review. Health Policy, 119(9), 1197–1209.
  • AHRQ (2014): Improving Care Delivery Through Lean: Implementation Case Studies. Agency for Healthcare Research and Quality.

Systemische Beratung und Coaching: Zwei Ansätze, ein gemeinsames Ziel?

Systemische Beratung und Coaching werden im beruflichen Kontext häufig gleichgesetzt oder synonym verwendet. Beide Formate unterstützen Menschen dabei, Veränderungen zu gestalten, Entscheidungen zu treffen und Potenziale zu entfalten. Dennoch unterscheiden sie sich in Zielsetzung, Fokus und Anwendungsbereich deutlich.

Wer vor der Wahl steht, ob Coaching oder systemische Beratung sinnvoller ist, sollte die Unterschiede kennen.

Was ist Coaching?

Coaching ist eine personenbezogene Beratungsform, die sich auf die individuelle Entwicklung einer Person konzentriert. Im Zentrum stehen die Ziele, Ressourcen und Fragestellungen der einzelnen Klientin oder des einzelnen Klienten.

Typische Merkmale von Coaching:

  • Fokus auf Einzelpersonen

  • Ziel- und lösungsorientierte Prozessbegleitung

  • Klar definierter Anlass (z. B. Führungsrolle, Karriereentscheidung, Stressbewältigung)

  • Zeitlich begrenzter, strukturierter Prozess

Es wird häufig eingesetzt für:

  • Führungskräfte

  • Karriere- und Laufbahn

  • Entscheidungs- und Rollenklärung

  • Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklung

Der Coach steuert den Prozess, gibt jedoch keine Lösungen vor, sondern unterstützt die Klient:innen dabei, eigene Antworten zu entwickeln.

Was ist systemische Beratung?

Die systemische Beratung richtet den Blick nicht primär auf einzelne Personen, sondern auf Beziehungen, Kontexte und Wechselwirkungen. Sie geht davon aus, dass Herausforderungen nicht isoliert entstehen, sondern im Zusammenspiel von Menschen, Rollen, Strukturen und Kommunikation.

Kennzeichnend für systemische Beratung sind:

  • Fokus auf Systeme (z. B. Teams, Organisationen, Familien)

  • Betrachtung von Kommunikations- und Beziehungsmustern

  • Allparteiliche Haltung gegenüber allen Beteiligten

  • Förderung von Selbstorganisation und Eigenverantwortung

Sie wird häufig eingesetzt bei:

  • Team- und Organisationsentwicklung

  • Konfliktklärung in Gruppen

  • Change- und Transformationsprozessen

  • komplexen sozialen oder organisationalen Fragestellungen

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick

Fokus

  • Coaching: Einzelperson und deren individuelle Ziele

  • Systemische Beratung: Beziehungen, Dynamiken und Kontexte

Zielsetzung

  • Coaching: Persönliche Entwicklung, Entscheidungsfindung, Leistungssteigerung

  • Systemische Beratung: Verbesserung von Zusammenarbeit, Kommunikation und Systemdynamik

Arbeitsweise

  • Coaching: Strukturierter Prozess mit klarer Zieldefinition

  • Systemische Beratung: Prozessoffen, hypothesenbasiert und kontextsensibel

Typische Settings

  • Coaching: Einzelsettings, teilweise auch im Teamkontext

  • Systemische Beratung: Teams, Gruppen, Organisationen (auch Einzelsettings mit Systemfokus möglich)

Überschneidungen und Gemeinsamkeiten

Trotz der Unterschiede gibt es viele Gemeinsamkeiten:

  • Beide arbeiten ressourcen- und lösungsorientiert

  • Beide verzichten auf direkte Ratschläge

  • Beide setzen auf Reflexion, Perspektivwechsel und Selbstwirksamkeit

In der Praxis nutzen viele professionelle Coaches systemische Elemente – und systemische Berater:innen greifen auf Coaching-Tools zurück. Entscheidend ist der primäre Fokus des Beratungsanliegens.

Wann ist Coaching sinnvoll – und wann systemische Beratung?

Coaching eignet sich besonders, wenn:

  • eine einzelne Person im Mittelpunkt steht

  • persönliche Entscheidungen oder Rollenfragen geklärt werden sollen

  • individuelle Führungskompetenzen entwickelt werden

Systemische Beratung ist sinnvoll, wenn:

  • mehrere Beteiligte betroffen sind

  • Team- oder Organisationsdynamiken eine Rolle spielen

  • Konflikte oder Veränderungen im sozialen Kontext bearbeitet werden

Fazit

Coaching und systemische Beratung verfolgen unterschiedliche Schwerpunkte, ergänzen sich jedoch hervorragend. Während Coaching die individuelle Entwicklung unterstützt, bietet systemische Beratung wirksame Ansätze für komplexe soziale und organisationale Zusammenhänge.

Wer professionell in beiden Feldern arbeiten möchte, profitiert von einer fundierten Ausbildung und einem klaren Verständnis der jeweiligen Rollen und Methoden. Als Ausgliederung der Ruhr-Universität Bochum sehen wir es als unsere Aufgabe, Sie mit diesen Aspekten vertraut zu machen. Mehr zu solchen Ausbildungen finden Sie bei unseren Kursen:

Ausbildung zum Business- und Organisationscoach

Systemische Beratung in Teams

Der digitalisierte Arbeitsplatz: Zukunftsqualifizierung an innovativen Lernorten der Ruhr-Universität Bochum

Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus – und wie können Beschäftigte den Wandel aktiv mitgestalten? Eine außergewöhnliche Qualifizierungswoche unter dem Titel „Der digitalisierte Arbeitsplatz – Konstruktion, Produktion und Montage der Zukunft mittels augmentierter Arbeitsumgebungen und KI“ bot ehemaligen Mitarbeitenden der Vallourec Röhrenwerke (vormals Mannesmann) aus Düsseldorf und Mülheim die Möglichkeit, sich umfassend auf neue berufliche Perspektiven in einer digitalisierten Arbeitswelt vorzubereiten.

