Was ist sprachsensibler Unterricht

Viele Schülerinnen und Schüler können sich mit ihrer Alltagssprache ohne Probleme verständigen. Ihre bildungssprachlichen Fähigkeiten reichen aber oft nicht aus, um in der Schule erfolgreich zu sein. Im Unterricht fachbezogene Sachtexte zu verstehen, eigene verständliche Texte zu schreiben und im Unterrichtsgespräch Zusammenhänge zu begreifen und zu erklären, bereitet ihnen Schwierigkeiten. Dies gilt für Schülerinnen und Schüler sowohl mit als auch ohne Migrationshintergrund. Die Bedeutung, die die Sprache beim fachlichen Lernen spielt, wird oft unterschätzt. Sprachliche Fähigkeiten und fachliches Lernen sind untrennbar miteinander verbunden und finden in jedem Unterricht statt. Jedes Lernen geschieht sprachlich, vermittelt und reflektiert.


Auf folgende Fragen zum sprachsensiblen Unterricht finden Sie auf dieser Seite Antworten:


Warum ist sprachsensibler Unterricht wichtig?

In einer zunehmend diversifizierten Gesellschaft gewinnt der sprachsensible Unterricht an Bedeutung.

Es besteht ein Zusammenhang zwischen Schulerfolg und bildungssprachlichen Kompetenzen von Schüler:innen. Wissenschaftliche Erkenntnisse deuten darauf hin, dass sprachsensibler Unterricht die Bildungschancen aller Schüler verbessert – unabhängig von der jeweiligen Erstsprache.
Um eine nachhaltige Verankerung von sprachsensiblem und kultursensiblem Unterricht zu gewährleisten, ist es für die Institution Schule besonders wichtig, auf fortwährende Gegebenheiten reagieren und neue Lösungswege entwickeln zu können.
Dieser stellt sicher, dass Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen sprachlichen Voraussetzungen die gleichen Chancen auf Bildungserfolg haben. Doch warum genau ist diese Form des Unterrichts so wichtig?

  1. Förderung der Chancengleichheit

Schülerinnen und Schüler bringen unterschiedliche sprachliche Kompetenzen mit in den Unterricht. Manche sprechen Deutsch als Muttersprache, andere haben Deutsch als Zweit- oder Drittsprache gelernt. Sprachsensibler Unterricht nimmt diese Unterschiede bewusst wahr und integriert Strategien, um alle Lernenden bestmöglich zu unterstützen. Dies trägt zur Chancengleichheit bei, weil niemand aufgrund sprachlicher Barrieren benachteiligt wird.

  1. Unterstützung beim Fachverständnis

Schulsprache ist oft von Fachbegriffen und komplexen Strukturen geprägt, die für viele Lernende herausfordernd sein können. Insbesondere im Fachunterricht wie Mathematik, Naturwissenschaften oder Geschichte werden spezielle sprachliche Fähigkeiten verlangt, die über den Alltagsgebrauch hinausgehen. Ein sprachsensibler Unterricht hilft den Schülerinnen und Schülern, die fachlichen Inhalte besser zu verstehen, indem er Sprache systematisch in den Lernprozess integriert. Dies fördert sowohl das Fachwissen als auch die sprachliche Kompetenz der Lernenden.

  1. Förderung von Mehrsprachigkeit als Ressource

Anstatt Mehrsprachigkeit als Hindernis zu sehen, erkennt der sprachsensible Unterricht sie als wertvolle Ressource. Lernende, die mehr als eine Sprache beherrschen, können ihre Fähigkeiten im Unterricht einbringen und davon profitieren. Dies stärkt ihr Selbstbewusstsein und motiviert sie, ihre sprachlichen Kompetenzen weiterzuentwickeln. Mehrsprachigkeit wird so zu einem Vorteil im Bildungsprozess.

  1. Vorbereitung auf eine globale Welt

Die Welt wird immer vernetzter, und sprachliche sowie kulturelle Vielfalt spielen in vielen Lebensbereichen eine wichtige Rolle. Durch sprachsensiblen Unterricht erwerben Schülerinnen und Schüler nicht nur sprachliche Fähigkeiten, sondern auch ein Bewusstsein für die Vielfalt in ihrer Umgebung. Sie lernen, wie Sprache als Werkzeug für Verständigung und Zusammenarbeit in einem multikulturellen Kontext eingesetzt werden kann. Damit bereitet der Unterricht sie nicht nur auf das Berufsleben, sondern auch auf die gesellschaftlichen Anforderungen vor.

  1. Stärkung der sozialen Teilhabe

Sprache ist der Schlüssel zur sozialen Teilhabe. Durch einen sprachsensiblen Unterricht werden Lernende nicht nur akademisch gefördert, sondern auch in ihrer sozialen und emotionalen Entwicklung unterstützt. Sie lernen, sich in unterschiedlichen sozialen Situationen sicher auszudrücken, was ihnen hilft, sich in der Schule, aber auch in ihrem weiteren Leben besser zu integrieren. Das Gefühl, verstanden zu werden und sich ausdrücken zu können, fördert zudem das Klassenklima und stärkt das Gemeinschaftsgefühl.

Fazit

Sprachsensibler Unterricht ist weit mehr als nur eine methodische Anpassung im Schulalltag. Er ist ein wichtiger Schritt hin zu einem gerechteren Bildungssystem, das die sprachliche Vielfalt seiner Lernenden anerkennt und fördert. Er trägt zur Chancengleichheit bei, unterstützt das fachliche Lernen und schafft die Grundlagen für eine erfolgreiche gesellschaftliche Teilhabe. In einer globalisierten Welt ist sprachsensibler Unterricht unerlässlich, um Lernende auf die Herausforderungen von heute und morgen vorzubereiten. Dazu empfehlen wir den Videovortrag von Prof. Lena Heine.

Sprachsensibler Unterricht und ihre gesellschaftliche Bedeutung für die Chancengleichheit

Der Umgang mit dieser sprachlichen Heterogenität im Unterricht kann über den Schulerfolg sowie über den langfristigen Zugang zu Bildungschancen der Schülerinnen und Schüler entscheiden. Geht die Lehrkraft von einem einheitlichen Sprachniveau aus, ist die Gefahr groß, dass sich Kompetenzunterschiede und sprachliche Defizite verfestigen. Die Schule trägt somit nicht etwa dazu bei, Bildungsungleichheit zu mindern, sondern Ungleichheiten zu reproduzieren. Es stellt sich also die Frage, welche konkreten Maßnahmen Lehrkräfte ergreifen können, um Kindern und Jugendlichen innerhalb heterogener Lerngruppen mehr Chancengleichheit zu ermöglichen.

Und welche konkreten Maßnahmen können Lehrkräfte ergreifen, um den heterogenen Sprachkompetenzen gerecht zu werden?
Um den Einfluss der sprachlichen Ausgangslagen einzelner Schülerinnen und Schüler auf ihren jeweiligen Bildungserfolg möglichst gering zu halten und somit die Chancengleichheit innerhalb einer heterogenen Lerngruppe zu fördern und zu erhalten, können Lehrkräfte gezielte Maßnahmen ergreifen. Diesen Fragen geht unsere Lehrerfortbildung im Schulsiegel „sprach- und kultursensibler Unterricht“ auf den Grund.

Erwerben Sie als Institution das Schulsiegel „sprachsensibler und kultursensibler Unterricht“ und stehen der sprachlichen und kulturellen Vielfalt im Unterricht offen und professionell gegenüber.

Sprachsensibler Unterricht bedeutet, die Sprache als zentrales Werkzeug für den Bildungserfolg bewusst in den Unterricht zu integrieren. Es geht darum, nicht nur Fachwissen zu vermitteln, sondern auch die sprachlichen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zu fördern, die sie für das Verstehen und Kommunizieren dieser Inhalte benötigen.

Was versteht man unter sprachsensiblem Unterricht?

