Akademie der Ruhr-Universität gGmbH

Logo der Akademie

Organisationsorientierte SchlüsselqualifikationenWeiterbildungsinhalte

Die Inhalte der Module konzentrieren sich im Wechsel auf fachbezogene Module sowie Module mit sozialen und methodischen Qualifikationsinhalten. Die Module bestehen aus theoretischen und praktischen Anteilen, die ggf. mit Besuchen und Diskussionen in Unternehmen und Verwaltungen verbunden werden. Die Inhalte gliedern sich in folgende Bereiche:

Modul 1

Mitbestimmungsmanagement

Fachliches Modul: Organisations- und Innovationsverständnis, Beteiligungsmanagement, organisationale sowie rechtliche Grundlagen von partizipationsbasierten Innovationsprozessen

Um den Erfolgsfaktor soziale Innovation, innovative Ideen auf allen Ebenen einer Organisation, aktivierten zu können, bedarf es einer aktiven, flexiblen Gestaltung von Beteiligungs- und Kooperationsprozessen, eingebettet in spezifische rechtliche (Betr.VG) als auch in organisationale (Partizipationskultur) Rahmenbedingungen.

Instrumente, Akteure und Verfahren beim Aufbau von Beteiligungsstrukturen sowie bei der Steuerung von Veränderungsprozessen sind Inhalte dieses Seminars - hinführend zu einem umfassenden und in die Praxis der Teilnehmenden transferierbaren Verständnis von Mitbestimmungsmanagement zur Förderung innovativen Potenzials. Eine Einführung in die betriebs- und sozialwissenschaftlichen Organisations-, Partizipations- und Innovationsbegriffe wird in diesem Rahmen ebenso gegeben wie empirisch untermauerte Forschungsergebnisse, die die förderliche Verbindung von gestaltungsorientierter Interessenvertretungspolitik mit einer erkennbar "professionalisierten" Arbeitsorganisation im Betriebsrat herausstellen.

Dozent: Dr. Manfred Wannöffel, Gemeinsame Arbeitsstelle RUB/IGM,
Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Sozialwissenschaft

2 Tage, 29. - 30.10.2010
9.00 bis 18.00 Uhr, Ruhr-Universität Bochum, Raum NABF 03/290

Modul 2

Projektmanagement

Überfachliches Modul: Instrumente der Veränderung in und durch Beteiligungsprojekte

Unter Projektmanagement wird die Gesamtheit der Organisationseinheiten und der aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen zur Abwicklung eines bestimmten Projekts verstanden. Projekte werden auf den Weg gebracht, um besondere Aufgaben zu lösen und einmalige Ziele zu erreichen. Daher bedeuten Projekte die zeitlich begrenzte Bündelung von Ressourcen, Koordination unterschiedlicher Fähigkeiten, Erfahrungen und Sichtweisen - dieses wird durch qualifiziertes Projektmanagement gestützt. Projektmanagement dient der Gewährleistung notwendiger Projektschritte, unterstützt interne Arbeitgruppen, koordiniert die Zusammenarbeit mit externen Projektpartnern und vitalisiert den Projektprozess durch kreative Arbeitstechniken. Entsprechend reichen die Werkzeuge des Projektmanagements von einfachen To-do-Listen bis hin zu komplexen Projektmanagementmethoden.
In diesem Seminar erlernen die Teilnehmer die Grundzüge des Projektmanagements, erhalten einen Überblick über Techniken und Methoden des Projektmanagements und setzen sich mit Schlüsselproblemen des Projektmanagments im betrieblichen Alltag auseinander.

Themenschwerpunkte:

  • Grundlagen des Projektmanagements
  • Projektvorbereitung (Problemermittlung, Problemanalyse, Erfolgseinschätzung)
  • Projektorganisation (Struktur, Einbettung ins Unternehmen, Akteure)
  • Projektplanung (Aufgabenplanung, Personalplanung, Terminplanung)
  • Grundlagen der Auftragsgestaltung
  • Funktion und Rolle der Projektleitung
  • Methoden des Projektmanagements
  • Dokumentation und Überprüfung der Zielerreichung (Projektcontrolling)
  • Fördernde und hemmende Faktoren für den Projekterfolg
  • Beteiligungsorientierung im Projektalltag

Dozent: Dipl.-Soz. Claudia Niewerth
Helex Agentur - Consult, Dortmund

2 Tage, 03. - 04.12.2010
9.00 bis 18.00 Uhr, Ruhr-Universität Bochum, Raum NABF 03/290

Modul 3

Grundlagen der Unternehmensrechnung I
oder die Macht der Zahlen

Fachliches Modul

Eine Fülle komplexer Kennziffernsysteme findet bei der Erfolgsfeststellung und -planung Anwendung. Sie sind erforderlich, um den Entscheidern die nötigen Informationen über die von ihnen verantworteten Bereiche oder das Gesamtsystem zu liefern.