Eine Woche lang arbeiteten die Teilnehmenden an modernsten AR/VR-gestützten, robotikbasierten und KI-unterstützten Arbeitsstationen. Dafür nutzten sie einzigartige Lernorte der Ruhr-Universität Bochum (RUB), darunter den RUB Makerspace im ehemaligen Opel-Werk und die LPS Lern- und Forschungsfabrik. Ausgerichtet wurde die praxisintensive Qualifizierung von der Akademie der Ruhr-Universität in Kooperation mit der START NRW Beschäftigtentransfer GmbH. Gefördert wurde das Programm durch den Europäischen Globalisierungsfonds (EGF).

„Unsere Fachkräfte von gestern sind auch die Fachkräfte von morgen“

Torsten Rhau, Berater für Netzwerke und Arbeitsmarktpolitik bei START NRW, unterstreicht die Bedeutung der Maßnahme: „Die Menschen, die die Transformation bewältigen müssen, weil ihre alten Werke schließen, verdienen es, inspiriert, abgeholt und begleitet zu werden – unabhängig von Alter oder beruflichem Status. Diese einzigartige Einstiegsqualifizierung, finanziert durch den Europäischen Fonds für Globalisierung, schafft eine wertvolle Brücke in die Welt der Industrie 4.0. Qualifizierungen sollen ergänzen, nicht ersetzen. In den Workshops konnten die Teilnehmenden die neuesten Technologien wie Robotik, Virtual und Augmented Reality, digitale Zwillinge oder KI nicht nur kennenlernen, sondern direkt ausprobieren. Transformation gelingt dann, wenn der Mensch im Mittelpunkt steht.“

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Professor Manfred Wannöffel, ehemaliger Geschäftsführer der Gemeinsamen Arbeitsstelle RUB/IG Metall, startete die Woche mit einem gemeinsamen Austausch über berufliche Wege und Erfahrungen – eine Basis, die den intensiven Lernprozess der folgenden Tage vorbereitete.

Weiterbildung als Schlüssel für den Wandel

Die Akademie der Ruhr-Universität verfolgt das Ziel, die digitale Transformation im Sinne der Beschäftigten aktiv mitzugestalten. Als gemeinnützige, AZAV-zertifizierte Ausgründung einer der größten Hochschulen Deutschlands sichert sie den Wissenstransfer aus der Wissenschaft in Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Verbände sowie an Selbstständige und Berufssuchende.

Auch Sie möchten Ihre Mitarbeitenden auf die digitale Zukunft vorbereiten?
Die Akademie der Ruhr-Universität unterstützt Sie gern bei der Entwicklung maßgeschneiderter Qualifizierungsangebote.

Ansprechpartner:
Holger U. Nord, Programm-Manager
E-Mail: holger.nord@akademie.ruhr-uni-bochum.de

Systemische Beratung im Teams-Kontext: Chancen und Herausforderungen

Teams prägen die Leistungsfähigkeit von Organisationen – egal ob in Unternehmen, Non-Profit-Einrichtungen, Schulen oder öffentlichen Verwaltungen. Doch Gruppen sind komplexe Systeme: unterschiedliche Rollen, Interessen, Erwartungen und Dynamiken wirken gleichzeitig.

Die systemische Beratung betrachtet Teams nicht isoliert, sondern als Teil eines größeren Gesamtsystems. Dadurch entstehen neue Perspektiven auf Konflikte, Kommunikation und Zusammenarbeit. Genau das macht die systemische Teamentwicklung so wirksam und zunehmend nachgefragt.

Was bedeutet systemische Beratung im Teamkontext?

Im Zentrum steht die Annahme, dass Teams ihre Lösungen bereits in sich tragen. Systemische Beratung schafft einen Rahmen, um diese Potenziale sichtbar zu machen.
Typische Merkmale sind:

  • Fokus auf Beziehungen und Muster, nicht auf einzelne Schuldige

  • lösungsorientierte Methoden, die Ressourcen aktivieren

  • Allparteilichkeit, also die wertschätzende Berücksichtigung aller Perspektiven

  • Veränderung durch Reflexion, nicht durch Anweisungen

Ein systemischer Blick erkennt, wie Teammitglieder aufeinander reagieren, welche Rollen unbewusst eingenommen werden und wie Kommunikation die Zusammenarbeit beeinflusst.

Die wichtigsten Chancen systemischer Teamberatung

Konflikte konstruktiv bearbeiten
Konflikte sind normal. Systemische Beratung hilft Teams, sie offen anzusprechen, Hintergründe zu verstehen und zu tragfähigen Lösungen zu kommen.

Zusammenarbeit nachhaltig verbessern
Durch Visualisierungen, Reflexionen und gemeinsame Hypothesenbildung entsteht ein Verständnis dafür, wie Teamprozesse funktionieren – und wie man sie stärkt.