Sprachsensibler Unterricht ist ein didaktisches Konzept, das den gezielten Einsatz von Sprache als Schlüssel zum Lernerfolg in den Mittelpunkt stellt. In jeder Unterrichtssituation spielt Sprache eine zentrale Rolle – sie ist das Medium, durch das Wissen vermittelt und verstanden wird. Sprachsensibler Unterricht trägt dieser Tatsache Rechnung, indem er nicht nur fachliche Inhalte vermittelt, sondern gleichzeitig die Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler fördert. Doch was genau versteht man darunter?

  1. Der Zusammenhang zwischen Sprache und Fachlernen

Sprache ist das wichtigste Werkzeug, um fachliche Inhalte zu verstehen, zu verarbeiten und zu kommunizieren. Im sprachsensiblen Unterricht wird daher der Sprachgebrauch in den Mittelpunkt gerückt, insbesondere in Fächern wie Mathematik, Naturwissenschaften oder Gesellschaftswissenschaften, wo die Fachsprache oft komplexer ist als die Alltagssprache. Lernende müssen in der Lage sein, fachliche Texte zu lesen, mathematische Formeln zu verstehen und wissenschaftliche Theorien zu erfassen.
Sprachsensibler Unterricht hilft ihnen dabei, indem er nicht nur das jeweilige Fachwissen vermittelt, sondern auch den dafür nötigen Sprachgebrauch. Fachbegriffe werden nicht nur erklärt, sondern ihre Anwendung und Bedeutung im jeweiligen Kontext werden verdeutlicht.

  1. Mehrsprachigkeit als Ressource

In vielen Klassenzimmern ist Mehrsprachigkeit die Realität. Lernende kommen mit unterschiedlichen sprachlichen Hintergründen in die Schule, und oft ist Deutsch nicht ihre Erstsprache. Sprachsensibler Unterricht erkennt Mehrsprachigkeit nicht als Defizit, sondern als wertvolle Ressource. Diese wird aktiv im Unterricht eingebunden, etwa durch den Vergleich von Fachbegriffen in verschiedenen Sprachen oder die Ermutigung, Mehrsprachigkeit als Lernstrategie zu nutzen. Indem Mehrsprachigkeit wertgeschätzt wird, stärkt der sprachsensible Unterricht das Selbstbewusstsein der Lernenden und zeigt ihnen, dass ihre sprachlichen Fähigkeiten im Klassenzimmer von Bedeutung sind.

  1. Förderung der Bildungssprache

Ein zentrales Anliegen des sprachsensiblen Unterrichts ist die Vermittlung und der bewusste Umgang mit der sogenannten „Bildungssprache“. Diese ist formeller und komplexer als die Alltagssprache und umfasst spezifische Begriffe, Satzstrukturen und Textsorten, die für den schulischen und beruflichen Erfolg notwendig sind. In vielen Fällen müssen Lernende erst lernen, mit der Bildungssprache umzugehen. Sprachsensibler Unterricht unterstützt sie dabei, indem er:

  • Sprachliche Hilfen wie Satzanfänge, Formulierungshilfen oder Wortschatzlisten bereitstellt.
  • Sprachliche Strukturen erklärt, die in schulischen Texten oder bei Prüfungen häufig vorkommen.
  • Den aktiven Gebrauch der Bildungssprache in mündlichen und schriftlichen Übungen fördert.

Diese Herangehensweise bereitet die Schülerinnen und Schüler gezielt auf sprachlich anspruchsvolle Situationen im Unterricht, bei Prüfungen und später im Berufsleben vor.

  1. Einbindung sprachlicher Lernziele in den Fachunterricht

Ein entscheidendes Merkmal des sprachsensiblen Unterrichts ist, dass Sprachförderung nicht nur im Deutsch- oder Sprachunterricht stattfindet, sondern in allen Fächern verankert wird. Jedes Unterrichtsfach hat spezifische sprachliche Anforderungen, die die Lernenden bewältigen müssen. Deshalb formulieren Lehrkräfte im sprachsensiblen Unterricht nicht nur fachliche, sondern auch sprachliche Lernziele. Beispielsweise könnte in einer Biologiestunde neben dem Verstehen von Zellstrukturen auch das sprachliche Ziel verfolgt werden, dass die Lernenden in der Lage sind, diese Fachbegriffe in eigenen Worten zu erklären. Durch die bewusste Verknüpfung von Fach- und Sprachlernen wird der Unterricht insgesamt effektiver.

  1. Differenzierung und Individualisierung

Da die Sprachkenntnisse der Schülerinnen und Schüler sehr unterschiedlich sein können, ist Differenzierung ein wichtiger Bestandteil des sprachsensiblen Unterrichts. Lernende mit unterschiedlichem Sprachniveau benötigen verschiedene Arten von Unterstützung. Sprachsensible Lehrkräfte setzen daher auf individuelle Förderungen, wie:

  • Einfache sprachliche Zugänge für Lernende mit geringen Deutschkenntnissen.
  • Erweiterte sprachliche Herausforderungen für fortgeschrittenere Lernende.
  • Hilfsmittel wie Wortschatzlisten, Visualisierungen oder kooperative Lernmethoden, die unterschiedliche Lernniveaus ansprechen.

Sprachsensibler Unterricht bedeutet, die Sprache als zentrales Werkzeug für den Bildungserfolg bewusst in den Unterricht zu integrieren. Es geht darum, nicht nur Fachwissen zu vermitteln, sondern auch die sprachlichen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zu fördern, die sie für das Verstehen und Kommunizieren dieser Inhalte benötigen. Indem der Unterricht Mehrsprachigkeit wertschätzt und die Bildungssprache fördert, werden alle Lernenden – unabhängig von ihrem sprachlichen Hintergrund – dabei unterstützt, ihr volles Potenzial zu entfalten. Falls Sie Interesse an einer Fortbildung zu Ihrem Fach haben, finden Sie hier unsere Lehrerfortbildung zum sprachsensiblen Unterricht.

Die Methoden des sprachsensiblen Unterrichts verbessern viele der Herausforderungen, die in einem sprachlich und kulturell vielfältigen Klassenzimmer auftreten. Sie helfen, sprachliche Barrieren abzubauen, fördern den Umgang mit der Bildungssprache und gleichen Ungleichheiten in der Sprachkompetenz aus.

Welche Herausforderungen werden durch Methoden des sprachsensiblen Unterrichts verbessert?

Der Begriff „sprachsensibler Unterricht“ steht für einen Fachunterricht, in dem die Sprache bewusst als Mittel des Denkens und Kommunizierens eingesetzt wird, um fachliches und sprachliches Lernen zu verknüpfen.

Ein Beispiel aus dem naturwissenschaftlichen Unterricht:

Im naturwissenschaftlichen Unterricht analysieren die Lernenden ein Diagramm. Thema ist die Erhitzung des Wassers. Der Zeitverlauf wird auf der X-Achse angegeben, die Y-Achse zeigt die steigende Temperatur. Worin liegt nun der Unterschied zwischen folgenden Aussagen der Lernenden?

Äußerung a. „Die Zeit vergeht und die Temperatur des Wassers steigt.“

Äußerung b. „Je länger das Wasser erhitzt wird, desto höher wird die Temperatur.“

Beide Lernende betrachten das gleiche Diagramm und meinen vermutlich dasselbe. Doch während a. die Zeitdauer und den Temperaturanstieg des Wassers, sprachlich markiert durch die Konjunktion „und“, nebeneinander anordnet und sie als zwei Einzelbeobachtungen darstellt, zeigt b. eine Kausalität zwischen Zeit und Temperaturanstieg auf. Sprachlich markiert wird diese durch die Doppelkonjunktion „je…desto“ sowie die Komparativnutzung („länger…höher“). Äußerung b ist damit nicht nur sprachlich, sondern auch inhaltlich präziser als Äußerung a.

Aufgabe eines sprachsensiblen Fachunterrichts ist es, allen Schülerinnen und Schüler durch integrierte, gezielte sprachliche Unterstützung das fachliche Lernen zu ermöglichen und zu erleichtern.