Zahlen, Kennziffern und betriebswirtschaftliche Kriterien lassen sich nicht hintergehen, oder doch? Über die "Objektivität" und die Plausibilität von Erfolgsmessungen und die Vernünftigkeit der dabei verwandten Kriterien gibt es gerade bei betrieblichen Veränderungsprozessen regelmäßig Auseinandersetzungen.

Typische Fragen der Akteure sind dabei zum Beispiel: Lohnt sich die ganze Veranstaltung noch oder müssen wir verlagern? Wie kriegen wir Kostenprobleme in den Griff? Sind Arbeitsplätze gefährdet? Muss umstrukturiert und reorganisiert werden? Wie werden wir besser in dem, was wir tun? Was müssen wir in Zukunft anders machen? etc.

Dozenten:
Peter Bergmann
MA Philosophie, Betriebswirt, Bremen
Dr. Marc Schlette
IG Metall-Bezirksleitung NRW

2 Tage, 21. - 22.01.2011
9.00 bis 18.00 Uhr, Ruhr-Universität Bochum, Raum NABF 03/290

Modul 4

Konfliktlösungs- und Problemlösungstechniken

Überfachliches Modul: Konflikttheorien, Techniken zum besseren Umgang mit Problemen und Konflikten, Verhandeln nach dem Harvardkonzept

Inhaltliche Fachkompetenz ist eine Grundvoraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg. Von mindestens ebenso großer Bedeutung ist ein wertschätzender Umgang mit den Menschen, mit denen wir am Arbeitsplatz in Kontakt kommen. Dieser Umgang und eine adäquate Reaktion sind nicht immer einfach, da in Konfliktfällen die Tendenz zur Emotionalisierung und Eskalierung ständig vorhanden ist. Daher gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit Konflikten umzugehen. Letztlich aber ist Kommunikation bzw. der Versuch, sich mit dem Konfliktpartner zu verständigen, ohne die eigene Position fallen lassen zu müssen, die beste Möglichkeit, Konflikte zu managen. Dies trifft vor allem zu, wenn ich mit dem/der anderen auch in Zukunft beruflich oder privat zu tun haben werde.

Das Modul ist überwiegend praxis- und handlungsorientiert ausgerichtet. Die Fähigkeit, Konfliktgespräche führen zu können, wird im Rahmen von Simulationen und Übungen erarbeitet.

Dozentin: Dr. Elke Tönges
Die Synchroniker - Consult, Bochum

2 Tage, 18. - 19.02.2011
9.00 bis 18.00 Uhr, Ruhr-Universität Bochum, Raum NABF 03/290

Modul5

Human Resource Management

Fachliches Modul: Grundlagen und Modelle von Motivation und Personalführung

Mitarbeiter werden - laut den offiziellen Verlautbarungen aus dem TOP-Management - immer wichtiger für die Unternehmen. Was heißt dies aber konkret? Dies soll in dem Modul geklärt werden. Es werden die Grundlagen des Human Resource Management erarbeitet, Führungstheorien und -ansätze diskutiert, die Grundlagen der Mitarbeitermotivation sowie deren Voraussetzungen im Arbeitsgestaltungsbereich analysiert. Die gewonnenen Erkenntnisse werden nicht nur theoretisch verarbeitet, sondern auf konkrete Problemlagen angewendet. Dafür müssen die Teilnehmenden selbständig Lösungen von Case Studies erarbeiten.

Dozent: Prof. Dr. Heiner Minssen
Institut für Arbeitswissenschaft, Lehrstuhl für Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung
Ruhr-Universität Bochum

2 Tage, 18. - 19.03.2011
9.00 bis 18.00 Uhr, Ruhr-Universität Bochum, Raum NABF 03/290

Modul 6

Betriebliches Weiterbildungsmanagement

Überfachliches Modul

Der Wandel hin zur Wissensgesellschaft führt zu einer Aufwertung des Stellenwerts von Qualifikation und Wissen - gleichzeitig nimmt aber aufgrund immer schnelleren technologischen Wandels die Halbwertszeit von Wissensbeständen immer weiter ab.

Kontinuierliche Aktivitäten zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der Qualifikationen der Beschäftigten sind für Unternehmen und auch für die Beschäftigten daher gleichermaßen zentral: Aus Sicht des Unternehmens verhelfen sie dazu, Fachkräftemangel zu verhindern und die Markt- und Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens durch Verfügbarkeit gut qualifizierter Mitarbeiter/innen zu erhalten. Aus Sicht der Beschäftigten tragen sie dazu bei, im Zuge kontinuierlicher Wissens- und Kompetenzerweiterungen die eigene Beschäftigungsfähigkeit dauerhaft zu erhalten.