Rollen und Verantwortlichkeiten klären
Unklare Erwartungen führen zu Spannungen. Systemische Teamarbeit macht Rollen sichtbar und schafft Transparenz in Strukturen und Entscheidungen.

Veränderungsprozesse erfolgreich gestalten
Ob Reorganisation, neues Projektsetup oder Führungswechsel: systemische Beratung hilft, Übergänge zu gestalten, Widerstände zu verstehen und Ressourcen zu aktivieren.

Teamkultur stärken
Systemische Interventionen fördern Vertrauen, Offenheit und gemeinsame Werte – die Basis für eine resiliente und leistungsfähige Teamkultur.

Typische Herausforderungen im Teamkontext

Unterschiedliche Interessen
Teams bestehen aus Menschen mit eigenen Zielen, Erwartungen und Bedürfnissen. Diese Vielfalt ist eine Stärke – aber auch eine Herausforderung.

Macht- und Rollenverteilungen
Unausgesprochene Hierarchien oder unklare Verantwortlichkeiten beeinflussen jede Teamdynamik. Systemische Beratung macht diese Strukturen sichtbar.

Kommunikationsmuster
Unterbrechungen, Missverständnisse, unausgesprochene Konflikte: Oft prägen Muster die Kommunikation, die niemand bewusst gewählt hat. Sie zu erkennen, ist ein Schlüssel zur Veränderung.

Emotionale Prozesse
Spannungen, Frustration oder Unsicherheit begleiten Teams häufig. Systemische Beratung hilft, diese Emotionen anzuerkennen, ohne sie zu dramatisieren.

Erwartungsdruck an das Team
Leistungserwartungen von außen – etwa von Führungskräften oder Auftraggebern – können die Teamarbeit belasten. Systemische Beratung integriert diese Kontexte bewusst in die Arbeit.

Welche Methoden kommen in der systemischen Teamentwicklung zum Einsatz?

  • zirkuläre Fragen

  • Teamsoziogramme

  • Rollen- und Funktionsanalysen

  • Strukturaufstellungen

  • Visualisierung von Kommunikationsmustern

  • lösungsorientierte Zukunftsvisionen

  • Reflexionsschleifen und Feedbackformate

Diese Tools unterstützen Teams dabei, sich selbst besser zu verstehen – und damit handlungsfähiger zu werden.

Fazit: Systemische Beratung macht Teams zukunftsfähig

Die Arbeitswelt wird komplexer – und Teams stehen im Mittelpunkt dieser Veränderungen. Systemische Beratung bietet einen wirksamen Ansatz, um Klarheit, Vertrauen und produktive Zusammenarbeit zu fördern. Wer Teams langfristig begleiten oder sich professionell weiterentwickeln möchte, findet in der systemischen Beratung ein zukunftsstarkes Berufsfeld.
Mehr zur Systemischen Beratung in Teams an der RUB, gibt es hier.

Was macht eigentlich ein Personalreferent?

Ein ausführlicher Leitfaden zum Berufsbild – Aufgaben, Kompetenzen, Gehalt & Karrierewege

Der Job des Personalreferenten hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Moderne Unternehmen suchen heute keine reinen Verwaltungskräfte mehr, sondern HR-Generalisten, die Recruiting, Personalentwicklung, Beratung von Führungskräften und strategische HR-Themen verbinden. Doch was bedeutet das konkret? Welche Aufgaben hat ein Personalreferent, welche Kompetenzen werden gesucht – und wie wird man überhaupt einer?

Dieser Beitrag beantwortet alle wichtigen Fragen rund um den Beruf Personalreferent, auf Basis einer Recherche von 50 aktuellen Stellenausschreibungen.

Was Sie auf dieser Seite über Personalreferent:in erfahren können:


Was macht man als Personalreferent:in?

Ein Personalreferent ist das „HR-Allroundtalent“ eines Unternehmens. Laut unserer Stellenanzeigenanalyse fallen die Aufgaben typischerweise in fünf große Cluster:

  1. Recruiting & Onboarding (+++ sehr häufig)
  • Verfassen von Stellenanzeigen
  • Active Sourcing
  • Auswahl von Bewerbenden
  • Führen von Interviews
  • Vertragsverhandlungen
  • Gestaltung eines effektiven Onboardings
  1. Personalbetreuung & Beratung (++ häufig)
  • Ansprechpartner:in für Mitarbeitende und Führungskräfte
  • Beratung zu arbeitsrechtlichen Fragen
  • Begleitung von Konflikten, Feedback- und Entwicklungsgesprächen
  • Unterstützung im BEM-Verfahren
  1. Personaladministration (+++ sehr häufig)
  • Pflege von Personalakten
  • Erstellung von Verträgen, Bescheinigungen, Zeugnissen
  • Verwaltung von Personalstammdaten
  • Schnittstelle zur Lohnbuchhaltung
  1. Personalentwicklung (++/+++ häufig)
  • Analyse von Weiterbildungsbedarfen
  • Organisation von Trainings, Seminaren, E-Learning
  • Talentprogramme und Potenzialanalysen
  1. HR-Projekte & Digitalisierung (++ häufig)
  • Einführung neuer HR-Tools
  • Prozessdigitalisierung
  • Mitarbeit an Employer-Branding- oder Change-Projekten

Kurz gesagt: Personalreferent:innen sorgen dafür, dass Personalarbeit reibungslos, modern und menschenorientiert funktioniert.