Daher zielt der sprachsensible Unterricht darauf ab, sprachliche Hürden im Lernprozess zu überwinden, die das Verstehen von fachlichen Inhalten erschweren. Dabei profitieren nicht nur Schülerinnen und Schüler, deren Erstsprache nicht Deutsch ist, sondern alle Lernenden, da Sprache das zentrale Medium des Wissenszugangs ist. Die Methoden des sprachsensiblen Unterrichts helfen, viele Herausforderungen zu meistern, die in einem heterogenen Klassenzimmer auftreten. Welche Herausforderungen lassen sich also durch diesen Ansatz verbessern?

  1. Überwindung von Sprachbarrieren

Eine der größten Herausforderungen, die im Unterricht auftreten, ist das Verständnis sprachlicher Strukturen und Fachbegriffe. Besonders Lernende, deren Erstsprache nicht Deutsch ist, kämpfen oft mit der Komplexität der Unterrichtssprache. Sprachliche Barrieren hindern sie daran, dem Unterricht vollständig zu folgen und sich aktiv einzubringen. Methoden des sprachsensiblen Unterrichts wie Scaffolding, die Verwendung von Bildern und Visualisierungen sowie das Erläutern von Fachterminologie machen es leichter, die Inhalte zu erfassen. Indem sprachliche Hürden bewusst abgebaut werden, wird der Zugang zu Wissen für alle Lernenden verbessert.

  1. Förderung der Bildungssprache

Eine weitere große Herausforderung für viele Schülerinnen und Schüler ist der Umgang mit der Bildungssprache. Diese unterscheidet sich oft deutlich von der Alltagssprache und kann sehr anspruchsvoll sein, gerade in Fächern wie Mathematik, Naturwissenschaften oder Geschichte. Bildungssprache erfordert ein Verständnis für spezifische Begriffe und komplexe Satzstrukturen, die im alltäglichen Sprachgebrauch seltener vorkommen. Sprachsensibler Unterricht greift dieses Problem auf, indem er sprachliche Lernziele formuliert, die den Umgang mit der Bildungssprache gezielt fördern. Dadurch lernen die Schüler, sich in der formalen Sprache des Unterrichts sicherer auszudrücken, was langfristig zu einem besseren Lernerfolg führt.

  1. Ungleichheiten in der Sprachkompetenz

In vielen Klassenzimmern sind die Sprachkompetenzen der Lernenden äußerst heterogen. Einige Schüler sprechen Deutsch fließend, während andere erst dabei sind, die Sprache zu erlernen. Diese Ungleichheit in den Sprachfähigkeiten kann zu erheblichen Unterschieden im Lernerfolg führen. Methoden des sprachsensiblen Unterrichts, wie etwa Differenzierung und individuelle Fördermaßnahmen, tragen dazu bei, dass Lernende auf unterschiedlichen Niveaus individuell unterstützt werden. Dies kann durch maßgeschneiderte Aufgaben, Sprachhilfen und kooperative Lernmethoden geschehen, bei denen die Lernenden von ihren Mitschülern lernen können. So werden die Unterschiede in der Sprachkompetenz besser ausgeglichen und alle Lernenden haben eine fairere Chance, die Unterrichtsinhalte zu verstehen.

  1. Verbesserung des Fachverständnisses

Ein häufiges Problem im Unterricht ist, dass viele Schülerinnen und Schüler zwar den Inhalt eines Faches verstehen könnten, jedoch durch sprachliche Unklarheiten daran gehindert werden, dies zu zeigen. Komplexe Fachtexte, die voller Fachterminologie und anspruchsvoller Satzstrukturen sind, machen es schwer, die eigentlichen Inhalte zu erfassen. Methoden des sprachsensiblen Unterrichts, wie die parallele Arbeit an Sprache und Inhalt, verbessern dieses Verständnis. Indem die Lehrkräfte den Lernenden dabei helfen, die Fachsprache zu entschlüsseln und diese in eigenen Worten auszudrücken, wird das fachliche Lernen intensiviert. Somit wird die Trennung von Sprachproblemen und fachlichen Fähigkeiten überwunden.

  1. Förderung der aktiven Teilnahme

Sprachliche Unsicherheiten führen oft dazu, dass sich Lernende weniger aktiv am Unterricht beteiligen. Sie haben Angst, Fehler zu machen, oder fühlen sich aufgrund ihrer Sprachkompetenz ausgegrenzt. Der sprachsensible Unterricht bietet jedoch Methoden, die die aktive Teilnahme aller fördern. Zum Beispiel tragen kooperative Lernmethoden dazu bei, dass sich Lernende in einem sicheren Umfeld sprachlich ausprobieren können. Sie ermutigen dazu, gemeinsam zu arbeiten, zu sprechen und zu reflektieren, was das Selbstvertrauen im Umgang mit der Sprache stärkt. Auch die bewusste Verwendung von offenen Fragen und gezieltem sprachlichem Feedback motiviert dazu, sich aktiver im Unterricht einzubringen.

  1. Verbesserung der Prüfungsleistungen

Ein weiteres häufiges Problem ist, dass sprachliche Herausforderungen oft dazu führen, dass Lernende bei Prüfungen schlechter abschneiden, obwohl sie das fachliche Wissen besitzen. Prüfungsaufgaben sind oft sprachlich anspruchsvoll und setzen ein hohes Maß an Sprachverständnis voraus. Der sprachsensible Unterricht bereitet die Schülerinnen und Schüler systematisch darauf vor, indem er nicht nur die fachlichen Inhalte vermittelt, sondern auch die dafür notwendigen sprachlichen Strukturen einübt. So lernen die Lernenden, Prüfungsfragen besser zu verstehen und ihre Antworten klar und präzise zu formulieren, was zu verbesserten Leistungen führt.

Fazit

Die Methoden des sprachsensiblen Unterrichts verbessern viele der Herausforderungen, die in einem sprachlich und kulturell vielfältigen Klassenzimmer auftreten. Sie helfen, sprachliche Barrieren abzubauen, fördern den Umgang mit der Bildungssprache und gleichen Ungleichheiten in der Sprachkompetenz aus. Überdies ermöglichen sie es den Lernenden, sich aktiv am Unterricht zu beteiligen, das Fachverständnis zu vertiefen und ihre Prüfungsleistungen zu verbessern. Insgesamt trägt der sprachsensible Unterricht dazu bei, dass alle Schülerinnen und Schüler – unabhängig von ihrem sprachlichen Hintergrund – eine faire Chance auf Bildungserfolg haben. Hier finden Sie unser Lehrkräftefortbildungsangebot, falls Sie Interesse haben.

Der sprachsensible Unterricht erfordert den Einsatz vielfältiger Methoden, um die sprachlichen und fachlichen Fähigkeiten der Lernenden zu fördern. Durch den gezielten Einsatz von Scaffolding, Visualisierungen, kooperativen Lernformen und Wortschatzarbeit wird ein Lernumfeld geschaffen, das allen Schülerinnen und Schülern, unabhängig von ihren sprachlichen Voraussetzungen, den Zugang zum Unterricht ermöglicht.

Welche Methoden gibt es für den sprachsensiblen Unterricht?

Der sprachsensible Unterricht erfordert spezifische Methoden, um alle Schülerinnen und Schüler – unabhängig von ihrer sprachlichen Herkunft – gleichermaßen zu unterstützen. Diese Methoden zielen darauf ab, sowohl die fachlichen Inhalte als auch die Sprachkompetenz zu fördern. Hier sind einige bewährte Ansätze, die Lehrerinnen und Lehrer in einem sprachsensiblen Unterricht einsetzen können:

  1. Scaffolding – Sprachliche Hilfestellungen bieten

Der Begriff „Scaffolding“ stammt aus der Baubranche und bedeutet wörtlich „Gerüstbau“. In einem sprachsensiblen Unterricht werden den Lernenden sprachliche Hilfen als ein „Gerüst“ angeboten, um sie beim Verständnis von Texten und Aufgaben zu unterstützen. Beispiele dafür sind:

  • Sprachgerüste, wie vorformulierte Satzanfänge oder Formulierungshilfen.
  • Visualisierungen, etwa durch Bilder, Diagramme oder Grafiken, die komplexe Inhalte einfacher darstellen.
  • Paraphrasen und Synonyme, die Fachbegriffe in einfacheren Worten erklären, um das Verständnis zu fördern.

