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Therapiebegrenzung - Sterbebegleitung - Patientenverfügung
Ethisch reflektierte Entscheidungsfindung am Lebensende

Informations-Flyer (PDF, 70K)

Inhalt

Der medizinische Fortschritt macht es möglich, schwer erkrankte Menschen länger am Leben zu erhalten. Doch erscheint dies nicht in jedem Fall wünschenswert und mit einer guten Medizin vereinbar. Das medizinisch Machbare ist nicht immer das ethisch Richtige.

Entscheidungen über Therapiebegrenzung am Lebensende gehören zu den häufgsten Herausforderungen im klinischen Alltag. Viele Patienten sterben nicht unerwartet, sondern nach längerer Behandlung aufgrund des Entschlusses, nicht mehr ihr Leben zu verlängern sondern ihr Sterben zu begleiten.

Das Seminar gibt den Teilnehmer/innen Raum zur strukturierten ethischen Reflexion dieses Themenkomplexes. Es wird medizinethisches Basiswissen vermittelt und auf die Praxis bezogen. Schließlich werden von den Teilnehmer/innen Empfehlungen zur Therapiebegrenzung auf einer Station (z.B. Intensivstation) erarbeitet.

Themenschwerpunkte

  • Wann wäre es besser, auf eine lebenserhaltende Maßnahme zu verzichten?
  • Ist es vertretbar, auch elementare Maßnahmen wie künstliche Beatmung, Hydrierung und Beatmung einzustellen?
  • Ist die Beendigung einer Behandlung ethisch schwerwiegender als ihre Unterlassung?
  • Können Ärzte und Pflegekräfte dazu verpflichtet werden, gegen ihr Gewissen Patienten lebensverlängernde Therapien vorzuenthalten?
  • Dürfen sie Maßnahmen, die ihnen nicht mehr indiziert erscheinen, gegen den Willen der Patienten unterlassen?
  • Welche Rolle spielen Angehörige, Betreuer und frühere Willensäußerungen (z.B. Patientenverfügungen) der Betroffenen?
  • Wie sind die Entscheidungen im Behandlungsteam professionell zu treffen?
  • An welchen ethischen Richtlinien sollten sie sich orientieren?
  • Welche Praxisnotwendigkeiten sind zu beachten?

Lehr-/Lernmethoden

Kurzvorträge, Fallbesprechungen mit simulierter Entscheidungsfndung, Reflexion persönlicher Erfahrungen, Gruppenarbeit mit Leittextmethode

Zielgruppe

Dieses Seminar wendet sich an Ärztinnen/Ärzte, an Pflegepersonal im Krankenhaus sowie an Berufstätige im medizinischen Bereich.

Dozent

  • Dr. Oliver Rauprich, Dipl.-Biol.
  • Institut für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin
  • Ruhr-Universität Bochum

Beratung

  • Bärbel Heidbreder, Dipl.-Ökol.
  • Arbeitsstelle Wissenschaftliche Weiterbildung (AWW)
  • Tel.: 0234/32-24103
  • Christa Zinn, Dipl.-Päd.
  • Arbeitsstelle Wissenschaftliche Weiterbildung (AWW)
  • Tel.: 0234/32-25163

Kontakt

Akademie der Ruhr-Universität gGmbH

  • Universitätsstr. 150
  • Geb. IC 03/43
  • 44801 Bochum
  • Tel.: 0234/32-26735
  • Fax.: 0234/32-14255
  • E-Mail: info@akademie.rub.de

Termine

12./13. März 2010
9.00 bis 17.00 Uhr

Ort

Ruhr-Universität Bochum
Technologiezentrum (TZR)
Ebene 0, Raum Bochum

Anfahrt

Anfahrtsbeschreibung

Teilnehmerzahl

Maximal 15 Teilnehmer

Entgelt

€ 330,-

Anmeldung

Zur Teilnahme ist eine schriftliche Anmeldung erforderlich.
Anmeldeschluss: Freitag, 19. Februar 2010

Beachten Sie bitte unsere Teilnahmebedingungen!

© 2010 Akademie der Ruhr-Universität | Zuletzt geändert am 11.12.2009 16:37 | Konzept & Umsetzung Frank Berke