Typische Aufgaben- und Tätigkeitsbereiche von Personalreferent:innen & Personalmanager:innen

Die Rolle bewegt sich zwischen operativer Personalarbeit (Recruiting, Administration, Betreuung) und zunehmend strategischen Aufgaben (Personalentwicklung, HR-Projekte, HR-Controlling, Employer Branding). In kleineren Unternehmen ist alles „in einer Hand“, in größeren Organisationen werden einzelne Cluster stärker spezialisiert.

Auch hier die Häufigkeits-Legende:

Aufgaben-Cluster Typische Tätigkeiten Häufigkeit
Personalplanung & -bedarfsermittlung Abstimmung mit Fachbereichen, Analyse des Personalbedarfs, Personalkostenplanung, Workforce Planning ++/+++
Recruiting & Onboarding Ausschreiben von Stellen, Active Sourcing, Screening von Bewerbungen, Führen von Interviews, Vertragsverhandlung, Gestaltung von Onboarding-Prozessen +++ – praktisch in jeder Generalisten-Rolle enthalten.
Personalverwaltung & HR-Administration Pflege von Personalakten, Erstellen und Anpassen von Arbeitsverträgen, Bescheinigungen, Arbeitszeugnissen; Pflege von Stamm- und Bewegungsdaten +++
Betreuung von Mitarbeitenden & Führungskräften Ansprechpartner:in für alltägliche Personalfragen, Beratung zu Regelungen/Prozessen, Unterstützung bei Konflikten, Begleitung von Mitarbeitergesprächen, BEM ++
Personalentwicklung & Weiterbildung Bedarfsanalyse, Planung und Organisation von Trainings, Seminaren, E-Learning, Talentprogrammen; Evaluierung der Maßnahmen ++/+++ (stark wachsendes Feld)
Vergütungs- & Benefitsmanagement Unterstützung bei Entgeltstruktur, Gehaltserhöhungen, Boni, variable Vergütung, Zusatzleistungen (Benefits, Jobrad, etc.) ++, häufiger bei Personalmanager:innen/HR-Business-Partnern
HR-Projekte & Digitalisierung Einführung/Optimierung von HR-Systemen, Prozessdigitalisierung (E-Akte, Self-Service-Portale), Mitarbeit in Transformationsprojekten ++
HR-Controlling & Reporting Erstellung von Statistiken, Reports und Kennzahlen, z. B. zu Fluktuation, Krankenstand, Recruiting-KPIs; Vorbereitung von Management-Reports +/++ – besonders in größerem HR-Setting
Compliance, Arbeitsrecht & Schnittstelle zum Betriebsrat Sicherstellen der Einhaltung von Arbeitsrecht, Datenschutz, Tarifrecht; Verhandlungen/Abstimmungen mit Betriebsrat, Vorbereitung von Betriebsvereinbarungen ++ (je nach Mitbestimmungsstruktur)
Employer Branding & Personalmarketing Mitarbeit an Karrierewebsite, Social-Media-Posts, Hochschulmarketing, Messen, Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke + – mit steigender Bedeutung, oft in Kombination mit Recruiting-Rollen
Trennungsmanagement & Offboarding Gestaltung von Offboarding-Prozessen, vorbereiten von Kündigungen/Aufhebungsverträgen, Führen von Exit-Gesprächen +/++ – häufig Teil der Generalistenrolle, aber selten im Vordergrund beworben

Ist Personalreferent:in ein guter oder wichtiger Job?

Ja – und zwar aus vier Gründen:

  1. Hohe Bedeutung im Unternehmen

HR ist heute ein strategischer Erfolgsfaktor. Personalreferent:innen gestalten Recruiting, Entwicklung und Bindung von Mitarbeitenden – also die zentralen Themen jedes Unternehmens.

  1. Sehr abwechslungsreiches Aufgabenfeld

Man arbeitet mit Menschen, Daten, Prozessen und Strategie gleichzeitig. Kein Tag ist wie der andere.

  1. Gute Zukunftsperspektiven

Digitalisierung, Fachkräftemangel und Change-Prozesse erhöhen die Nachfrage nach qualifizierten Personalreferent:innen.

  1. Schnelle Aufstiegschancen

Mit etwas Berufserfahrung sind Karriereschritte in Richtung HR Business Partner, HR Manager, Teamleitung oder Spezialistenrollen gut möglich.

Fazit: Personalreferent:innen haben einen wichtigen, sinnstiftenden und zukunftssicheren Beruf.

Wer darf sich Personalreferent:in nennen?

Der Begriff Personalreferent ist in Deutschland nicht geschützt. Das bedeutet:

  • Es gibt keine gesetzlich vorgeschriebene Qualifikation.
  • Sowohl Quereinsteiger:innen als auch akademisch ausgebildete HR-Fachkräfte können den Titel tragen.
  • Üblich ist allerdings eine HR-nahe Ausbildung oder ein Studium sowie erste praktische Erfahrungen.

Was ist der Unterschied zwischen Personalreferent und Personalsachbearbeiter?

Ist ein Personalreferent dasselbe wie ein Personalmanager?**

Hier die wichtigsten Unterschiede kompakt:

Personalreferent vs. Personalsachbearbeiter

Rolle Fokus
Personalsachbearbeiter Operative Verwaltung: Verträge, Datenpflege, Bescheinigungen, Prozesse.
Personalreferent Mischung aus operativer HR-Arbeit und Beratung, Recruiting, Entwicklung & HR-Projekten.

Kurz: Sachbearbeitung ist administrativ – Personalreferenten arbeiten breiter und strategischer.