Scaffolding erleichtert den Lernenden den Zugang zu komplexen Inhalten, indem es ihnen die notwendige sprachliche Unterstützung bietet, bis sie selbstständig damit umgehen können.

  1. Sprachsensibles Fragenstellen

Eine effektive Methode im sprachsensiblen Unterricht ist das gezielte Fragenstellen. Lehrerinnen und Lehrer sollten sicherstellen, dass ihre Fragen so formuliert sind, dass Lernende mit unterschiedlichen Sprachkompetenzen sie verstehen. Dies kann durch die Nutzung einfacher Satzstrukturen und klarer Begriffe erfolgen. Hier sind einige Beispiele:

  • Offene Fragen: Diese ermöglichen den Lernenden, Antworten in eigenen Worten zu formulieren. Offene Fragen wie „Was passiert, wenn…?“ oder „Wie würdest du das erklären?“ fördern das Sprachdenken.
  • Gestufte Fragen: Lehrerinnen und Lehrer können von einfachen zu komplexeren Fragen übergehen, um das sprachliche Niveau schrittweise zu erhöhen und den Lernprozess zu begleiten.
  1. Visualisierung und Bildunterstützung

Bilder, Videos und Diagramme sind effektive Werkzeuge im sprachsensiblen Unterricht, um sprachliche Barrieren zu überwinden. Besonders bei abstrakten oder fachlichen Themen helfen visuelle Hilfsmittel, den Inhalt verständlicher zu machen. Dies ermöglicht Lernenden, die Sprache möglicherweise noch nicht vollständig beherrschen, den Stoff besser zu erfassen. Möglichkeiten der Visualisierung sind:

  • Mindmaps zur Strukturierung von Informationen.
  • Illustrationen oder Bildkarten, um neue Begriffe zu verdeutlichen.
  • Tafelbilder oder digitale Präsentationen, die zentrale Punkte hervorheben und dabei sprachliche Unterstützung bieten.
  1. Kooperative Lernformen

Gemeinsames Arbeiten in Gruppen oder Paaren bietet zahlreiche sprachliche Lernmöglichkeiten. Kooperative Lernmethoden, wie z.B. die „Think-Pair-Share“-Methode, fördern den Dialog zwischen den Lernenden und ermöglichen es, sprachliche Unsicherheiten in einem geschützten Rahmen zu überwinden. In Gruppen haben Lernende die Möglichkeit:

  • Sich gegenseitig zu unterstützen und voneinander zu lernen.
  • Sprache in authentischen Kommunikationssituationen anzuwenden und zu üben.
  • Verantwortung für den Lernprozess zu übernehmen, was das Selbstvertrauen stärkt.

Kooperatives Lernen schafft eine positive Lernatmosphäre, in der Sprache durch aktive Kommunikation vertieft wird.

  1. Sprachbewusstes Feedback geben

Ein weiterer zentraler Baustein des sprachsensiblen Unterrichts ist das bewusste Feedback. Statt nur auf inhaltliche Fehler zu fokussieren, sollten Lehrkräfte auch sprachliche Rückmeldungen geben, die die Lernenden dabei unterstützen, ihre sprachliche Ausdrucksweise zu verbessern. Effektives Feedback sollte:

  • Positiv und konstruktiv sein, um das Selbstbewusstsein der Lernenden zu stärken.
  • Konkret und differenziert sein, indem auf bestimmte sprachliche Strukturen oder Formulierungen hingewiesen wird.
  • Selbstreflexion fördern, indem Lernende ermutigt werden, ihre eigenen sprachlichen Fortschritte zu erkennen und daran zu arbeiten.
  1. Wortschatzarbeit und Sprachförderung im Fachunterricht

Eine gezielte Wortschatzarbeit ist ein zentrales Element des sprachsensiblen Unterrichts. Dabei sollten nicht nur neue Begriffe eingeführt, sondern auch die genaue Verwendung und Bedeutung von Wörtern im jeweiligen Fachkontext geklärt werden. Methoden zur Wortschatzarbeit umfassen:

  • Wortschatzlisten, die zentrale Begriffe und Definitionen enthalten.
  • Wortfelder und Synonyme, um den Lernenden alternative Ausdrücke und Wortverbindungen zu vermitteln.
  • Kontextualisierung neuer Begriffe, indem diese in verschiedenen Sätzen und Kontexten verwendet werden, um die Bedeutung zu festigen.

Der sprachsensible Unterricht erfordert den Einsatz vielfältiger Methoden, um die sprachlichen und fachlichen Fähigkeiten der Lernenden zu fördern. Durch den gezielten Einsatz von Scaffolding, Visualisierungen, kooperativen Lernformen und Wortschatzarbeit wird ein Lernumfeld geschaffen, das allen Schülerinnen und Schülern, unabhängig von ihren sprachlichen Voraussetzungen, den Zugang zum Unterricht ermöglicht. Ein bewusster Umgang mit der Sprache im Unterricht schafft die Grundlage für eine inklusive und erfolgreiche Lernatmosphäre.

Als weiterführende Literatur empfehlen wir Harboe, Verena Cornely, Mirka Mainzer-Murrenhoff, and Lena Heine. „Unterricht mit neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen.Interdisziplinäre Impulse für DaF/DaZ in der Schule. Münster: Waxmann (2016).

Warum Lehrfortbildungen zum sprachsensiblen Unterricht für alle Fächer und transferorientiert konzipiert sein sollten

Fortbildungen zum sprachsensiblen Unterricht sind in der heutigen Schullandschaft von zentraler Bedeutung, da Lehrkräfte vor der Herausforderung stehen, in zunehmend sprachlich und kulturell vielfältigen Klassenzimmern zu unterrichten. Eine solche Fortbildung sollte daher nicht nur fachlich fundiert sein, sondern auch für alle Fächerbündel angeboten und transferorientiert konzipiert werden, um den Lehrkräften praxisnahe Unterstützung zu bieten. Hierbei kommt es darauf an, dass Lehrkräfte nicht nur theoretisch geschult werden, sondern auch die Möglichkeit erhalten, ihre neu erworbenen Kenntnisse sofort in der Praxis zu erproben und zu reflektieren. Warum ist dies so wichtig, und wie kann eine solche Fortbildung optimal gestaltet werden?
Dazu empfehlen wir den Videovortrag zur Lehrerfortbildung zu sprachsensiblem Unterricht von Prof. Lena Heine.

  1. Sprachsensible Ansätze sind fächerübergreifend relevant

Sprache ist das zentrale Medium des Lernens – unabhängig vom Fach. Ob in den Naturwissenschaften, Mathematik, Gesellschaftswissenschaften oder den sprachlichen Fächern: In jedem Unterrichtsfach müssen die Schülerinnen und Schüler fachspezifische Begriffe verstehen und anwenden können. Deshalb ist es uns wichtig, dass unsere Fortbildungen zum sprachsensiblen Unterricht alle Fächerbündel abdecken, dafür bieten wir 30 Module an.
Jeder Fachlehrer steht vor der Herausforderung, die Fachsprache zu vermitteln, und die Methoden des sprachsensiblen Unterrichts sind an alle Fächer adaptierbar.

Die fächerübergreifende Relevanz spiegelt sich in der Vielfalt der Methoden wider, die für alle Fächer sinnvoll anwendbar sind, wie etwa Scaffolding, Visualisierung und Sprachgerüste. Lehrkräfte benötigen Wissen darüber, wie sie diese Methoden in ihren jeweiligen Fächern anwenden können, um den Schülerinnen und Schülern das Verstehen und Verwenden der fachspezifischen Sprache zu erleichtern.

  1. Transferorientierung: Praxisnähe und direkte Anwendung im Unterricht

Die Wirksamkeit einer Fortbildung zeigt sich erst in der Anwendung im Klassenzimmer. Daher ist unsere Fortbildung zum sprachsensiblen Unterricht transferorientiert konzipiert. Das bedeutet, dass Lehrkräfte nicht nur theoretisches Wissen erhalten, sondern auch praktische Werkzeuge und Strategien, die sie unmittelbar in ihrem Unterricht einsetzen können. Lehrkräfte werden befähigt, eigenständig sprachsensible Maßnahmen in ihren Unterricht zu integrieren, ohne dabei ständig auf externe Unterstützung angewiesen zu sein.