Die gesteigerte Relevanz des Themas betriebliche Qualifizierung aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmersicht spiegelt sich u. a. auch in der zunehmenden Verankerung in tarifvertraglichen Regelungen zur Qualifizierung wider. Dem betrieblichen Weiterbildungsmanagement kommt vor diesem Hintergrund eine gesteigerte Bedeutung zu. Jedoch fehlen in der Unternehmenspraxis häufig die Kompetenzen, um Qualifizierungsaktivitäten passgenau zu organisieren.

Das Modul greift die Möglichkeiten der Gestaltung betrieblicher Weiterbildung auf und zeigt Handlungsansätze für die Planung und Umsetzung betrieblicher Weiterbildungsaktivitäten.

Dozent: M.A. Anja Voß
Gemeinsame Arbeitsstelle RUB/IGM, Ruhr-Universität Bochum

2 Tage, 15. - 16.04.2011
9.00 bis 18.00 Uhr, Ruhr-Universität Bochum, Raum NABF 03/290

Modul 7

Grundlagen der Unternehmensrechnung II

Fachliches Modul

Geht es in Grundlagen der Unternehmensrechnung I vor allem um die Aneignung und die kritische Reflektion der Systematik der Rechnungslegung, wendet sich der zweite Teil stärker der Anwendungs- und Umsetzungsproblematik zu.

Welche Spielräume hat ein Unternehmen bei dem Erstellen des Geschäftsberichtes? Gibt es eine eindeutige Grenze zwischen Bilanzmanipulation im klassischen Sinn und einer -fälschung wie z.B. im berühmten Fall enron? Welche Position beziehe ich als betrieblicher Entscheider? Wie weit ist die Verschleierung von Finanzströmen, das Verstecken von Erträgen und die Konstruktion von undurchsichtigen Rechts-, Eigentums- und Gewinnabführungsverhältnissen nachvollziehbar und zu verstehen?

Einzubeziehen sind dabei Differenzen in den internationalen Standards, z.B. in europäischen oder US-amerikanischen Bilanzvorschriften sowie die volkwirtschaftliche Problematik (Währungs-, Arbeitsmarkt-, Umweltproblematik u.ä.).

Dozenten:
Peter Bergmann
MA Philosophie, Betriebswirt, Bremen
Dr. Marc Schlette
IG Metall-Bezirksleitung NRW

2 Tage, 13. - 14.05.2011
9.00 bis 18.00 Uhr, Ruhr-Universität Bochum, Raum NABF 03/290

Modul 8

Globale Herausforderungen und Interkulturelle Kompetenz

Überfachliches Modul

Ziel des Moduls ist die Charakterisierung der tiefen Restrukturierungen von Arbeits-, Beschäftigungs- und Partizipationsbedingungen, die mit den Prozessen wirtschaftlicher Globalisierung, sozialer Transnationalisierung und kultureller Pluralität einhergehen. Dabei bedarf die Organisationsgestaltung Kompetenzen, welche insbesondere die zunehmend grenzüberschreitende Organisation und Kooperation von Mitarbeitern fördern. Schließlich geht es um die Befähigung sowohl von Führungskräften als auch von Interessenvertretern, an der Entwicklung von grenzüberschreitenden Interessenaushandlungsprozessen mitwirken zu können. Dem Modul liegt ein prozessualer Kulturbegriff zugrunde. Als Kultur wird die Gesamtheit der von Individuen in Raum und Zeit selbst produzierten, multiplen Organisationsmuster, gesellschaftlichen Institutionen und Lebensweisen charakterisiert. Es wird von der These ausgegangen, dass das allgemeine gesellschaftliche Leben und insbesondere die Erwerbsarbeit multiinstitutionell strukturiert werden und insbesondere (schicht-)spezifische kulturelle Werte, Normen und Handlungslogiken sowohl innerhalb als auch über nationalstaatliche Grenzen hinaus aufweisen. Im Kontext ökonomischer Globalisierung und sozialer Transnationalisierung kommt es bereits zu einer Vielzahl von grenzüberschreitenden Kooperationen bei der Regulierung von Arbeits-, Beschäftigungs- und Partizipationsbedingungen, die im Laufe des Moduls behandelt werden. Vor diesem Hintergrund kennzeichnet interkulturelle Kompetenz die Fähigkeit von Mitarbeitern, in interkulturellen Interaktionen zwischen verschiedenen Kollektiven und Institutionen nachhaltig fehlende Normalität zu stiften und die eher durch Flüchtigkeit geprägte Interkultur zwischen unterschiedlichen Institutionen in Normalität, also schließlich Kultur umzuwandeln.

Dozent: Dr. Manfred Wannöffel, Gemeinsame Arbeitsstelle RUB/IGM,
Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Sozialwissenschaft

2 Tage, 17. - 18.06.2011
9.00 bis 18.00 Uhr, Ruhr-Universität Bochum, Raum NABF 03/290

© 2012 Akademie der Ruhr-Universität | Zuletzt geändert am 09.01.2011 | Konzept & Umsetzung Serious Solutions