Personalreferent vs. Personalmanager

In vielen Unternehmen werden die Begriffe synonym benutzt.
Tendenziell gilt aber:

  • Personalmanager = eher strategischer, konzeptioneller, projektorientierter
  • Personalreferent = HR-Generalist mit starker operative Expertise und Beratungskompetenz

In kleinen und mittleren Unternehmen überschneiden sich die Rollen komplett.

Was kommt nach dem Personalreferenten? (Karrierewege)

Typische Karrierepfade in HR sind:

  1. HR Business Partner
  2. HR Manager / People Manager
  3. Leitung Personal / HR Teamlead
  4. Head of HR oder HR-Direktor
  5. Spezialisierung, z. B.:
    • Recruiting / Talent Acquisition
    • Personalentwicklung
    • Employer Branding
    • Compensation & Benefits
    • Organisations- oder Change-Management

Mit 5–10 Jahren Berufserfahrung sind diese Schritte realistisch.

Wie viel verdient man als Personalreferent?

Das Gehalt hängt stark ab von:

  • Größe und Branche des Unternehmens
  • Region (Süddeutschland deutlich höher)
  • Verantwortung, Tarifbindung und Berufserfahrung

Typische Gehaltsspannen in Deutschland:

Erfahrungslevel Jahresgehalt (brutto)
Einsteiger 42.000–52.000 €
2–5 Jahre Erfahrung 50.000–65.000 €
Senior Personalreferent 60.000–80.000 €
Mit Projekt- oder Führungsverantwortung bis zu 90.000 € und mehr

In Konzernen und im Tarifumfeld (IG Metall, Chemie, öffentlicher Dienst) sind deutlich höhere Sprünge möglich.

Welche Kompetenzen braucht ein Personalreferent?

Auf Basis der Untersuchung von 50 Stellenausschreibungen lassen sich die wichtigsten Kompetenz-Cluster so zusammenfassen:

Fachliche Kompetenzen (Hard Skills)

  • Arbeits- & Tarifrecht (+++)
  • Recruiting & Interviewführung (+++)
  • HR-Software (SAP, Workday, Personio) (++)
  • Personalentwicklung & Coaching (++)
  • HR-Controlling / Kennzahlenanalyse (++)
  • Prozess- und Projektmanagement (+)

Überfachliche Kompetenzen (Soft Skills)

  • Kommunikationsfähigkeit & Beratungskompetenz (+++)
  • Empathie & Konfliktlösung (+++)
  • Organisation & Selbstmanagement (++)
  • Digitale Kompetenz (++)
  • Diskretion & Integrität (+++)

Kurz: Personalreferent:innen müssen rechtliche Sicherheit, digitale Kompetenz, analytisches Denken und zwischenmenschliche Stärke miteinander verbinden.

 

Welches Studium oder welche Weiterbildung braucht man, um Personalreferent zu werden?

Weil der Begriff nicht geschützt ist, führen mehrere Wege ins HR:

  1. Klassische Studiengänge (sehr häufig):
  • BWL mit Schwerpunkt Personal
  • Wirtschaftspsychologie
  • Psychologie
  • Sozialwissenschaften
  • Rechtswissenschaften
  • Verwaltungswissenschaften
  1. Duale Studiengänge / Berufsausbildungen:
  • Personaldienstleistungskaufmann/-frau
  • Industriekaufmann/-frau
  • Kaufmann/-frau für Büromanagement mit HR-Schwerpunkt
  1. Professionelle Weiterbildungen (besonders beliebt für Quereinsteiger):
  • Zertifikatskurse „Personalreferent:in“
  • Weiterbildung „Recruiting & Active Sourcing“
  • Zertifikat „Personalentwicklung“
  • Weiterbildung im Arbeitsrecht
  • Coaching- oder Mediationsausbildung
  • Systeme & Tools: SAP HCM, Workday, Personio
  1. Praxis ist entscheidend

Unabhängig vom formalen Weg achten Unternehmen bei Personalreferent:innen besonders auf:

  • Erfahrung im Umgang mit Mitarbeitenden
  • Einfühlungsvermögen
  • Beratungsstärke
  • Verantwortungsbewusstsein

Welches Studium oder welche Weiterbildung braucht man, um Personalreferent zu werden?

Der Weg in den Beruf Personalreferent ist nicht starr vorgegeben – es gibt verschiedene Einstiege über Ausbildung, Studium und Weiterbildung. Entscheidend ist, wie gut diese Qualifikationen zur gewünschten Karrierestufe passen.

  1. Klassische Einstiege: Ausbildung & Bachelorstudium

Viele Personalreferent:innen starten mit:

  • einer kaufmännischen Ausbildung (z. B. Industriekaufmann/-frau, Personaldienstleistungskaufmann/-frau)
  • einem Bachelorstudium in BWL, Wirtschaftspsychologie, Sozialwissenschaften, Rechts- oder Verwaltungswissenschaften

Diese Abschlüsse ermöglichen in der Regel den Einstieg als Junior-Personalreferent:in oder in Funktionen der Personalsachbearbeitung. Für viele höherwertige Personalreferenten- oder HR-Managementstellen – insbesondere mit Projekt- oder Führungsverantwortung – wird jedoch zunehmend ein Masterabschluss erwartet.