Für die MINT-Fächer:

Für die Gesellschaftswissenschaften und Sozialwissenschaften:

Für das Berufskolleg:

Ein transferorientierter Ansatz ermöglicht den Lehrkräften, die vermittelten Methoden direkt zu erproben und individuell auf ihre Klassen anzupassen. Beispielsweise könnten die Lehrkräfte nach unserer Fortbildung Aufgabenstellungen oder Fragen sprachlich differenzieren oder Visualisierungen gezielt einsetzen, um komplexe Inhalte zugänglicher zu machen. Dieser direkte Transfer in die Praxis stellt sicher, dass das Gelernte nicht nur theoretisch, sondern auch im realen Unterrichtsalltag anwendbar ist.

  1. Hybrides Format: Flexibilität und Nachhaltigkeit

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Gestaltung der Fortbildung in einem hybriden Format. Dies bedeutet, dass sowohl digitale Präsenzveranstaltungen als auch Selbstlernphasen und Erprobungsphasen angeboten werden. Solch ein hybrides Format bietet den Lehrkräften die notwendige Flexibilität, um Fortbildung in ihren Arbeitsalltag zu integrieren, ohne auf wertvollen Austausch und praxisorientierte Seminare zu verzichten. Durch den Einsatz digitaler Tools können sie auf Ressourcen, Materialien und Anleitungen jederzeit und ortsunabhängig zugreifen. Dies fördert nicht nur die Nachhaltigkeit der Fortbildung, sondern erleichtert auch die kontinuierliche Vertiefung des Gelernten. Zudem können digitale Austauschformate geschaffen werden, die den Austausch zwischen den Teilnehmenden auch nach Abschluss der Fortbildung fördern. Dies ermöglicht es, sich über Erfahrungen und Herausforderungen auszutauschen und so voneinander zu lernen.

  1. Raum zur Reflexion und Diskussion mit Expertinnen und Experten

Ein entscheidender Baustein einer Fortbildung zum sprachsensiblen Unterricht ist der Raum zur Reflexion und Diskussion. Lehrkräfte erhalten nach einer ersten Phase der eigenen Praxiserprobung die Möglichkeit, ihre Erfahrungen zu reflektieren und diese mit Kolleginnen und Kollegen sowie den Expertinnen und dem Experten im zweiten digitalen Präsenzblock zu besprechen. Dieser Austausch ist von großer Bedeutung, um Unsicherheiten zu beseitigen, Lösungsansätze für Herausforderungen zu entwickeln und Best-Practice-Beispiele zu teilen.

Die Einbindung von Expertinnen und Experten bietet hierbei eine wertvolle Unterstützung. Sie können auf Fragen eingehen, fundiertes Feedback geben und die Lehrkräfte in ihrer Weiterentwicklung begleiten. Dies trägt dazu bei, dass die Lehrkräfte ihre Kompetenzen im Bereich des sprachsensiblen Unterrichts stetig erweitern und ihre Ansätze weiter verfeinern können. Dieser Prozess der Reflexion und Diskussion fördert auch das Bewusstsein dafür, dass sich sprachsensibler Unterricht kontinuierlich an die Bedürfnisse der Lernenden anpassen muss.

Unsere Fortbildung zum sprachsensiblen Unterricht ist so konzipiert, dass sie alle Fächer abdeckt, ist transferorientiert, hybrid und praxisnah gestaltet und bietet Raum für Reflexion und Diskussion. Der Ansatz, Lehrkräften „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu geben, befähigt sie, die erworbenen Kompetenzen selbstständig weiterzuentwickeln und auf die spezifischen Bedürfnisse ihrer Schüler anzuwenden. Die Einbindung von Experten und die Möglichkeit, die eigenen Erfahrungen zu reflektieren und zu diskutieren, schaffen eine nachhaltige Basis für die kontinuierliche Verbesserung des Unterrichts. So wird sichergestellt, dass sprachsensible Ansätze nicht nur theoretisch bleiben, sondern im Schulalltag wirklich ankommen und wirken.

Schulsiegel „sprach- und kultursensibler Unterricht“

Entdecken Sie das Schulsiegel „Fit im Fach“ – Ihr Weg zu einer sprach- und kultursensiblen Schule!

Mit dem Schulsiegel für sprach- und kultursensiblen Unterricht der Akademie der Ruhr-Universität Bochum setzen Sie ein klares Zeichen für Bildungsgerechtigkeit, Inklusion und Vielfalt. Das Programm überzeugt durch:

  • Flexible Fortbildungsflatrate: Für nur 2.500 Euro (einmalig) können beliebig viele Lehrkräfte Ihrer Schule ein Jahr lang an allen Fortbildungen teilnehmen – von „Sprachförderung durch Kunst“ bis hin zu „Traumasensiblem Unterricht“.
  • Praxisnahe Umsetzung: Jede Fortbildung kombiniert theoretische Grundlagen mit praktischen Transferphasen, um eine nachhaltige Umsetzung im Schulalltag zu gewährleisten.
  • Vielfältige Themen: Über 20 verschiedene Fortbildungen, darunter fachspezifische Sprachförderung (z. B. in Mathematik, Naturwissenschaften, Geschichte) und kultursensible Ansätze wie „Rassismuskritischer Unterricht“ oder „Mehrsprachigkeit als Ressource“.
  • Offizielles Siegel: Nach erfolgreicher Teilnahme erhält Ihre Schule das anerkannte Fortbildungssiegel, das Ihr Engagement für sprach- und kultursensiblen Unterricht sichtbar macht.

Teilnehmenden-Feedback unterstreicht den Erfolg:

  • „Die Fortbildungen sind praxistauglich und direkt im Unterricht umsetzbar.“
  • „Endlich ein Programm, das alle Lehrkräfte mitnimmt – nicht nur die Sprachlehrer:innen!“
  • „Der Transfer in den Schulalltag gelingt dank der klaren Struktur und Begleitung.“

Jetzt zur kostenfreien Infoveranstaltung anmelden, über die Fortbildungsflatrate informieren und Teil einer Bewegung werden, die Bildung für alle zugänglich macht! 🚀
Anmeldung immer von April bis zum Ende der Schulferien möglich – sichern Sie sich Ihren Platz!

Mit dem Schulsiegel „Sprach- und kultursensibler Unterricht“ setzen Schulen ein sichtbares Zeichen für Bildungsqualität, Vielfalt und zeitgemäße Unterrichtsentwicklung. Profitieren Sie von wissenschaftlich fundierten Fortbildungen, praxisnahen Konzepten und einer starken Außenwirkung gegenüber Eltern, Schulträgern und Öffentlichkeit. Das Schulsiegel macht Engagement sichtbar und stärkt nachhaltig die Profilbildung Ihrer Schule.

Führungskräfte Coaching

Führungskräfte Coaching: Moderne Führung professionell gestalten

Die Anforderungen an Führungskräfte haben sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Neben fachlicher Kompetenz sind heute Kommunikationsfähigkeit, Reflexionsvermögen und der professionelle Umgang mit Veränderung entscheidend. Genau hier setzt Führungskräfte Coaching an.

Die Ausbildung unterstützt dabei, Rollen klarer auszufüllen, Teams wirksam zu begleiten und auch in komplexen Situationen handlungsfähig zu bleiben.

Was ist Führungskräfte Coaching?

Führungskräfte Coaching ist eine professionelle Begleitung von Menschen in Führungsrollen. Ziel ist es, individuelle Herausforderungen zu reflektieren, neue Perspektiven zu entwickeln und nachhaltige Lösungen zu erarbeiten.

Im Mittelpunkt stehen unter anderem:

  • Führungsverhalten und Kommunikation
  • Umgang mit Konflikten und Drucksituationen
  • Entscheidungsfindung
  • Selbstreflexion und Rollenklärung
  • Veränderungs- und Transformationsprozesse

Im Unterschied zu klassischer Beratung gibt es keine fertigen Lösungen, sondern stärkt die Fähigkeit, eigenständig wirksame Entscheidungen zu treffen.

Warum Führungskräfte Coaching immer wichtiger wird

Moderne Arbeitswelten sind dynamisch, komplex und häufig von Unsicherheit geprägt. Führungskräfte stehen dabei vor besonderen Herausforderungen:

  • hybride Teams führen
  • Motivation und Zusammenhalt stärken
  • Veränderungsprozesse begleiten
  • unterschiedliche Erwartungen ausbalancieren

Das Coaching schafft einen professionellen Raum zur Reflexion und unterstützt dabei, souverän mit diesen Anforderungen umzugehen.

Welche Kompetenzen vermittelt eine sie?

Eine fundierte Coaching-Ausbildung vermittelt wichtige Grundlagen für professionelles Führungskräfte Coaching:

  • systemisches Denken und Handeln
  • Gesprächsführung und Fragetechniken
  • Konflikt- und Kommunikationskompetenz
  • Methoden zur Prozessbegleitung
  • Reflexion der eigenen Haltung als Coach

Diese Kompetenzen sind nicht nur für professionelle Coaches relevant, sondern auch für moderne Führungskräfte und HR-Verantwortliche.

Für wen eignet es sich?

Führungskräfte Coaching ist besonders relevant für:

  • erfahrene Führungskräfte
  • Nachwuchsführungskräfte
  • Projekt- und Teamleitungen
  • HR-Professionals und Personalentwickler:innen
  • Berater:innen und Coaches

 

Führungskräfte Coaching ist also längst mehr als ein Trend. Es ist ein wirksames Instrument moderner Personal- und Organisationsentwicklung. Wer Führung professionell gestalten und Menschen nachhaltig begleiten möchte, profitiert von fundierter Coaching-Kompetenz und einer hochwertigen Ausbildung. Deshalb ist dies eine unsere längsten und erfolgreichsten Ausbildungen. Mehr Informationen zur Coaching-Ausbildung finden Sie hier.

Spitzenbewertung für Human Resource Management beim ZEIT-Ranking 2026

Auch in diesem Jahr veröffentlichte die ZEIT ihr Studiengangranking deutscher Hochschulen auf der Basis der Daten vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE). Als renommierte Institution im Hochschulwesen widmet sich das CHE der Qualitätssicherung und Weiterentwicklung des Hochschulwesens. Im breiten Hochschulsektor bietet das Ranking eine wertvolle Orientierungshilfe für Studierende und Studieninteressierte bei der Wahl des geeigneten Studienganges und der optimalen Hochschule. Das Ranking bewertet regelmäßig Bachelor- und Masterstudiengänge in verschiedenen Fächern anhand zahlreicher Kriterien. Im aktuellen Ranking für das Jahr 2026 hat der Masterstudiengang Human Resource Management erneut eine herausragende Spitzenbewertung erhalten.

Erneute Spitzenbewertung

Die erneute Spitzenbewertung im ZEIT-Studiengangranking 2026 unterstreicht die herausragende Qualität des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Human Resource Management (HRM) an der Ruhr-Universität. Wie schon im vergangenen Jahr hat es dieser Studiengang in die Top-Ränge des Hochschulrankings geschafft. Besonders gewürdigt wurde die exzellente Unterstützung beim Studieneinstieg sowie der starke Wissenschaftsbezug. Dies ermöglicht eine umfassende und fundierte Ausbildung der Studierenden sicher. Die Fakultät für Psychologie, an der der HRM-Studiengang angeboten wird, erhielt besondere Anerkennung für ihre wissenschaftliche Leistung und Forschungskraft. In den Kategorien „Veröffentlichungen pro Wissenschaftler:innen“, „Zitationen pro Publikation“ und „Forschungsgelder pro Wissenschaftler:innen“ erzielt die Fakultät kontinuierlich hohe Bewertungen. Diese Ergebnisse bestätigen den ausgezeichneten Ruf der Fakultät und zeigen, dass Studierende des HRM-Studiengangs von führenden Expert:innen in der Human Resource-Branche lernen.

Der berufsbegleitende Master in Human Resource Management bietet Ihnen eine einzigartige Kombination aus praxisnahen Inhalten und wissenschaftlicher Tiefe. Profitieren Sie von einem Studium, das Theorie und Praxis perfekt verknüpft und Sie optimal auf die Herausforderungen im HR-Bereich vorbereitet. Entwickeln Sie gezielt Ihre Kompetenzen und qualifizieren Sie sich für den Aufstieg in den höheren Dienst. Die wiederholte Spitzenbewertung im CHE-Hochschulranking spricht für die hohe Qualität des Studiengangs und die exzellente akademische Ausbildung an der Ruhr-Universität. Wenn Sie Ihre Karriere strategisch entwickeln und berufsbegleitend vorantreiben möchten, ist dieser Masterstudiengang der richtige Schritt für Sie.

Hier geht es zum ZEIT-Ranking mit der Spitzenbewertung unseres berufsbegleitenden Masters HRM

 

 

Schulsiegel „Medienkompetente Schule“ soll digitale Transformation an Schulen voranbringen

Wie können Schulen ihre digitale Entwicklung gezielt und nachhaltig gestalten? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Workshops des Projekts POETProzess- und Organisationsbegleitung von Schulträgern auf dem Weg zur OER-Integration – auf der zweitägigen Konferenz „OER im Blick 2026“ in Köln. Vorgestellt wurde ein innovatives Konzept: das geplante Schulsiegel „Medienkompetente Schule“.

Das Ziel ist ambitioniert: Ein evidenzbasiertes Instrument soll Schulen dabei unterstützen, ihren Entwicklungsstand realistisch einzuschätzen und konkrete nächste Schritte zu gehen. Statt punktueller Bewertung setzt das Konzept auf einen prozessorientierten Ansatz, der Schulentwicklung als kontinuierlichen Lernprozess versteht.

In einem World-Café diskutierten die Teilnehmenden engagiert an verschiedenen Thementischen. Schnell wurde deutlich: Ein erfolgreiches Schulsiegel muss mehrere Perspektiven einbeziehen – von Lehrkräften über Schulleitungen bis hin zu weiteren schulischen Akteuren. Ebenso wichtig ist eine niedrigschwellige Umsetzung, die sich nahtlos in bestehende Strukturen wie Medienentwicklungspläne einfügt.

Ein zentrales Ergebnis der Diskussion: Ohne kontinuierliche, bedarfsorientierte Fortbildungsangebote lässt sich digitale Transformation nicht nachhaltig verankern. Genau hier soll das geplante Instrument ansetzen und Schulen gezielt unterstützen.

Das große Interesse und der intensive Austausch zeigen: Der Bedarf an praxisnahen, fundierten Orientierungsangeboten ist hoch. Die Impulse aus dem Workshop fließen nun in die Weiterentwicklung des Schulsiegels ein – mit dem Ziel, Schulen auf ihrem Weg in eine zukunftsfähige digitale Bildung wirksam zu begleiten.

Erfahren Sie mehr über das Bildungsforschungsprojekt POET:
https://akademie.rub.de/forschungsprojekte/forschungsprojekt-poet/

Workshop-Impressionen:

Konferenz OER im Blick, aufgenommen in Koeln, 28.04.2026.
‚Fotografiert im Auftrag des Bundesfamilienministeriums‘

Konferenz OER im Blick, aufgenommen in Koeln, 28.04.2026.
‚Fotografiert im Auftrag des Bundesfamilienministeriums‘

Neue Broschüre veröffentlicht: Programm-HIGHLIGHTS 2026/27 – Zertifikatskurse auf Hochschulniveau

Die Akademie der Ruhr-Universität Bochum bietet bereits seit vielen Jahren anerkannte Zertifikatsprogramme auf Hochschulniveau für Fach- und Führungskräfte in Unternehmen, der öffentlichen Verwaltung, in Verbänden sowie für Gründungsteams und Selbstständige.

Ergänzt um offene Seminare sowie berufsbegleitende Masterstudiengänge für die persönliche Karriereentwicklung in Deutsch und Englisch. Die Besonderheit: Bei Planung, Gestaltung und Durchführung kann die Akademie auf die exzellenten Ressourcen und wissenschaftlichen Institutionen der Ruhr-Universität Bochum und ausgewiesene Expert:innen aus der Wirtschaft bauen.