  1. Zertifikatskurse & kürzere Weiterbildungen – sinnvoll, aber begrenzt

Zertifikatskurse zum*zur „Personalreferent:in“, zu Recruiting, Arbeitsrecht oder Personalentwicklung sind ein guter Weg,

  • um sich zu spezialisieren
  • Wissen schnell zu aktualisieren
  • als Quereinsteiger:in erste HR-Kompetenzen aufzubauen

Sie haben aber klare Grenzen:

  • Sie ersetzen keinen akademischen Masterabschluss
  • Sie reichen oft nicht aus, um in höheren Tarifgruppen, Führungspositionen oder den Höheren Dienst (insbesondere im öffentlichen Sektor) aufzusteigen
  • Ihr „Signalwert“ beim Arbeitgeber ist geringer als der eines universitären Mastertitels

Für einen dauerhaften Karriereaufstieg vom operativen Personalreferenten hin zu HR-Manager:in, HR Business Partner oder Leitung Personal ist ein weiterbildender Master in vielen Organisationen ein entscheidender Hebel.

  1. Berufsbegleitender Master als Karriere-Booster für Personalreferent:innen

Ein berufsbegleitender Masterstudiengang im Bereich Personalmanagement/Human Resource Management bietet gegenüber reinen Zertifikatsweiterbildungen und einem „nur“ grundständigen Studium mehrere zentrale Vorteile:

  1. Formaler Aufstiegsvorteil
    • Ein Master (M.A.) qualifiziert für höhere Laufbahngruppen, anspruchsvollere Positionen und oftmals bessere Eingruppierungen – gerade im öffentlichen Dienst und in größeren Organisationen.
    • Für viele Stellen, in denen Personalreferent:innen in Richtung strategisches HR-Management wachsen, wird ein Master explizit vorausgesetzt.
  2. Tiefere fachliche und methodische Kompetenz
    • Berufsbegleitende HR-Master verbinden Arbeitsrecht, BWL, Psychologie, Organisations- und Change-Management auf hohem Niveau.
    • Personalreferent:innen lernen, Daten zu analysieren, evidenzbasierte HR-Konzepte zu entwickeln und Veränderungsprozesse professionell zu begleiten – Fähigkeiten, die in Stellenausschreibungen zunehmend gefragt sind.
  3. Karriereentwicklung ohne Berufsunterbrechung
    • Ein berufsbegleitender Master ermöglicht, im Job zu bleiben, Berufserfahrung zu sammeln und gleichzeitig den akademischen Abschluss zu erwerben.
    • Personalreferent:innen können Gelerntes direkt im Unternehmen anwenden, was sie intern zusätzlich sichtbar macht.
  4. Netzwerk- und Praxisvorteil
    • In hochwertigen berufsbegleitenden Masterprogrammen studieren vor allem berufserfahrene HR-Praktiker:innen und Führungskräfte.
    • Das Netzwerk aus Kommiliton:innen, Dozierenden und Unternehmenspartnern wirkt oft als Karriere-Turbo.
  1. Warum der berufsbegleitende Master Human Resource Management an der Akademie der Ruhr-Universität besonders interessant ist

Der berufsbegleitende Master Human Resource Management (HRM) an der Ruhr-Universität Bochum, durchgeführt über die Akademie der Ruhr-Universität, gilt als eines der renommiertesten Programme im Bereich berufsbegleitendes Personalmanagement in Deutschland. (studieren-berufsbegleitend.de)

Argumente aus Karriereperspektive für Personalreferent:innen:

  • Regelmäßige Spitzenbewertung im CHE-Ranking:
    Der HRM-Master erhält im CHE-Hochschulranking wiederholt Spitzenergebnisse und gehört in zentralen Kategorien zur Spitzengruppe. Das ist ein starkes Qualitätssignal für Arbeitgeber und Bewerbende zugleich. Spitzenplatzierung für den berufsbegleitenden HRM Studiengang der Ruhr-Universität Bochum
  • Kombination aus Wissenschaft und Praxis:
    Das Programm verbindet wissenschaftlich fundierte Inhalte (u. a. aus Psychologie, BWL, Recht) mit hochgradig praxisnahen Anwendungen – also genau dem Profil, das moderne Personalreferent:innen und künftige HR-Manager:innen benötigen.
  • Gezielte Qualifikation für Führungs- und Managementaufgaben im HR:
    Der Studiengang ist explizit darauf ausgerichtet, Teilnehmende für Führungsaufgaben im modernen Personalmanagement zu qualifizieren – einschließlich Rollen wie HR Business Partner, Leitung Personal oder Change Agent.
  • Karrierewirksam für erfahrene Personalreferent:innen:
    Laut Programmbeschreibungen richtet sich der HRM-Master an Personen, die sich bereits im HR engagieren und ihre Kompetenzen auf Master-Niveau erweitern wollen, um strategischer, gestaltender und führungsverantwortlich tätig zu werden.
  • Starke Reputation der Ruhr-Universität Bochum:
    Als große Volluniversität mit guten Platzierungen in internationalen Rankings bringt die RUB zusätzlich Reputationskapital mit, das sich auf Absolvent:innen und deren Karrierechancen überträgt. DAAD
  1. Fazit: Für ambitionierte Personalreferent:innen führt am berufsbegleitenden Master kaum ein Weg vorbei

Zusammengefasst:

  • Wer erstmalig in den Beruf des Personalreferenten einsteigen will, kann dies auch über Bachelorstudium, Ausbildung plus Weiterbildung oder Zertifikatskurse schaffen.
  • Wer jedoch dauerhaft in verantwortungsvollere HR-Rollen hineinwachsen möchte – etwa als HR Manager, HR Business Partner oder Leiter:in Personal – profitiert deutlich von einem berufsbegleitenden Masterstudium.
  • Der berufsbegleitende Master Human Resource Management an der Akademie der Ruhr-Universität, der regelmäßig im CHE-Ranking in der Spitzengruppe geführt wird, bietet hierfür einen besonders starken Hebel, weil er akademische Exzellenz, Praxisnähe, Reputation und Karrierechancen intelligent verbindet. Spitzenplatzierung für den berufsbegleitenden HRM Studiengang der Ruhr-Universität Bochum

Jetzt den nächsten Karriereschritt gehen – besuchen Sie unsere Infoveranstaltung!