Das Team der Akademie hat eine neue HIGHLIGHTS-Broschüre 2026/27 veröffentlicht. Dort finden Sie dreizehn ausgewählte Zertifikatsprogramme und Zertifikatskurse der kommenden Zeit. Außerdem interessante und nützliche Informationen rund um unsere Dozentinnen und Dozenten sowie die Akademie im O-Werk Bochum:

https://akademie.rub.de/HIGHLIGHTS-Broschüre

Die Broschüre eignet sich auch hervorragend zur Weiterleitung an Vorgesetzte, die Personalentwicklung oder Ihre Teamkolleg:innen. Natürlich beantworten wir gerne persönlich Ihre Fragen zu unserem Kursprogramm:

https://akademie.rub.de/team/

Übergabe des Schulsiegels „Sprach- und kultursensibler Unterricht“ in Gold an das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Neuss

Das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Neuss kann sich über eine ganz besondere Auszeichnung freuen. Ihm wurde das Schulsiegel „Sprach- und kultursensibler Unterricht“ in Gold verliehen. Diese Anerkennung steht für das große Engagement des Kollegiums für einen Unterricht, der allen Schüler:innen – unabhängig von ihrer Herkunft – gute Bildungschancen und Schulerfolg ermöglicht.

Das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium nahm im Schuljahr 2024/25 an dem breit gefächerten Programm zur Lehrkräftefortbildung der Akademie der Ruhr-Universität teil. Innerhalb von einem Jahr haben Lehrkräfte der Schule insgesamt 14 verschiedene Fortbildungen zu Themen wie sprachsensibler Kunstunterricht, Alphabetisierung und Umgang mit religionsbezogenen Konflikten besucht und erfolgreich abgeschlossen. In Anerkennung dieser großartigen Leistung überreichten Dr. Yves Gensterblum (Geschäftsführer der Akademie der RUB) und Prof. Dr. Lena Heine (Wissenschaftliche Leitung des Programms) am 16. April 2026 die Urkunde an die Schulleiterin Frau Gicklhorn.
Herzlichen Glückwunsch zu diesem großartigen Erfolg!

Mehr Informationen zum Fortbildungsprogramm für Lehrkräfte der Akademie der Ruhr-Universität finden Sie hier:

https://akademie.rub.de/produkt-kategorie/nicht-kategorisiert/lehrerfortbildungen/schulsiegel-fit-im-fach/

Bildquelle: https://www.avhgneuss.de/unterricht-gold-zertifizierung/

Menschen für Aufgaben gewinnen, auch ohne direkte Vorgesetztenfunktion – so geht „Laterale Führung“

Intensive 2 Tage mit Teilnehmenden aus der ganzen Bundesrepublik liegen hinter uns. Der Workshop „Laterale Führung“ war spannend, inhaltsreich und ein großer Erfolg, so berichteten es die 15 Teilnehmer:innen in der Abschlussrunde (siehe Foto). Besonders gefreut hat uns das kollegiale Miteinander und der einstimmige Wunsch, auch nach der Veranstaltung als „Alumni-Netzwerk“ weiter in Kontakt zu bleiben, um sich bei Bedarf gegenseitig bei der Umsetzung des Gelernten zu unterstützen. Prof. Dr. Jurij Ryschka hat als Kursleiter die Runde souverän durch ein volles Programm geführt. Einer der Teilnehmenden sagte, dass er selten so fokussiert einem Referenten über die ganzen zwei Tage folgen konnte. Vielen Dank an Prof. Dr. Jurij Ryschka und vielen Dank an die netten Teilnehmenden!

Was bedeutet laterale Führung?

Laterale Führung heißt: Verantwortung übernehmen, Menschen überzeugen, Teams koordinieren – ohne disziplinarische Macht. Ob als Projektleitung, Teamsprecher:in, Coach oder in einer Matrixstruktur – wer erfolgreich führen will, muss überzeugen statt anweisen. Laterale Führung ist keine Randerscheinung – sie ist die neue Normalität in modernen Organisationen. Wer heute Verantwortung übernehmen will, muss andere überzeugen, mitnehmen, aktivieren. Unser Workshop mit Abschlusszertifikat vermittelt genau das Rüstzeug dafür – fundiert, erprobt und direkt anwendbar.

Auszug aus den Kursinhalte

  • Rollenklärung & Erwartungsmanagement:
    Klarheit schaffen – für sich selbst und für andere
  • Machtbasen:
    Einflussreich handeln – auch ohne Titel
  • Motivation fördern:
    Gute Gründe geben, verbindliche Absprachen treffen,
    mit Widerständen umgehen
  • Beziehungen gestalten:
    Respekt, Aufmerksamkeit und Wertschätzung
    als Führungsinstrumente
  • Mangelnde Mitarbeit managen:
    Wirkung entfalten
  • Reputation ausbauen

Die nächste Durchführung

Der nächste Kurstermin ist in November 2026:
https://akademie.rub.de/produkt/laterale-fuehrung/


Das sagen die Teilnehmenden über den Kurs und den Dozenten

„Habe mich wieder sehr wohl gefühlt. Zum Lernen ist die Akademie ein wirklich toller Ort.“

„Ich bin sehr begeistert vom Kurs und Dozenten. Man lernt im Kurs praxisnahe Beispiele die durch die Vielzahl an verschiedenen Charakteren und Rollen die ebenfalls den Kurs besuchen weiter gechallenged werden. Ich konnte Beispiele aus meiner bisherigen Arbeit einbringen und mich so zu verschiedenen Ansichts- und Herangehensweisen austauschen.“

„Die vorgestellten Tools zur lateralen Führung sind, meiner Meinung nach, sehr gut im täglichen Doing unterzubringen und nicht zu theoretisch. Durch die Expertise und Erfahrung des Dozenten auch unter realen Bedingungen konnte er jegliche Herangehensweisen durch Beispiele aus dem echten Leben unterstützen. Ich nehme für mich persönlich sehr viele Dinge mit und fühle mich in meiner Rolle gestärkt.“

„Der Dozent war wirklich sehr angenehm und hat die gesamte Veranstaltung sich auf alle Personen eingelassen. PERFEKT.“

„Die eingebauten praktischen Fälle, Beispiele und Aufgaben haben die vermittelte Theorie praktisch werden lassen. Die Effekte konnten selbst „gespürt“ werden. Dieses machte den vermittelten Stoff noch eingängiger.“

„Der Kursleiter ist auf individuelle Fragen und Bedürfnisse sehr gut eingegangen. Die Betreuung durch die Akademie war vorbildhaft (z.B. schnelle Zusendung der Dokumentation, freundliche und verbindliche Ansprache).“

„Es gefiel mir die Einbindung von Fallbeispielen aus der aktuellen Praxis. Die Aufbereitung des Stoffes. Die gute Vorbereitung hin zum Thema. Die anschauliche Darbietung fand ich besonders gelungen, da ich gerne über Bilder lerne und weniger gerne nur per Text. Es gab eine wirkliche gute Mischung bei der Präsentation der Lerninhalte und den Gruppenaufgaben, so dass auch für Menschen, die eher bildlich und kommunikativ lernen alles ansprechend aufbereitet war.“

Laterale Führung

 

Glückwunsch an die frischgebackenen Chief Innovation Manager:innen!

Was für ein Abschluss: Im letzten Modul des „CIM – Chief Innovation Manager:in“ (WS 2025/26) wurde nicht dröge geprüft, sondern gestaltet, geschärft und reflektiert.

Im zweitägigen Prüfungsworkshop (Kursmodul 6) haben die Teilnehmenden ihre Innovationsprojektskizzen auf den Punkt gebracht – unterstützt durch intensives Einzelcoaching mit Prof. Dr. Stefanie Bröring (RUB) und Prof. Dr. Ellen Enkel (UDE). Zwei Perspektiven, ehrliches Feedback ausgewiesener Expertinnen und viel Raum für strategischen Feinschliff. Das Ergebnis? Überzeugende Präsentationen, starke Ideen – und ein Abschluss, der gebührend gefeiert wurde. 🥂

Wir gratulieren herzlich zu dieser großartigen Leistung und freuen uns, die nächsten Schritte unserer Akademie-Alumni zu verfolgen!