Sie möchten Ihre Karriere als Personalreferent:in gezielt weiterentwickeln und den Schritt in strategische HR-Rollen, Projekt- oder Führungsverantwortung gehen? Dann ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um sich umfassend zu informieren.

Der berufsbegleitende Master Human Resource Management an der Akademie der Ruhr-Universität gehört seit Jahren zur Spitzengruppe im CHE-Hochschulranking und bietet Ihnen:

  • wissenschaftlich fundierte und praxisnahe Qualifikation auf Master-Niveau,
  • Dozierende mit exzellenter HR-Expertise,
  • ein starkes berufliches Netzwerk aus HR-Professionals,
  • maximale Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie.

Lernen Sie das Programm persönlich kennen!

👉 Melden Sie sich jetzt zur nächsten unverbindlichen Infoveranstaltung an – online oder vor Ort als Schnuppertag im Studiengang.
Dort erhalten Sie:

  • einen kompakten Überblick über Inhalte, Struktur und Anforderungen,
  • direkte Einblicke in die Lernformate und Karriereperspektiven,
  • die Möglichkeit, individuelle Fragen an Studienleitung und Beratungsteam zu stellen.

Machen Sie den nächsten Schritt – Ihre HR-Karriere wartet nicht.
👉 Hier geht’s zur Anmeldung:

Mediationsausbildung 2026/27 – Jetzt anmelden!

Die Akademie der Ruhr-Universität freut sich, die neu konzipierte Mediationsausbildung 2026/27 vorzustellen. Ab 01. Dezember ist die Anmeldung geöffnet. Mit dieser Ausbildung bieten wir ein Format, das berufstätigen Personen maximale Flexibilität bei gleichzeitig hoher inhaltlicher Qualität ermöglicht.

Berufsbegleitend, kompakt und praxisnah

Mediation gewinnt in immer mehr Berufsfeldern an Bedeutung von Personalentwicklung und Teamführung über Soziale Arbeit bis hin zu Verwaltung, Gesundheitswesen und Beratungskontexten. Mit der neuen Ausbildungsstruktur möchten wir Menschen in verantwortungsvollen Rollen eine Weiterbildung ermöglichen, die sich realistisch mit dem Berufsalltag vereinbaren lässt.

Daher setzt die Ausbildung 2026/27 auf ein durchdachtes Konzept aus:

  • Online-Abendterminen: Viele Lerneinheiten finden unter der Woche zwischen 17:30 und 21:30 Uhr statt. So können Teilnehmende die Weiterbildung bequem nach Feierabend absolvieren – ohne Pendelwege und ohne zusätzliche Urlaubstage investieren zu müssen.
  • Präsenzwochenenden in Bochum: Die zentralen Ausbildungstage werden bewusst an Wochenenden oder halbtägig gebündelt. Das ermöglicht intensive Lernphasen, persönlichen Austausch und praxisorientierte Übungen in Kleingruppen – ein wesentliches Element der Mediationspraxis.
  • Start im September 2026 und Abschluss in nur 6 Monaten: Dank der klaren Struktur wird die Weiterbildung in einem Zeitraum von einem halben Jahr abgeschlossen. Die Mischung aus Online- und Präsenzlernen macht diesen kompakten Rahmen möglich, ohne auf Tiefe und persönliche Begleitung zu verzichten.

Inhaltliche Schwerpunkte der sechs Module der Mediationsausbildung

Die Ausbildung erstreckt sich über sechs sorgfältig aufeinander abgestimmte Module:

  1. Einführung & Grundlagen der Mediation: Rolle, Haltung, Struktur – der Start in das mediative Denken und Arbeiten.
  2. Der Mediationsprozess: Phasenmodell, Auftragsklärung, Themen- und Interessenarbeit.
  3. Gewaltfreie Kommunikation & Mediationsphasen: Vertiefte Gesprächsführung, Bedürfnisse erkennen, Wertekonflikte professionell begleiten.
  4. Rechtliche Aspekte der Mediation: Rechtlicher Rahmen, Haftungsfragen, Mediationsvereinbarungen.
  5. Mediation in Teams und Gruppen: Dynamiken in größeren Settings, Konflikteskalation, Moderation komplexer Situationen.
  6. Abschlussmodul & Professionalisierung: Übungsmediationen, Reflexion, Vorbereitung auf die Zertifizierung.

Alle Inhalte entsprechen selbstverständlich der ZMediatAusbV (Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung) und bereiten auf die spätere Zertifizierung vor.

Warum sich die Teilnahme an unserer Mediationsausbildung lohnt

  • Berufsbegleitend optimal planbar

  • Hoher Online-Anteil ohne Qualitätsverlust

  • Intensive Präsenzphasen für echte Praxisnähe

  • Abschluss in 6 Monaten

  • Erfahrene Dozentin und Ausbildungsleitung aus der Praxis

  • Geeignet für Bildungsurlaub (NRW)

Anmeldung ab 01. Dezember geöffnet

Interessierte können sich ab dem 01. Dezember 2025 online anmelden.
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Für alle Fragen rund um Ablauf, Voraussetzungen oder inhaltliche Schwerpunkte bieten wir gern persönliche Beratungsgespräche an.

POET auf dem Deutschen Schulträgerkongress 2025

Das Team des Verbundprojekts POET – Prozess- und Organisationsbegleitung von Schulträgern auf dem Weg zur OER-Integration war in diesem Jahr beim Deutschen Schulträgerkongress (DSTK) vertreten. Die Veranstaltung gilt als bundesweit zentrale Plattform für alle Akteur:innen, die Schulentwicklung, Digitalisierung und Bildungspolitik aktiv mitgestalten.

Mit der Teilnahme verfolgte POET zwei zentrale Ziele:

  1. Schulträger noch enger an das Projekt heranführen und deren Bedarfe, Herausforderungen und Entwicklungswege aus erster Hand kennenlernen
  2. das Projekt im wissenschaftlich-praktischen Austausch sichtbar machen und erste Impulse aus der Feldforschung mit der Fachcommunity diskutieren.

POET im Programm des DSTK: Einblick in Ziele, Erkenntnisse und nächste Schritte

Im Rahmen eines Workshops präsentierte unser Projektkoordinator Yves Gensterblum die wichtigsten Eckpunkte des Projekts. Der Vortrag gab zudem einen Ausblick auf die kommenden Schritte in POET:

  • die Panelbefragung der teilnehmenden Schulträger (Start: Winter 2025),

  • den Ausbau von Qualifizierungs- und Unterstützungsangeboten, die sich am Reifegrad der Schulträger orientieren,

  • erste Workshops und Beratungsbausteine, die Schulträger in ihren Veränderungsprozessen zur digitalen Bildungssteuerung begleiten,

  • sowie die Entwicklung von praxisnahen OER-Angeboten und Vernetzungstools für Schulen und Verwaltung.

Ziel bleibt, den Wandel hin zu einer Kultur der Digitalität aktiv mitzugestalten und Schulträger – gemeinsam mit Schulen und Schulaufsichten – systematisch beim Auf- und Ausbau von OER-Strategien zu unterstützen.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier:
👉 https://akademie.rub.de/forschungsprojekte/forschungsprojekt-poet/

Austausch mit Schulträgern: Praxisperspektiven als Projektimpulse

Neben dem eigenen Beitrag nutzte das POET-Team den Kongress, um mit Schulträgern aus ganz Deutschland ins Gespräch zu kommen. Die Diskussionen zeigten einmal mehr:

  • dass der Einsatz von Open Educational Resources (OER) zunehmend als strategisches Thema erkannt wird,

  • dass viele Schulträger sich mehr Unterstützung bei Change-Management-Prozessen wünschen,

  • und dass Fragen rund um Zuständigkeiten, Ressourcen und digitale Schulentwicklungsstrategien weiterhin eine zentrale Rolle spielen.

Diese Eindrücke fließen direkt in die laufenden Arbeitsprozesse des Projekts ein und tragen dazu bei, die nächsten Schritte noch präziser auf die Bedarfe in der Praxis auszurichten.

Das POET-Team bedankt sich bei allen Beteiligten des DSTK für den offenen Austausch und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit Schulträgern, Schulen und Schulaufsichten auf dem Weg zur erfolgreichen OER-Integration.

Neue Wissensreise gestartet: Zertifikatskurse „CIM“ und „Vertriebsingenieur:in VDI“ – Jahrgang 2025/26

An der Akademie der Ruhr-Universität sind die neuen Durchgänge der Zertifikatskurse „CIM – Chief Innovation Manager:in“ und „Vertriebsingenieur:in VDI
– Sales Professional B2B
“ gestartet.

Von November 2025 bis April 2026 erweitern die Kursteilnehmenden berufsbegleitend ihre fachlichen und methodischen Kompetenzen. Beide Programme umfassen sechs Module mit jeweils zwei bis drei Präsenztagen pro Monat. Die Lehre übernehmen jeweils sieben Dozentinnen und Dozenten aus Hochschule und Wirtschaft.

Zertifikatskurse an der Akademie der Ruhr-Universität verbinden wissenschaftlich fundierte Theorie mit praxisorientiertem Anwendungswissen. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden das „Certificate of Advanced Studies (CAS)“ inklusive 10 ECTS-Punkten (Hochschul-Credits) – ein europaweit anerkanntes Hochschulzertifikat gemäß § 62 Abs. 1 Hochschulgesetz NRW.

Ein zentrales Element beider Programme ist das begleitende Praxisprojekt. Die Teilnehmenden entwickeln hierbei über die gesamte Kursdauer hinweg eine eigene Aufgabenstellung weiter und setzen die in den Fachmodulen neu erlernten Modelle und Werkzeuge unmittelbar ein. Im Abschlussmodul werden die Projekte präsentiert, wissenschaftlich bewertet und im kollegialen Austausch diskutiert.

Vertriebsingenieur:in VDI – WS25/26

Chief Innovation Manager:in – WS 25/26

Die Akademie der Ruhr-Universität gratuliert beiden Kursteams zum gelungenen Start und wünscht allen Teilnehmenden viel Erfolg und Freude auf ihrer beruflichen Wissensreise!

www.akademie.rub.de/INNO-MANAGEMENT

www.akademie.rub.de/B2B-Vertrieb-VDI