Wollen auch Sie Innovation aktiv gestalten?
Die nächste Runde startet im November:
https://akademie.rub.de/produkt/chief-innovation-managerin-v2/

#Innovation #Weiterbildung #Leadership #InnovationManagement #Zertifikat


Chief Innovation Manager:in
Certificate of Advanced Studies (CAS), inkl. 10 ECTS.

Der Kurs „Chief Innovation Manager:in (CIM)” zeichnet sich vor allem durch seine starke Praxisorientierung und seinen strategischen Ansatz aus. Im Gegensatz zu vielen klassischen Weiterbildungen bleibt er nicht auf theoretischer Ebene stehen, sondern legt großen Wert darauf, dass die Teilnehmenden das Gelernte direkt anwenden. Ein zentrales Element ist dabei ein eigenes Innovationsprojekt, das im Laufe des Programms entwickelt wird und sich idealerweise auf das eigene berufliche Umfeld übertragen lässt. Methoden wie Design Thinking oder agile Arbeitsweisen werden nicht nur vermittelt, sondern aktiv eingeübt, sodass ein echter Lerntransfer entsteht.

Ein weiterer besonderer Aspekt ist die Kombination aus wissenschaftlicher Fundierung und praktischer Erfahrung. Die Lehrenden kommen sowohl aus der Forschung als auch aus der Wirtschaft, wodurch theoretische Modelle mit realen Einblicken aus Unternehmen verknüpft werden. Dadurch entsteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen konzeptionellem Verständnis und anwendungsnaher Umsetzung, das in dieser Form nicht selbstverständlich ist.

Inhaltlich verfolgt der Kurs einen ganzheitlichen Ansatz auf Innovation. Es geht nicht nur darum, Ideen zu entwickeln, sondern den gesamten Innovationsprozess zu verstehen und zu steuern – von der Identifikation neuer Technologien über die Entwicklung von Strategien und Geschäftsmodellen bis hin zur Umsetzung und Führung von Innovationsprojekten. Dieser umfassende Blick sorgt dafür, dass Teilnehmende Innovation nicht isoliert betrachten, sondern als integralen Bestandteil der Unternehmensentwicklung begreifen.

Darüber hinaus liegt ein klarer Fokus auf der strategischen Wirkung von Innovation im Unternehmen. Der Kurs vermittelt, wie Innovation langfristig verankert werden kann und welchen Beitrag sie zur Transformation von Organisationen leistet. Themen wie Effizienzsteigerung, Time-to-Market und Kostenoptimierung werden dabei gezielt aufgegriffen, sodass die Inhalte über reine Kreativität hinausgehen und eine echte Managementperspektive einnehmen.

Nicht zu unterschätzen ist auch der Austausch innerhalb der Gruppe. Durch die interdisziplinäre Zusammensetzung der Teilnehmenden sowie Formate wie Diskussionsrunden oder informelle Treffen entsteht ein intensives Lernumfeld, in dem unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen. Dieser Netzwerkaspekt wird oft als besonders wertvoll wahrgenommen, da er über den eigentlichen Kurs hinaus wirkt.

Chief Innovation Manager:in (CIM)

Die Akademie trauert um Dr. Nicola Kluge

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unserer geschätzten Fachdozentin Dr. Nicola Kluge.

Dr. Kluge war eine Persönlichkeit, die durch ihre ruhige, warme und zugewandte Art viele Menschen berührte. Sie begegnete anderen achtsam, mit Geduld und einem feinen Gespür für unterschiedliche Perspektiven. In Gesprächen nahm sie sich Zeit und hörte aufmerksam zu.

An unserer Akademie brachte sie ihre fachliche Expertise zuletzt in die Entwicklung des E-Learning-Kurses „Zeitmanagement“ ein. Dabei war es ihr besonders wichtig, Inhalte nicht nur zu vermitteln, sondern sie verständlich und lebensnah zu gestalten – ganz im Einklang mit ihrer eigenen Haltung.

Von den Mitarbeitenden der Akademie wurde Dr. Kluge mehr als geschätzt. Ihre Verlässlichkeit und ihre freundliche, unaufdringliche Art machten sie zu einer angenehmen und kollegialen Wegbegleiterin im Arbeitsalltag.

Ihr Verlust hinterlässt eine spürbare Lücke.

Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihr nahestanden.

Wir werden Dr. Nicola Kluge in dankbarer Erinnerung behalten.

Dr. Yves Gensterblum
und das ganze Team der Akademie der Ruhr-Universität

Erfolgreicher Abschluss der Mediationsausbildung

Erfolgreicher Abschluss der Mediationsausbildung – Herzlichen Glückwunsch an unsere Absolvent:innen! 

Es ist geschafft – unser aktueller Durchgang der berufsbegleitenden Mediationsausbildung an der Akademie der Ruhr-Universität hat am Freitag seinen festlichen Abschluss gefeiert! Mit großer Freude und Stolz blicken wir auf ein halbes Jahr intensiver Ausbildung, persönlicher Entwicklung und spannender Lernerfolge zurück.

Ein voller Erfolg – dank engagierter Teilnehmer:innen und Dozent:innen

Unsere Absolvent:innen haben sich in dieser Zeit nicht nur zu kompetenten Mediator:innen entwickelt, sondern auch eine wunderbar offene, engagierte und herzliche Gruppe gebildet. Ihr Einsatz, Ihre Offenheit und Bereitschaft, sich auf neue Herausforderungen einzulassen, haben diese Ausbildung zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Von Herzen: Herzlichen Glückwunsch!

Dank an unsere Ausbildungsleitung und Dozent:innen

Ein riesiger Dank gilt an dieser Stelle Mara Brinkmann, unserer Ausbildungsleitung. Mit Ihrer kompetenten, warmherzigen und inspirierenden Art hat sie die Ausbildung nicht nur fachlich, sondern auch menschlich bereichert. Ihre Leidenschaft, Engagement und Fähigkeit, Theorie und Praxis so anschaulich zu vermitteln, waren der Schlüssel zu diesem Erfolg.

Ein besonderer Dank gilt auch unseren weiteren Dozentinnen, Claudia Lutschewitz, Katharina Temme und Sophia Cojaniz, die mit ihren Vertiefungsmodulen für zusätzliche Expertise und Perspektiven gesorgt haben!

Was unsere Absolvent:innen in der Ausbildung gelernt haben

Unsere Mediationsausbildung entspricht den Anforderungen der ZMediatAusbV (Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung). In 145 Stunden, verteilt auf 8 Module, haben die Teilnehmenden folgende Inhalte und Kompetenzen erworben:

Grundlagen der Mediation

  • Einführung in die Grundlagen und Prinzipien der Mediation
  • Kommunikationstechniken und aktives Zuhören

Ablauf und Rahmenbedingungen

  • Strukturierte Mediationsverfahren und -phasen
  • Rechtliche Grundlagen der Mediation

Verhandlungs- und Gesprächsführungstechniken

  • Deeskalation und Konfliktlösung
  • Gesprächsführung in schwierigen Situationen

Konfliktkompetenz

  • Analyse und Bearbeitung von Konflikten
  • Perspektivwechsel und Empathie

Recht der Mediation

  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Grenzen der Mediation
  • Umgang mit rechtlichen Aspekten in der Praxis

Persönliche Haltung und Rollenverständnis

  • Entwicklung einer mediatorischen Grundhaltung
  • Selbstreflexion und persönliche Weiterentwicklung

Vertiefungsmodule

  • Wirtschaftsmediation
  • Online-Mediation
  • Mediation und Recht
  • Gewaltfreie Kommunikation

Wir wünschen unseren Absolvent:innen alles Gute für den weiteren Weg im Feld der Mediation mit vielen inspirierenden Projekten, spannenden Begegnungen und beruflichen Erfolgen.

Und jetzt freuen wir uns schon auf den nächsten Durchgang der Mediationsausbildung!

Refresher-Day
1. Juli 2026